Was ist Filecoin (FIL)

Einfach ausgedrückt ist Filecoin ein dezentralisiertes Speichersystem und gleichzeitig ein Marktplatz für Anbieter von dezentralisiertem Speicherplatz in der Blockchain, welches auf der Filecoin-Blockchain aufbaut.

Filecoin stellt einen Peer-to-Peer-Cloud-Storage für Unternehmen und Endanwender zur Verfügung. Die Entwickler des verteilten interplanetaren Dateisystems (IPFS) haben mit Filecoin die nächste Stufe zur Speicherung von Daten in der Blockchain bereitgestellt.

IPFS stellt dazu die Dateisystemgrundlage dar, während Filecoin das Ökosystem des Netzwerks zur Verfügung stellt, inklusive einer Kryptowährung zur Bezahlung des Datenspeichers.

Im folgenden Artikel erfährst Du, was Filecoin ist, wie das Ökosystem funktioniert und welche Besonderheiten es ausmachen.

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Die wichtigsten Eigenschaften von Filecoin im Überblick

Mit Filecoin kann grundsätzlich jeder Speicherplatz an Anwender vermieten. Es kann auch jeder Speicherplatz im Netzwerk kaufen.

Der Vorteil besteht darin, dass Anwender und Unternehmen bei der Speicherung von Daten in der Blockchain die Sicherheit der Blockchain nutzen können und nicht einem einzelnen Unternehmen vertrauen müssen.

Natürlich gibt es Voraussetzungen für die Teilnahme an Filecoin, um Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Es sind eine große Menge an FIL, der Kryptowährung von Filecoin notwendig.

Der größte Unterschied von Filecoin im Vergleich zu Bitcoin ist, dass Miner nicht einfach nur Rechenaufgaben lösen, um Kryptowährungen zu erhalten.

Beim Mining von Filecoin stellen die Miner Speicherplatz bereit und erhalten dadurch Bezahlung in Form von FIL, der Kryptowährung von Filecoin.

Das ICO von Filecoin war 2017, seit 2020 ist die Testphase beendet. Mit knapp 260 Millionen US-Dollar war das ICO eines der größten überhaupt.

Name Filecoin
Kürzel FIL
Marketcap
Rang
Gründung 2014
Gründer Juan Benet
ICO 2017
Blockchain/Standard Filecoin
Status Online
Website https://filecoin.io/
Whitepaper Ja, Whitepaper

*(Stand heute)

Wie funktioniert Filecoin?

Filecoin ist ein Blockchain-Netzwerk, mit dem Anwender sicher und transparent Daten in der Blockchain speichern können, andere Anbieter stellen Speicherplatz zur Verfügung.

Im Fokus der Blockchain steht ein offener Marktplatz für Datenspeicher, der auch den Preis regelt. Der Preis für die Datenspeicherung unterliegt Schwankungen.

Teilnehmer der Peer-to-Peer-Speicher-Blockchain erhalten eine Bezahlung in der Kryptowährung FIL für das Bereitstellen von Speicherplatz.

Filecoin ist an das seit 2015 bekannte, verteilte interplanetare Dateisystem (IPFS) angeschlossen, es setzt auf das IPFS auf und nutzt IPFS als Dateiablage.

Bereits 2014 hat Juan Benet, Gründer von Protocol Labs das Whitepaper „Filecoin: A Cryptocurrency Operated File Storage Network“ veröffentlicht. Dieses System ermöglicht die sichere und transparente Speicherung von Daten über ein Peer-to-Peer-Netzwerk auf Basis des IPFS.

Das IPFS ist ein Projekt von Protocol Labs, genauso wie Filecoin. IPFS steht kostenlos zur Verfügung, Filecoin ist monetarisiert, die Bezahlung erfolgt mit FIL. Damit soll eine Grundlage geschaffen werden.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Cloud-Speichern sind die Dateien nicht in einem zentralen Rechenzentrum gespeichert, sondern auf zahlreiche Knoten im Internet verteilt und Teil der Blockchain.

Dazu kommt der Vorteil, dass alle Dateien lückenlos verschlüsselt bleiben. Durch die Einführung von 5G lassen sich auch große Datenmengen wesentlich schneller übertragen, wovon dezentrale Datenspeicher natürlich deutlich profitieren.

Filecoin ermöglicht die Datenspeicherung in einer Blockchain.
Filecoin ermöglicht die Datenspeicherung in einer Blockchain.

Wie und wo speichert Filecoin die Dateien der Anwender?

Jeder Anwender und jede Organisation kann zum Speicherknoten in der Filecoin-Blockchain werden und Speicherplatz zur Verfügung stellen. Bei Filecoin gibt es auch größere Anbieter, die aber dennoch Teil des Marktplatzes sind, und sich dem Mitbewerb mit anderen Anbietern stellen müssen.

Zur Datenspeicherung muss das Endgerät lediglich mit dem Internet verbunden sein, um mit anderen Knoten zur Datenspeicherung zu kommunizieren. Für die Datenübertragung nutzt Filecoin ein eigenes Protokoll.

Dadurch sind weder APIs noch spezielle Agenten notwendig, um Daten in die Blockchain zu übertragen. Das erleichtert Minern den Einstieg, da jede Art von Speicherplatz integriert werden kann, ohne eigene APIs implementieren zu müssen.

Die Hardware muss natürlich geeignet sein und die Datenübertragung wird durch das Filecoin-Protokoll überprüft und verifiziert.

Beim Speichern von Daten haben Anwender die Möglichkeit, aus verschiedenen Minern auszuwählen, die Speicherplatz zur Verfügung stellen. Der am besten geeignete Miner lässt sich auf Basis verschiedener Kriterien auswählen.

Dabei können Preise, Geschwindigkeit und Datenmenge berücksichtigt werden. Das ermöglicht wiederum sehr flexible Modelle und weitaus günstigere Preise als bei großen Cloudspeicher-Anbietern.

Erklärung, wie Filecoin funktioniert
So funktioniert Filecoin

Sind die Daten in der Blockchain sicher?

Filecoin verwendet eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Speicheranbieter haben keinen Zugriff auf die Entschlüsselungsschlüssel. Gleichzeitig sind die Daten auch in der Blockchain verteilt.

Filecoin nutzt keinen zentralen Server und hat damit keinen zentralen Angriffspunkt hat. Es ist für Angreifer daher aufwendig, das System anzugreifen.

Die gespeicherten Informationen sind verteilt, sodass auch hier organisierte Angriffe eher unwahrscheinlich sind.  Der Inhalt der in Filecoin gespeicherten Dateien ist sehr sicher.

Um das zu gewährleisten, teilt das Filecoin-System die Dateien auf, bevor das System die Daten zur Speicherung an Miner senden. Eine komplette Datei ist daher immer im Netzwerk verteilt und nicht auf einem einzelnen Knoten gespeichert.

Benutzerrollen in Filecoin

Die Benutzer der Filecoin-Blockchain nehmen unterschiedliche Rollen ein. Storage Miner stellen gegen FIL ihren Kunden Rechnerressourcen zur Speicherung zur Verfügung.

Haben Anwender, Unternehmen oder Organisationen also Speicherplatz auf ihren Rechnern frei, können Sie diesen dem Filecoin-Netzwerk zur Verfügung stellen. Buchen Anwender Speicherplatz, kann dieser mit FIL bezahlt werden.

Dabei landen auf den Rechnern einzelner Storage Miner natürlich keine kompletten Dateien, sondern nur zerlegte Teile. Das stellt auch die Hochverfügbarkeit und den Datenschutz sicher.

Miner legen den Preis ihres eigenen Speicherangebots fest und stellen diesen auf dem Filecoin-Marktplatz zur Verfügung. Zusätzliche Informationen sind Geschwindigkeit und Redundanz des angebundenen Computersystems.

Auf Basis dieser Informationen können Anwender entscheiden, welches Angebot sie annehmen wollen. Retrieval Miner ermöglichen das Abrufen von Daten für Kunden. Auch hier erfolgt die Bezahlung mit FIL.

Die Kosten sind abhängig von der Größe der Datei und der verwendeten Bandbreite, die Preise gibt der jeweilige Anbieter vor.

Auf der anderen Seite des Tresens sind die Kunden. Diese nutzen die Dienste der Miner zur Datenspeicherung. Kunden suchen sich Speicherangebote auf Basis des benötigten Speicherplatzes, des Preises und weiterer Leistungen aus.

Danach buchen sie den Speicher. Diese Transaktionen speichert ebenfalls die Blockchain, sodass alle Abläufe in der Blockchain zur Verfügung stehen, was Betrug nahezu ausschließt.

Kunden senden die Daten an den ausgewählten Miner, der diese in die Filecoin-Blockchain und damit in IPFS einbindet.

Kunden können Dienste wie Slate nutzen, um einfach Dateien mit Filecoin in IPFS zu speichern
Kunden können Dienste wie Slate nutzen, um einfach Dateien mit Filecoin in IPFS zu speichern

Die Miner müssen regelmäßig nachweisen, dass die zur Verfügung gestellten Kapazitäten und die Leistung auch dauerhaft vorhanden sind. Gehen die Nachweise nicht in der Blockchain ein, reduziert die Blockchain automatisch die Bezahlung in FIL.

Die Miner haben also großes Interesse daran, den Speicherplatz zuverlässig zur Verfügung zu stellen.

Das Filecoin-Protokoll verlangt von den Minern nach der Übernahme der Daten des Kunden, einen „Proof-of-Replication“. Diesen müssen Miner zur Verfügung stellen und regelmäßig aktualisieren.

Um ihre Zuverlässigkeit zu beweisen, müssen Speicherplatz-Anbieter außerdem größere Menge an Filecoin-Tokens hinterlegen. Diese Vorgehensweise steht oft in der Kritik, da die Miner daher einiges investieren müssen, um Bestandteil des Speichernetzwerks zu werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Vielfalt an zuverlässigem Speicher derzeit nicht so groß ist und vor allem große Anbieter den Marktplatz nutzen.

 

Welches Problem adressiert Filecoin?

Datenspeicherung ist in den letzten Jahrzehnten immer wichtiger geworden, denn es werden unentwegt Daten erzeugt. Zwar gibt es exzellente Anbieter von Cloudlösungen, doch sind diese a) zentralisiert und b) oft kostenintensiv.

Eine weitere Herausforderung ist die Sicherheit der gespeicherten Daten. Sicherlich tun die Anbieter ihr möglichstes, dem geforderten Sicherheitsstandard nachzukommen, allerdings kommt es immer wieder zu Leaks.

Wie möchte Filecoin dieses Problem lösen?

Im Fokus von Filecoin stehen Endkunden und Unternehmen. Es ist also problemlos möglich, Dateien aus verschiedenen Bereichen über Filecoin zu speichern.

Ein weiteres Ziel ist das Anbieten von zuverlässigem Cloudspeicher zu sehr viel geringeren Preisen als bei etablierten Cloud-Anbietern.

Durch die Struktur von Filecoin können Kunden sehr flexibel steuern, welche Datenmenge sie speichern und bei welchem Anbieter sie Speicherplatz buchen wollen.

Es gibt keine fixen Preise, sondern der Markt regelt die Kosten und stellt gleichzeitig sicher, dass der Speicher optimal bereitgestellt wird. Beim Buchen eines Speicheranbieters kann der Kunde auswählen, wie viel Speicher er buchen will.

Basierend darauf, kann er die Kosten dafür akzeptieren, oder einen anderen Anbieter wählen. Kunden bezahlen den Speicher in FIL und erhalten genau den Speicher, den sie benötigen.

Der Datenschutz ist deutlich höher, da alle Daten in der Blockchain gespeichert sind. Parallel dazu sind die einzelnen Dateien zerlegt, sodass ein Ausfall, Diebstahl oder Manipulation kaum möglich sind.

Auch vor Zensur ist Filecoin gesichert. Die Speicherung erfolgt verschlüsselt und auf weltweit verteilten Knoten auf Basis von IPFS. Es ist daher nahezu unmöglich, den Zugriff auf Daten zu unterbinden oder Inhalte einzuschränken.

Im Jahr 2017 hat die Türkei Wikipedia gesperrt. Über das IPFS konnten Aktivisten einen Mirror für Wikipedia zur Verfügung stellen. Das zeigt, dass die Bekämpfung von Zensur in der Praxis funktioniert und warum dezentrale Speicherlösungen sinnvoll sein können.

Potenzial und Chancen

Es ist zu erwarten, dass Filecoin in Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird, wenn es um die Speicherung von Daten in Blockchains geht. Laut Molly Mackinlay, leitende Entwicklerin des IPFS-Projekts und gleichzeitig Leiterin des Filecoin-Teams, sind Erweiterungen des Systems fest eingeplant.

Das neue Programm „Filecoin Plus“ soll es Kunden erlauben, Daten zu speichern, die dem Allgemeinwohl dienen. Wer das nachweisen kann, erhält mehr FIL für seine Dienstleistung.

Auch deswegen ist es wahrscheinlich, dass sich der Datenspeicher primär bei Netzaktivisten und auch bei Whistleblowern durchsetzen wird, genauso wie bei Betreibern von Blockchains, die Daten und Dateien ebenfalls in einer Blockchain speichern wollen.

Das neue Projekt „Powergate“ ermöglicht Entwicklern das Ausführen von Filecoin-Transaktionen mit verschiedenen APIs in Go und Java. Auch eine CLI ist in der Planung. Dadurch lassen sich Filecoin-Funktionen in andere Lösungen integrieren, neben der Möglichkeit auch dApps mit Datenspeicherungsfunktionen zu erweitern.

Ebenfalls recht neu ist „Slate“. Dabei handelt es sich um ein Front-End für Anwender, das zur Speicherung von Date zur Verfügung steht. Anwender oder Teams können Dokumente auf Slate speichern und auch zum Austausch nutzen.

Es besteht auch die Möglichkeit, kostenlosen Zugriff auf Slate zu erhalten, inklusive eines freien Speicherkontingents. Mit Slate können Anwender Deals mit Filecoin-Minern über eine Weboberfläche abschließen.

Risiken und Herausforderungen?

Filecoin ist ein relativ neues Konzept. Gerade zu Beginn gab es einige Probleme bei der Datenspeicherung und auch bei der Abrechnung mit FIL. Einige Miner finden das Geschäftsmodell nicht fair und haben ihren Dienst wieder eingestellt.

Das sind allerdings keine umfassenden Probleme, denn seit 2015 haben Protocol Labs und Gründer Juan Benet die Versprechungen des ICOs eingehalten und stellen einen zuverlässigen Cloudspeicher in der Blockchain zur Verfügung.

Es gibt mit IPFS ein weltweites, auf Blockchain-basiertes und damit dezentrales Speichernetz. Filecoin hat sich etabliert und wächst weiter.

Es ist damit zu rechnen, dass auch in den nächsten Jahren immer mehr Speichermöglichkeiten mit Filecoin geben wird und auch andere Blockchains auf die Dienste von Filecoin setzen werden.

Filecoin Token-Ökonomie

Filecoin (FIL) ist die Kryptowährung, um die das Filecoin-Netzwerk aufgebaut ist. Ohne FIL ist Filecoin nicht denkbar. Daher wird sich der Kurs der Währung am Erfolg von Filecoin orientieren.

2017 brachte das Projekt in einem Initial Coin Offering (ICO) von über 205 Millionen US-Dollar. FIL ist an mehreren Kryptowährungsbörsen gelistet, darunter Gemini, Kraken und Huobi.

Die Website Digitalcoin ist bullish gegenüber der Währung eingestellt. Der größte Teil der Tokens soll für die Miner zur Verfügung stehen, einen großen Teil hält auch Protocol Labs selbst.

Die Rate der Erstellung von FIL sinkt kontinuierlich, die Halbwertszeit liegt bei etwa 6 Jahren. Einige Wagniskapitalgeber sind stark an FIL interessiert, was an der guten Aussicht des Projektes liegt.

Anzahl Coins
Max. Coins
Allokation Coins 5 % Filecoin Foundation, 10 % Investoren, 15 % Protocol Labs, 70 % Filecoin-Miner
Handelsvolumen
Marktdominanz 0,12 %
Distanz zum ATH

* Stand heute

Warum ist die Kryptowährung Filecoin etwas wert?

Die Speicherung der Dateien in der Blockchain wird durch Transaktionen verifiziert. Zur Blockchain gehört die Kryptowährung FIL. Diese Währung gehört zu den erfolgreichsten Kryptowährungen seit dem ICO und steigt seit der Veröffentlichung des Projektes im Jahr 2020 ständig an.

FIL ist aber auch starken Schwankungen unterworfen, wie alle anderen Kryptowährungen auch. Der Vorteil von FIL besteht allerdings darin, dass die Währung durch die Datenspeicherung ein echtes Geschäftsmodell darstellt.

Deshalb davon auszugehen ist, dass die Währung auch in Zukunft eine feste Rolle im Kryptomarkt spielen wird.

Der Unterschied zu anderen Blockchains besteht bei Filecoin hauptsächlich darin, dass Miner eine Belohnung in Form der Kryptowährung FIL erhalten, wenn sie Speicherplatz zur Verfügung stellen, den andere Anwender wiederum nutzen können.

Filecoin Allokation zum ICO

Der Preis von Filecoin während des Token-Verkaufs betrug 1 US-Dollar pro FIL. Der Filecoin-Token-Verkauf begann am 10. August 2017 und dauerte bis zum 15. Oktober 2020.

Wie in der Übersicht zu sehen ist, gingen 5 % der Token an die Filecoin Foundation, 10 % an die Investoren, 15 % erhielt Protocol Labs und die verbleibenden 70 % erhalten die Filecoin-Miner.

Filecoin Tokenverteilung ICO

Technische Parameter von Filecoin

Der Netzwerkstatus von Filecoin wird in einer Blockchain gespeichert. Sie wird aktualisiert, wenn ein ausgewählter Netzwerkteilnehmer in regelmäßigen Abständen neue Blöcke erstellt.

Dieser „Leader“ verdient dafür FIL und wird aus der Menge der Teilnehmer im Filecoin-Netzwerk mit einer Wahrscheinlichkeit ausgewählt, die proportional dazu ist, wie viel Speicherplatz dieser Teilnehmer dem Netzwerk nachweislich zur Verfügung stellt.

Bei der Blockerstellung

  • wird der Zustand des Filecoin-Netzwerks nachweislich aktualisiert, um die Netzwerkaktivität widerzuspiegeln (d. h. Token-Transfer und Speicherbeweise);
  • werden neue FIL-Tokens geprägt, die zum Kauf oder Verkauf von Speicherplatz verwendet werden können;
  • werden für die Akteure Anreize geschaffen, Speicherplatz in das Netzwerk einzubringen.

Aus der Perspektive der Konsensforschung kann dies in drei verschiedene Protokolle zerlegt werden:

Filecoin-Protokoll – es ermöglicht den Minern, Speicherdeals mit Kunden abzuschließen, Nachrichten an die State Machine zu übermitteln und zu verarbeiten sowie kryptografisch verifizierbare Beweise für die Speicherung von Daten zu erstellen.

Storage Power Consensus (SPC) – erzeugt eine Leistungstabelle, die nachweislich widerspiegelt, wie viel Speicherplatz die Teilnehmer dem Netzwerk zur Verfügung stellen.

Expected Consensus (EC) – ruft die Wahl des Leaders auf, um einen Miner aus einer ausgewogenen Menge von Teilnehmern auszuwählen, und sorgt für Kettenwachstum und Konvergenz.

Diese Protokolle sollen modular sein und haben Schnittstellen, die den Austausch oder die Verbesserung ermöglichen, ohne den Rest des Filecoin-Stacks zu beeinflussen, z. B. die Aktualisierung von Proofs ohne Änderung der Funktionsweise von SPC oder die Leaderwahl ohne Änderung des Filecoin-Protokolls.

Konsensus-Protokoll Storage Power Consensus (SPC), Expected Consensus (EC)
Konsensus-Algorithmus Proof-of-Replication, Proof-of-Spacetime
Blockzeit
Programmiersprache WebAssembly (WASM), JavaScript (JS), C++, Rust, Ruby, Go und Lurk
Developer Guidelines Ja

Filecoin Kooperationen

Mit Filecoin können unter anderem Datenhändler ihre Daten an Börsen kaufen und verkaufen. Auch große Datenmengen, wie Nachschlagewerke, Dokumente, wissenschaftliche Abhandlungen und vieles mehr sind ideal geeignet für die Speicherung in der Filecoin-Blockchain.

Ebenfalls sind andere Daten, wie Blockchain-Daten, dApps und Smart Contracts sinnvoll einsetzbar. Zum Übertragen von großen Datenmengen und zum Einsatz in Supply Chains ist die Verwendung von Filecoin und IPFS ebenfalls möglich.

Filecoin kann natürlich auch als Alternative zu Amazon S3, Dropbox und anderen Cloudspeichern genutzt werden. Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für die Verwendung von Filecoin und IPFS.

Die Verwendung als herkömmlicher Cloudspeicher für verschiedene Arten von Daten ist natürlich genauso sinnvoll wie die Verwendung in komplexen Bitcoin-Infrastrukturen.

TruffleSuite

Truffle Suite unterstützt ebenfalls Filecoin. Truffle ist ein beliebtes Framework für die Entwicklung von dApps und Smart Contracts in Ethereum und anderen Blockchains. Mit Truffle ist es möglich, dApps zu entwickeln, die Daten in der Filecoin-Blockchain speichern können.

Auch ConsenSys arbeitet mit Filecoin zusammen. Der verteilte Marktplatz von Filecoin soll enger mit Ethereum-basierten Produkten von ConsenSys integriert werden.

Das ermöglicht die Verwendung von günstigem Speicherplatz für Blockchain-Apps auch aus anderen Blockchains. Durch die Anbindung an Ethereum eröffnen sich natürlich zahlreiche Möglichkeiten, auch für Unternehmen, die auf Smart Contracts mit Ethereum setzen.

Chainlink ist ebenfalls in Filecoin integriert. Immer mehr Blockchain-Lösungen setzten auf Filecoin, sodass in Zukunft durchaus erwartet werden kann, dass die Lösung hauptsächlich im Blockchain-Bereich erfolgreich als Speicherdienst zum Einsatz kommt.

Livepeer – Videodaten in der Blockchain speichern

Mit Livepeer können Filecoin-Miner auch Speicherplatz für Videodaten zur Verfügung stellen. Das Projekt läuft parallel zu Filecoin und bietet Minern weitere Geschäftstätigkeiten, neben dem Anbieten von Speicherplatz für herkömmliche Dateien.

Filecoin Konkurrenz

Die Hauptkonkurrenz von Filecoin liegt augenscheinlich in der zentralisierten Welt, außerhalb des Krypto-Space. Apple, Google, Microsoft und Dropbox haben nach wie vor die Vormachtstellung im Bereich der Datenspeicherung.

Aber auch auf Krypto-Ebene haben sich vergleichbare Projekte in der Vergangenheit hervorgetan.

Mit Siacoin hat Filecoin ernstzunehmende Konkurrenz dazu bekommen. Mehr als 360 Speicheranbieter mit einer Gesamtkapazität von 2,3 Petabyte (2.340 Terabyte). Auch das Preismodell für den Speicherplatz ist bei Siacoin wesentlich erschwinglicher, da die einzelnen Hosts individuelle Preise für das Speichern der Dateien verlangen können.

Ein weiterer Mitbewerber im Bereich der Speicherlösungen ist Storj. Das Projekt startete seinen dezentralen Cloud-Speicherdienst Tardigrade im März 2020. Nicht einmal ein halbes Jahr später befand eine Speicherkapazität von 80 Petabyte im Netzwerk von Storj.

Name Marketcap Rang Marktdominanz
Siacoin (SC) 0,02 %
Storj (STORJ) 0,02 %

* Stand heute

Fazit

Die Tech-Giganten Amazon und Google erwirtschaften Unmengen an Geld mit Cloud-Speicher. Ein Beweis also, dass es eine enorme Nachfrage nach Speicherlösungen auf dem Markt gibt. Möglicherweise bedarf es auch einer Umwälzung.

Entscheiden sich Kunden für dezentrale Dienste, könnten diese signifikant viel Geld einsparen, was wiederum anderweitig in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden könnte, fernab von globalen Unternehmen.

Filecoin bietet mit seinem Netzwerk genau diese Möglichkeit – eine neuartige Lösung für die Herausforderung der Online-Speicherung.

Mithilfe der Blockchaintechnologie und der Verteilung von Dateien auf viele verschiedene Computer können Nutzer durch die Verwendung von Filecoin sicher und dezentral ihre Daten speichern. Und das zudem für kleineres Geld als bei den zentralisierten Anbietern.

Bist Du als auf der Suche nach einer Alternative zu Google, Apple, Dropbox und Co., ist Filecoin sicherlich einen zweiten Blick wert.

Autor
Autor & Editor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es, über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage. Absolutes Lieblingsprojekt: XYO

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