Elon Musk opponiert gegen Regulierung von Kryptowährungen

Elon Musk Bitcoin

Der Tech-Unternehmer Elon Musk hat sich kürzlich zur Krypto-Regulierung in den USA geäußert. Er rät der Regierung, „nichts zu tun“, um den Fortschritt der Branche nicht unnötig zu bremsen.

Er reagierte damit auf die jüngsten Ereignisse in China. Das bevölkerungsreichste Land der Erde hat zum wiederholten Mal Kryptowährungen verboten. In den letzten Jahren tauchten immer wieder Meldungen aus China auf, die von Einschränkungen im Bereich der Kryptowährungen handelten.

Erst Mitte dieses Jahres untersagte das Land der Mitte das Mining von Kryptowährungen, was zu einer weltweiten Migration der Mining Farmen führte und die Hashing Power für das Erzeugen von BTC enorm abfallen ließ.

Elon Musk lehnt sich gegen zu starke Krypto-Regulierung auf

Auf der Code Conference im kalifornischen Beverly Hills, äußerte sich Musk am Dienstag in einem Interview mit der Kolumnistin der New York Times, Kara Swisher, über den Wert von Kryptowährungen und künftige staatliche Regulierungen.

Musk ist zwar der festen Überzeugung, dass eine Zerstörung von Kryptowährungen nicht möglich sei, allerdings könnten die Behörden ihren Fortschritt durch eine strenge Regulierung enorm bremsen. Auf die Frage hin, was die US-Regierung in Bezug auf die Krypto-Regulierung tun sollte, antwortete Musk: „Nichts tun.“

Der selbst ernannte Techno King und CEO von Tesla und SpaceX fuhr fort, dass er zwar kein ausgesprochener Experte im Kryptobereich sei, jedoch sehe er viel Wert in Kryptowährungen gegenüber traditionellem Fiat-Geld.

Ich würde nicht sagen, dass ich ein großer Experte für Kryptowährungen bin. […] Kryptowährungen haben einen gewissen Wert. Ich glaube nicht, dass sie wie die zweite Ankunft des Messias sind. […] Sie werden hoffentlich die Fehler und Latenzzeiten im Geldsystem reduzieren.

Die Diskussion über die Krypto-Regulierungen in den USA wurde durch die jüngsten Maßnahmen gegen Krypto-Aktivitäten in China ausgelöst. Musk glaubt, dass die chinesische Regierung in letzter Zeit ihre Überwachung von Kryptowährungen verschärft hat, unter anderem weil das Land mit einer Energieknappheit konfrontiert ist.

Die chinesische Regierung hat in letzter Zeit energieintensive Krypto-Mining-Aktivitäten ins Visier genommen, möglicherweise in dem Versuch, die Energieknappheit zu beheben. Seit Mitte Juni untersagte eine chinesische Provinz nach der anderen den Betrieb von Mining Anlagen.

China sieht seine uneingeschränkte Macht gefährdet

Musk erklärte auch, dass ein weiterer Grund für Chinas Ablehnung von Kryptowährungen darin besteht, dass diese darauf abzielen, die Macht zentralisierter Regierungen einzuschränken.

Er kann zwar nicht genau sagen, was hinter dieser Feindseligkeit steckt, aber Musk nimmt an, dass die Kommunistische Partei Chinas in Kryptowährungen eine Bedrohung für die zentralisierte Regierung sieht.

Ich vermute, dass Kryptowährungen im Grunde darauf abzielen, die Macht der Zentralregierung zu beschneiden, und das gefällt ihnen nicht, denke ich. […] Wissen Sie, wenn Regierungen die Finger nicht davon lassen und die Gelddatenbanken manipulieren, hat das Ganze vermutlich einen gewissen Wert.

Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die chinesische Regierung knapp 195.000 Bitcoin und weitere Kryptowährungen selbst hält. Das entspricht 0,928 Prozent der gesamten Menge an Bitcoin.

Im November 2019 hatte die chinesische Polizei im Zuge der massiven Bekämpfung des PlusToken-Schneeballsystems Krypto-Vermögenswerte im Wert von mehr als 4,2 Milliarden Dollar beschlagnahmt.

Neben den 194.775 BTC befanden sich darunter:

  • 833.083 ETH
  • 1,4 Millionen LTC
  • 27,6 Millionen EOS
  • 74.167 DASH
  • 487 Millionen XRP
  • 6 Milliarden DOGE
  • 79.581 BCH
  • 213.724 USDT

In Zusammenhang mit dem einhergehenden Urteil nach der Beschlagnahmung sagte das Gericht, dass „die beschlagnahmten digitalen Währungen gemäß den Gesetzen verarbeitet werden und die Erlöse und Gewinne dem nationalen Fiskus zufallen werden“.

Elon Musk, der Krypto-Influencer

Das Interview ging auch auf Musks Fähigkeit ein, die Kryptomärkte durch seine Tweets zu bewegen. „Sie können die Kurse von Kryptowährungen mehr verändern als China es kann, ist das eine gute Sache?“, fragte Swisher. „Wenn es nach oben geht, nehme ich an, dass es das ist“, antwortete Musk.

Der Tesla CEO wurde bereits im Laufe des Jahres immer wieder wegen seinen unberechenbaren Krypto-Tweets kritisiert. Durch seine Äußerungen auf Twitter, gepaart mit einer Followerschaft von mehr als 60 Millionen Nutzern, löste er teilweise extreme Kursschwankungen aus, vornehmlich bei Bitcoin und Dogecoin.

Zudem äußerte Musk auch Bedenken bezüglich des Energieverbrauchs von Bitcoin. Daraufhin kündigte er im Mai 2021 an, dass Tesla keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren würde. Das führte zu einem marktweiten Absturz des Bitcoin-Kurses in Verbindung mit Chinas Mining-Verbot. Erst wenige Monate zuvor zierten alle Nachrichtenagenturen die Schlagzeile, das Tesla den Verkauf seiner Elektroautos in BTC ermöglichte.

Inzwischen lenkten Musk und Tesla allerdings etwas ein in dieser Thematik. Sobald mindestens 50 Prozent des Stroms, welcher für das Bitcoin Mining benötigt wird, aus erneuerbaren Energien stammt, soll Bitcoin wieder als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

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Fazit – Regulierung von Kryptowährungen ist laut Musk O. K., aber nicht nach dem Vorbild von China

Elon Musk äußerte sich während eines Interviews auf der Code Conference in Kalifornien über die mögliche Regulierung von Kryptowährungen in den USA. Grundsätzlich habe er nichts dagegen, doch sollten die Vereinigten Staaten davon absehen, der Volksrepublik China nachzueifern. Zu strenge Reglementierungen im Krypto-Sektor würden seiner Ansicht nach den Fortschritt massivst einschränken.

Er bezog sich dabei explizit auf die jüngsten Ereignisse in China, das zum wiederholten Mal Restriktionen für den Umgang mit Kryptowährungen festlegte. Manche Regulierungen sind durchaus berechtigt, wie etwa die Einschränkung von Krypto-Mining aufgrund von zu hohem Energieverbrauch und dadurch resultierender Stromknappheit in manchen Teilen des Landes.

Doch scheint die Angst der chinesischen Regierung, ihre dezentrale Vormachtstellung zu verlieren, zu groß zu sein. Schließlich geben Kryptowährungen, weil sie eben wenig bis gar nicht reguliert sind, den Chinesen ein Stück Freiheit zurück, vom ansonsten gleichgeschalteten Alltag.

Zwar ist der Besitz von Bitcoin und Co. bislang nicht verboten in China, doch haben die staatlichen Institutionen ein besonderes Auge auf die Handelsplattformen. Ein weiterer Grund für die Einschränkungen ist vermutlich das Eliminieren einer potenziellen Konkurrenz zur eigenen digitalen Zentralbankwährung, dem E-Yuan.

China wird alles daran setzen, dass seine landeseigene CBDC so wenig wie möglich Mitbewerber im digitalen Geldsektor hat. Denn sonst würde die so sehr geliebte Kontrolle der Bevölkerung nicht mehr funktionieren.

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