Tippin – Kleine Bitcoin Zahlungen ausführen und damit Gutes tun?

Das Add-on für Chrome und Firefox „Tippin“ verspricht genau dieses beiden Funktionen unter einem Dach. Die Technologie, die dahinter steckt, basiert auf dem Lightning-Netzwerk, dass zwar noch in der Beta-Phase steckt, sich aber permanent und in großen Schritten Richtung Zukunft bewegt. Die Entwicklung der Spenden App „Tippin“ ist genau solch ein innovativer Meilenstein, denn niemand geringer als der Kurznachrichtendienst Twitter wird das erste soziale Netzwerk sein, bei dem User kleine Beträge als Spende in Form von Bitcoins an den Verfasser eines Tweets senden können.

Nach dem der User über Chrome oder Firefox die App geladen hat, ist die Erweiterung aktiv und zeigt sich in Form eines kleines Blitzes neben dem bisherigen „Like“ und „Retweet“ direkt unter einem Tweet. Es ist natürlich kein Zufall, dass Twitter die Ehre hat, diese weitreichende Entwicklung auf dem Weg zu skalierbaren Minimalzahlungen auf Basis der Blockchain-Technologie und BTC zu präsentieren. Jack Dorsey, seines Zeichen CEO bei Twitter ist bekanntermaßen ein großer Fan vom Bitcoin und glaubt trotz der fehlenden Skalierbarkeit an eine sichere Zukunft für die Kryptowährung. Dorsey hat auch schon die „Cash App“ entwickelt, mit der es möglich ist Geld zu senden und zu empfangen. Seit Februar 2018 ist es über die mobile App möglich, Bitcoins zu kaufen und zu verkaufen. Nur den Bitcoin sei hier betont,- alle anderen Kryptowährungen hat Dorset bisher abgewiesen.

„Tippin“ - Add-on für Chrome und Firefox
„Tippin“ – Add-on für Chrome und Firefox

Noch in der Beta-Version, aber die Zukunft kann kommen! 


Das Lightning-Netzwerk kann zwar nicht nur mit der Bitcoin Blockchain eine Verbindung eingehen, aber zurzeit ist das laut dem Entwickler von Tippin, Sergio Abril, der beste Weg um den Erfolg von Lightning voranzutreiben. Er sieht die Bedeutung von Tippin auch im Bereich der Trinkgelder. Hier werden kleine Beiträge versendet und die Gebühren dafür sind fast gleich Null. Das Geheimnis dahinter nennt sich Hash Timelock Contracts oder kurz HTLCs

Sie stellen eine leistungsfähige Methode dar, Zahlungen in Bitcoins zu erzeugen und zu validieren. Sie basieren auf einer bestimmten Frist, -dem Zeitfenster und der Erstellung eines kryptografischen Zahlungsnachweises, dem Hash. Der für die Zahlung benötigte Betrag wird für eine begrenzte Zeit aus der Hauptkette der Blockchain-Transaktion herausgeholt und in einer Sidechain geparkt.

Die vom Lightning-Netzwerk genutzte Methode ist völlig legale und technisch sehr innovativ. Der derzeit einzige Weg zur Zahlung von kleinen Beträgen in Form von BTC bei extrem geringen Transaktionsgebühren. Legal ist die Methode, weil die Hashlocks routbar sind und damit eine nachvollziehbare IP oder IPX Kennzeichnung erhalten. Nach Validierung durch den geheimen Hash oder nach maximal 2 Tagen schließt sich das Zeitfenster und die Transaktion wird entweder abgewickelt oder nicht ausgeführt wegen fehlender Validierung. Noch gibt es aber kleine Hindernisse, die Tippin aber bald überwinden haben will, so der CEO Sergio Abril. Dazu gehört, dass derzeit der Nutzer nicht die vollständige Kontrolle über sein Guthaben hat, denn für die Zeit der Ausgliederung liegt die Zahlung auf einer Sidechain. Abril versichert aber, dass man daran arbeiten will und damit Tippin auch für andere soziale Netzwerke nutzbar wird.