Was ist Uniswap – Die perfekte DeFi-Lösung?

Bei UniSwap handelt es sich um eine dezentrale Krypto-Börse. Diese basiert auf Ethereum und möchte unter anderem den automatisierten Handel mit Token im Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) vereinfachen.

Dabei kommen mehrere Krypto-Assets zum Einsatz, mithilfe derer UniSwap einen ähnlichen Service wie eine gewöhnliche Börse anbieten möchte. Der große Unterschied im Vergleich zu traditionellen Börsen besteht in der Dezentralität von UniSwap. Denn im Gegensatz zu diesen hat UniSwap weder einen Administrator noch einen zentralen Betreiber.

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Die wichtigsten Eigenschaften von UniSwap im Überblick

Über die dezentrale Plattform können Nutzer mit vielen verschiedenen Token handeln. Da es sich um eine dezentrale Börse handelt, muss kein Know-Your-Customer-Prozess durchgeführt werden.

Allerdings ist es nicht möglich, Geld über Fiatwährungen wie dem Euro einzuzahlen. Die einzige Bedingung für den Handel auf UniSwap ist, dass es sich um ERC-20-Token handeln muss. Das ist der Standard, der für die Erstellung von Token auf der Blockchain von Ethereum gilt.

Die Börse wurde im Jahr 2018 von Hayden Adams gegründet. Laut eigenen Aussagen kam Adams die Idee für dieses Krypto-Projekt aus einem Blog-Post von Vitalik Buterin, dem Gründer von Ethereum. Bereits im Jahr 2020 wurde UniSwap V2 eingeführt. Hierdurch wird der direkte Tausch zwischen beliebigen Token ermöglicht, solange diese auf Ethereum basieren.

Bei der Markteinführung von UniSwap im September 2020 erhielt jeder, der vor dem 1. September desselben Jahres eine Transaktion im Netzwerk abgeschlossen hatte, 400 UNI-Token per Airdrop. Darüber hinaus haben einige Nutzer mehr Token erhalten, je nachdem, wie viel Liquidität sie dem Protokoll bereitgestellt haben.

Name Uniswap
Kürzel UNI
Marketcap
Rang 17
Gründung
Gründer Hayden Adams
Blockchain/Standard Ethereum
Status Online
Website https://uniswap.org/
Whitepaper Uniswap Whitepaper

*(Stand heute)

Wie funktioniert Uniswap?

Als dezentrale Handelsplattform ohne zentrale Stelle führt UniSwap auch kein zentrales Auftragsbuch. Stattdessen wird eine Sammlung von Liquiditätspools verwendet, damit Käufer und Verkäufer ihre Orders platzieren können.

Vergleichbar mit Protokollen wie Balancer und Curve beteiligen sich Liquiditätsanbieter an UniSwap-Pools, indem sie zunächst zwei Vermögenswerte in einem intelligenten Vertrag binden. Der DAI/ETH-Liquiditätspool von Uniswap beispielsweise wird zu gleichen Teilen aus DAI- und ETH-Einlagen gebildet. Dabei nutzt UniSwap die Formel (x*y=k), welche der Bestimmung des Preises eines Paars dient.

Die Buchstaben x und y stehen für den Poolsaldo des jeweiligen Tokens, wobei k den gesamten, konstanten Preis des Pools darstellt. Im Austausch für die Bereitstellung von Liquidität in diesen Pools werden die Geldgeber mit einem Anteil an den Handelsgebühren sowie mit neu geprägter UNI-Kryptowährung bezahlt.

Beiträge zu diesen Pools sind für den Betrieb von Uniswap von grundlegender Bedeutung, da die Nutzer anschließend Kryptowährungen aus dem Liquiditätspool kaufen und verkaufen können, indem sie einen Token durch einen anderen austauschen. Solange es einen Liquiditätspool für Trader gibt, kann jeder einen Token bei Uniswap listen (sofern dieser auf Ethereum basiert).

Wenn ein Liquiditätsanbieter einen neuen Liquiditätspool erstellt, dann legt dieser auch den Anfangspreis für die Vermögenswerte fest, die sich innerhalb des Pools befinden. Dies wird dadurch erreicht, dass er den gleichen Wert beider Token zur Verfügung stellt.

Anschließend können Käufer auf Basis der Formel Token innerhalb des Pools tauschen. Smart Contracts, die das Protokoll ausführen, nutzen die Formel, um die Menge an Token vom Käufer zu nehmen und eine entsprechende Menge an Token zurückzusenden, sodass der Gesamtpreis des Pools unverändert bleibt.

Das hat zur Folge, dass die Gesamtliquidität in einem Pool mit jedem Trade ein wenig ansteigt, was das System für die Liquiditätsanbieter lukrativ macht. Aufgrund dieser Preisverschiebung bekommt ein anderer Käufer, der in die gleiche Richtung handelt, einen etwas schlechteren Kurs für seinen Trade, was dazu beiträgt, das Gesamtsystem im Gleichgewicht zu halten.

Welches Problem adressiert UniSwap?

Grundsätzlich zielt das wachsende Ökosystem des dezentralen Finanzwesens darauf ab, dezentrale Finanzprodukte zu nutzen, um zentrale Zwischenhändler zu ersetzen. UniSwap ist Teil des dezentralen Finanzwesens und möchte mit seiner dezentralen Handelsplattform dafür sorgen, dass die Probleme des zentralen Finanzsystems gelöst werden.

Zu den Nachteilen des zentralen Systems zählen unter anderem willkürliche Gebühren, schlechtes Management und die Tatsache, dass du dein Geld zuerst der Börse übergeben musst, welche im Anschluss die Kontrolle über dein Geld hat. Allerdings müssen auch dezentrale Börsen gewisse Hürden überwinden, wie die mangelnde Liquidität. Denn oftmals fehlt es an Kapital, welches dafür sorgt, dass der Handel schneller und effizienter abläuft.

Wie soll das Problem gelöst werden?

Die Probleme des zentralen Finanzsystems möchte man dadurch lösen, dass man keine zentrale Stelle integriert. Stattdessen werden die Transaktionen über selbstausführende Smart Contracts abgewickelt. Das führt dazu, dass die dezentrale Börse dein Geld bzw. deinen Vermögenswert im Gegensatz zu einer normalen Börse nicht verwahrt.

Somit bleibt dein Vermögensgegenstand zu jeder Zeit bei dir, weil du die Kontrolle über den privaten Schlüssel hast. Das Liquiditätsproblem dezentraler Börsen möchte UniSwap dadurch lösen, dass man es der Börse erlaubt, Token zu tauschen, ohne sich darauf zu verlassen, dass Käufer und Verkäufer diese Liquidität erzeugen. Zusätzlich zu den bereits genannten Faktoren, bieten dezentrale Handelsplattformen eine erhöhte Transparenz, weil alle Transaktionen auf der Blockchain gespeichert werden.

Potenzial und Chancen von UniSwap

Trotz eines Bärenmarktes hat sich die zugrunde liegende Kryptowährung in der jüngeren Vergangenheit positiv entwickelt und konnte sich wieder deutlich von den Tiefs abheben. Das zeigt, dass die Marktteilnehmer davon überzeugt sind, dass sich UniSwap in der Zukunft positiv entwickeln wird.

Obwohl das Krypto-Projekt erst im Jahr 2018 gegründet wurde, gehört UNI bereits zu den 20 größten Kryptowährungen der Welt. Trotzdem besteht noch einiges an Potenzial hinsichtlich der Zukunft.

Denn wenn es zu einem Bullenmarkt innerhalb der Krypto-Welt kommt, dann sollte das Interesse an Kryptowährungen wieder steigen, sodass eine größere Nachfrage nach (dezentralen) Handelsplattformen entsteht. Hiervon könnte insbesondere UniSwap profitieren, da man bereits zu den größten und bekanntesten dezentralen Krypto-Börsen gehört.

Risiken und Herausforderungen

Wenn man sich die Kursentwicklung von UniSwap ansieht, dann fällt auf, dass es in der Vergangenheit zu großen Kursschwankungen gekommen ist. Dementsprechend eignet sich ein Investment nur für risikofreudige Investoren.

Ein großes Risiko besteht darin, dass es UniSwap nicht gelingt, das Liquiditätsproblem dezentraler Börsen zu lösen. Dann könnten die Nutzer unzufrieden mit dem Angebot von UniSwap sein und entweder auf andere dezentrale Handelsplattformen ausweichen oder die Dienste einer zentralen Börse in Anspruch nehmen.

UniSwap Token-Ökonomie

Das Gesamtangebot an Token von UniSwap (UNI) beträgt eine Milliarde. Diese sollen über einen Zeitraum von insgesamt 4 Jahren bis September 2024 bereitgestellt werden. Anschließend soll eine Inflationsrate von 2% für Anreize sorgen, die Beteiligung am Netzwerk nicht einzustellen. Momentan befinden sich etwa 760 Millionen Token im Umlauf. Dabei sollen 67% der Coins an die Community vergeben werden, während die übrigen 33% an Investoren, Berater und Team gehen sollen.

Um den UNI-Token zu erwerben, kannst du neben UniSwap auch andere Krypto-Börsen nutzen, wie zum Beispiel:

  • Coinbase Pro
  • Binance
  • OKEx

Wer sich weitere Informationen hinsichtlich der Token-Ökonomie von UniSwap wünscht, für den könnte die folgende Tabelle interessant sein:

Verfügbare Coins 762.000
Max Coins
Allokation Coins 60%= Community, 21,51%= Team, 18%=Investoren, 0,7%= Berater
Handelsvolumen
Distanz zum ATH

*(Stand heute)

Warum ist die Kryptowährung UNI etwas wert?

UniSwap verfügt über eine eigene Kryptowährung namens UNI. Dabei spielt diese eine ganz besondere Rolle im Ökosystem der dezentralen Börse. Denn die Tokens werden dazu genutzt, um den Betrieb des Netzwerks aufrechtzuerhalten.

Die Handelsplattform wurde vom UniSwap-Team mit der Idee geschaffen, dass das Protokoll im Besitz seiner Nutzer ist und von ihnen geführt wird. Dies soll den Anreiz schaffen, dass sich UniSwap zu einem selbsttragenden Modell entwickelt.

Nutzer, die über diesen Token verfügen, unterstützen die Steuerung des Protokolls und stimmen über Vorschläge ab, die zur Weiterentwicklung von Uniswap und zur Optimierung des Ökosystems beitragen sollen.

Wenn du 1% des Gesamtangebots der UNI-Token besitzt, dann kannst du dem Netzwerk Vorschläge unterbreiten. Der Token ist insbesondere dann wertvoll, wenn sich UniSwap positiv entwickelt. Danach sieht es momentan aus, wenn man bedenkt, dass die dezentrale Börse jetzt schon zu den größten Krypto-Börsen gehört.

UniSwap Allokation zum ICO

UniSwap hat keinen ICO durchgeführt, um seine Token zu verkaufen. Stattdessen möchte man die Token über einen Zeitraum von 4 Jahren an Nutzer und andere Personen verteilen.

Gegenwärtig sieht die Token-Verteilung so aus, dass 60% der Token an die Community gehen, während das Team des Projekts 21,51% erhält. Knapp 18% bekommen die Investoren und nur ca. 0,7% gehen an die Berater.

Technische Parameter von UniSwap

Bei UNI handelt es sich um einen ERC-20-Token, welcher auf Ethereum basiert. Dementsprechend wird als Konsensmechanismus Proof-of-Stake verwendet.

Konsensus Protokoll Proof-of-Stake(PoS)
Konsensus Algorithmus Proof-of-Stake(PoS)
Blockzeit
Programmiersprache TypeScript, JavaScript, Python, Solidity, Go
Developer Guidelines Ja

*(Stand heute)

UniSwap Kooperationen

Mittlerweile sind mehr als 300 DeFi Apps in das Ökosystem von UniSwap integriert. Dementsprechend können viele verschiedene Wallet-Anbieter genutzt werden, um die Dienstleistungen der dezentralen Börse in Anspruch zu nehmen.

Zu den in Verbindung mit UniSwap nutzbaren Apps gehören unter anderem Metamask, Trustwallet, Augur, Aave, 1inch, DeFiLab, Compound, MakerDAO, Coinbase Wallet und OpenSea.

UniSwap Konkurrenz

Zu den Konkurrenten von UniSwap gehört PancakeSwap. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine dezentrale Börse, welche im Jahr 2020 an den Start gegangen ist. Über diese Handelsplattform können Nutzer BEP20-Token auf der Binance Smart Chain tauschen.

Zum Einsatz kommt ein automatisiertes Market-Maker-Modell, in dessen Rahmen Anwender gegen einen Liquiditätspool handeln. Nutzer können Liquidität bereitstellen und dadurch Einnahmen generieren. Auf diese Weise möchte man Anreize schaffen, um dem Liquiditätsproblem dezentraler Börsen entgegenzuwirken. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 670 Millionen Euro ist man allerdings deutlich kleiner als UniSwap.

Name Mcaop Rank
PancakeSwap(CAKE)
Mdex(MDX)
SushiSwap

*(Stand heute)

Fazit

UniSwap ist die momentan größte dezentrale Handelsplattform. Mit einer Marktkapitalisierung von fast 5 Milliarden Euro nimmt man einen entscheidenden Anteil des Marktes für sich ein. Das liegt daran, dass die Börse, als sie im Jahr 2018 auf den Markt gekommen ist, ein revolutionäres Konzept bot. Denn UniSwap ermöglicht es den Nutzern, Token ganz ohne Auftragsbuch zu tauschen. Dabei werden Smart Contracts eingesetzt, damit der Handel ohne Zwischenhändler stattfinden kann.

Ein großer Vorteil einer dezentralen Börse wie UniSwap besteht darin, dass Nutzer ihre Token anonym tauschen können, weil sie weder einen KYC-Prozess über sich ergehen lassen noch einen Account erstellen müssen. Dies ist für einige Krypto-Enthusiasten sehr wichtig. Dementsprechend kannst du deine Token unkompliziert gegen andere Kryptowährungen tauschen, indem du eine entsprechende Wallet nutzt. UniSwap unterstützt viele verschiedene Anbieter, sodass dir eine große Auswahl zur Verfügung steht.

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Patrick beschäftigt sich seit 2017 mit der Blockchain und den damit verbundenen Möglichkeiten. Besonders das Konzept der Dezentralität sieht er als vielversprechende Neuerung mit großem Potenzial.

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