ACCIONA will Energieerzeugung mit Blockchain-Technologie nachverfolgen

Der spanische Energieerzeuger ACCIONA, der auf die Energiegewinnung durch erneuerbare Energiequellen setzt, wird die Blockchain-Technologie einsetzen. In einem offiziellen Statement gibt der Konzern bekannt, dass die Technologie im Rahmen der Energiegewinnung eingesetzt werden soll.

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ACCIONA Energieerzeuger @acciona-energia.com

ACCIONA implementiert Blockchain-Technologie bei der Energiegewinnung

ACCIONA, der spanische Öko-Stromerzeuger, hat in einem offiziellen Statement vom 17. Dezember 2018 bekannt gegeben, dass der Konzern die Blockchain-Technologie zur Überprüfung der Energieerzeugung einsetzen wird. Bei ACCIONA Energía handelt es sich um einen internationalen Energiekonzern, der einen Fokus auf erneuerbare Energien gelegt hat. Der Konzern produziert mittlerweile emissionsfreie Energie für rund 6 Millionen Haushalte. Insgesamt beläuft sich die jährliche Energieproduktion auf 9.000 MW, sodass das Unternehmen als einer der größten Energieversorger im Bereich der erneuerbaren Energien gilt.

Der offizielle Projektstart zur Implementierung der Blockchain-Technologie erfolgte nach der Erreichung einer Vereinbarung mit dem aus Barcelona stammenden Startup FlexiDAO. FlexiDAO stellt Software-Tools für Energieversorger her und legt dabei einen besonderen Fokus auf digitale Energieservices. Mithilfe dieses Schritts möchte ACCIONA sicherstellen, dass die eigenen Klienten die Chance haben, die Herkunft der Energie zu überprüfen. Des Weiteren geht aus dem Statement hervor, dass ACCIONA und FlexiDAO gemeinsam an der Entwicklung eines öffentlichen Demonstrationsprogramms arbeiten. Dieses Programm soll anschließend die gewonne Energie von fünf Wind- und Wasserkraftwerken in Spanien überwachen und dokumentieren. Die Lieferung soll dabei an vier Partnerunternehmen in Portugal erfolgen. Durch diese öffentliche Dokumentation soll das Vertrauen der Nutzer in die neue Technologie geweckt werden.

Blockchain-Technologie soll das Vertrauen in erneuerbare Energien unterstützen

Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass ACCIONA die Implementierung der Blockchain-Technologie in verschiedenen Bereichen anstrebt. Insbesondere Märkte, die bisher kein konsolidiertes System zur Zertifizierung erneuerbarer Energien aufweisen, stehen demnach im Fokus. Laut Belé Linares, dem Vorsitzenden des Innovationsbereichs bei ACCIONA Energía, soll die Blockchain-Technologie die Akzeptanz erneuerbarer Energien erhöhen. Mit dieser neuartigen Technologie haben Kunden erstmals die Möglichkeit, gelieferten Strom bis zum Ursprung zurückzuverfolgen. Somit würde eine manipulierte Lieferung von Strom unterbunden werden können, sodass das Vertrauen in die neuen Energieformen steigen dürfte. Des Weiteren kann dieser Service global ausgerollt werden, sodass nahezu jeder Endnutzer in den Genuss einer transparenten Energielieferung kommen kann.

Global zeigt sich ein Trend zur Adaption der Blockchain-Technologie im Energiesektor. So haben bereits zahlreiche Energieversorger die Blockchain-Technologie im eigenen Versorgungsnetz implementiert. So gab die südkoreanische Regierungbekannt, dass sie rund 3,5 Millionen Dollar in den Aufbau eines Blockchain-basierten virtuellen Kraftwerks investieren wird. Bei einem virtuellen Kraftwerk handelt es sich um eine Cloud-basiertes Kraftwerk, welches die Ressourcen zahlreicher Energiequellen bezieht, um eine optimierte Energiegewinnung zu ermöglichen. Des Weiteren ist der deutsche Siemens im November einer Blockchain-basierten Energieplattform beigetreten . Ziel dieser Plattform ist die Etablierung dezentralisierter Technologien im Energiemarkt. Zudem gaben zahlreiche Siemens-Vertreter bekannt, dass die Blockchain-Technologie das Potenzial hat, die Interoperabilität zwischen Kunden, Energieerzeugern und Netzwerkbetreibern zu verbessern.