Solar Blockchain-Projekte 2020

Solar Blockchain-Projekte in Deutschland – Es sieht so aus, als würde sich Berlin nun endgültig zum Mekka für Blockchain-Entwickler etablieren.

Allerdings sieht es beim Blick auf absolute Zahlen ganz anders aus, denn es befinden sich lediglich 8 % der Blockchain Start-ups in der Europäischen Union.

Blockchain Start-ups vor allem in Berlin

Während die Regierung mit Digitalstrategie und Blockchain-Investitionen versucht, nicht den Anschluss zu verlieren, zeigt sich viel Potenzial der DL-Technologie in Solar Blockchain-Projekten.

Doch Experten sehen die Spitze des Zuflusses an innovationsorientierten Krypto-Unternehmen in der Hauptstadt gesehen. Rund 50 Blockchain- und Krypto-Unternehmen gibt es dort derzeit. Das Hauptproblem liegt aber wohl im fehlenden Fachpersonal.

Wer gut ist, hat einen der zukünftigen Top-Jobs inne und wer ausgezeichnet ist, den zieht es offenbar weg vom heimischen Entwickler-Zentrum.

Besonders stark zeigen sich aber solar Blockchain-Projekte bei den Bemühungen junger Unternehmen, in der Welt der Energieversorgung Fuß zu fassen und das nicht nur in Berlin, sondern im ganzen Land verteilt.

Der Wunsch nach grüner Energie und der Möglichkeit, seinen Energieanbieter täglich problemlos wechseln zu können, sorgt für reichlich Nachwuchs in der Start-up-Szene.


Solar Blockchain-Projekte für Energiewende

Blicken wir zunächst auf das internationale Parkett. Bereits im März 2019 berichteten wir über das internationale Elektrotechnikunternehmen ABB und deren Tests für ein Blockchain-Projekt zum Peer-to-Peer-Energiehandel.

Auch über Ikea und sein solares Blockchain Projekt mit dem Forschungslabor SPACE10 zur dezentralen Energieversorgung haben wir ausführlich informiert.

Solar Blockchain-Projekte in Spanien (Iberdrola und Acciona Energy), Australien (Power Ledger) oder Südafrika (The Sun Exchange) und zahlreiche Projekte in den USA, Russland und China sind bereits weit fortgeschritten.

Nahezu wöchentlich gibt es konkrete News über die Unternehmen oder deren Kooperationen auf dem Energiesektor.

Zu den globalen Marktführern im Bereich der dezentralen Energieversorgung zählen:

  • Power Ledger Pty Ltd.
  • WePower UAB
  • LO3 Energy
  • The Sun Exchange
  • Conjoule
  • BTL Group

Welche solaren Blockchain-Projekte gibt es?

Anfang Februar erschien die Pressemitteilung, dass einer der weltweit führenden Unternehmen für Informationstechnologie, Beratung und Geschäftsprozess-Dienstleistungen, Wipro Limited, für die Tochtergesellschaft des Energiekonzerns Uniper Global Commodities SE eine Blockchain-basierte Handels- und Auftragsabwicklungplattform für Flüssigerdgas entwickelt hat und diese nun integriert wurde.

Auf der Plattform soll ein Handelsmarktplatz für Flüssigerdgas-Marktteilnehmer entstehen. Uniper mit Sitz in Deutschland ist der drittgrößte börsennotierte deutsche Energieversorger.

Sein Auftrag an die Wipro Limited mit Sitz in Indien macht deutlich, dass Deutschlands Blockchain-Szene offenbar noch nicht reif ist für die internationale Schaubühne der global Player.

Ironischerweise leben aber von den 1,1 Milliarden Menschen weltweit, die keinen uneingeschränkten Zugang zu Elektrizität haben, rund 276 Millionen in Indien.

Mit der Blockchain-Technologie kann die Energiewende an vielen Stellen einfacher organisiert werden: Beim Laden von E-Autos, bei den Strompreisen und dem Sichern großer Datenmengen.

https://www.en-former.com/blockchain-im-energiesektor/
Stromhandel mit Blockchain, Quelle: En-Former, (Darstellung in Anlehnung an: Forschungszentrum Jülich GmbH im Auftrag Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Datenquelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT).

Wie sieht die Zukunft im Energiemarkt aus?

Nicht nur die strengen Vorgaben der EnEV und die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung führen zu einem Wandel auf dem vorherrschenden Energiemarkt in Deutschland.

Geprägt von europäischen Einflüssen und vor allem dem veränderten Verbraucherverhalten entwickelt sich daher derzeit eine immer kleinteiligere Stromerzeugungsstruktur.

Das bringt folglich immer mehr solar Blockchain-Projekte ins Spiel. Dazu kommt die Tatsache, dass Endverbraucher vom Consumer zum Prosumer werden, denn sie erzeugen und verbrauchen ihren eigenen Strom.

Durch die Anreize der EEG-Einspeisevergütung für Privat- und Gewerbekunden profitierten sie bisher von den Vergütungen.

Doch statt sich für das Einspeisen finanziell entschädigen zu lassen, sparen sie heutzutage lieber Stromkosten ein. Beim Hausbau sind vor allem solare Anlagen attraktiv, bei denen der Strom aus der Anlage selbst verbraucht wird, anstatt ihn wie bisher in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Was folgt ist eine Marktdynamik, bei der der Eigenverbrauch, der Reststromverbrauch und der Verkauf von überschüssigen Strommengen aufeinander abgestimmt werden soll. Daher entwickelt sich rasend schnell ein dezentrales und interaktives Energiesystem.

Durch den steigenden Energieverbrauch ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der aktiven Anlagen zur Stromerzeugung und Speicherung auch zukünftig erhöhen werden.

Die potenziell hohe Zahl von Millionen von Geräten wird zwangsläufig zu einer hohen Frequenz an Interaktionen auf den Plattformen führen.

Experten sprechen von der Echtzeit-Energiewirtschaft, bei denen diese sogenannten Markttransaktionen aber einen Nachweis benötigen, damit zuverlässige und nachvollziehbare Systeme Daten zur Verifikation erhalten.

Um die große Anzahl an vernetzten Endgeräten und die Transaktionen in Echtzeit abbilden zu können, bedarf es aber der Blockchain-Technologie mit ihrem dezentralen Charakter.

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Solar Blockchain-Projekte der Bundesregierung

Derzeit gibt es zur Erforschung und Entwicklung von Blockchain-basierten Anwendungen für den Energiesektor die folgenden Programme und Forschungsprojekten:

  1. Das Verbundprojekte BloGPV hat das Ziel der Entwicklung einer Blockchain-Anwendung für die dezentrale Energieerzeugung und Versorgung der Zukunft. Dahinter verbirgt sich ein Blockchain-basierter virtueller Großspeicher für PV-Anlagenbetreiber.
  2. ETIBLOGG beschäftigt sich mit der Erforschung von Blockchain-Lösungen für Bereiche rund um Energie. Ziel ist dabei die Entlastung des deutschen Stromnetzes.
  3. Das Pebbles Projekt analysiert und testet auf allen relevanten Ebenen die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf den Energiemarkt. Ziel ist folglich die Erforschung der Möglichkeiten für den Peer-to-Peer-Handel auf Basis von Blockchains.

Aus den bisherigen Ergebnissen der solar Blockchain-Projekte kann folgende Aussage abgeleitet werden:

Die Blockchain-Technologie kann in insgesamt 5 Anwendungsfällen zur Automatisierung von notwendigen Geschäftsprozessen zum Einsatz kommen. Dabei müssen diese nicht auf solar Blockchain-Projekte begrenzt sein.

  1. Im Accounting mit der Aufgabe der Berechnung der Smart Meter Werte
  2. Für die Tokenization, also der Nachweis über die von einer Solaranlage erzeugte Strommenge
  3. Zur Berechnung von Einspeisungen und Entnahmen beteiligter Haushalte, das sogenannten Netting.
  4. Für das Contracting zur Zusicherung einer zukünftigen Einspeisung in oder Entnahme aus dem öffentlichen Netz durch einen Haushalt zu einem festgelegten Zeitpunkt.
  5. Im Rahmen der Compensation, also zur Kompensation für die Nichteinhaltung eines Commitments.
Quelle: ENERGIEREVOLUTION GETRIEBEN DURCH BLOCKCHAIN, Eine Publikation der Verbundprojekte BloGPV, ETIBLOGG, pebbles, SMECS des Technologieprogramms Smart Service Welt II gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Seite 30.

TOP 3 Solar Blockchain-Projekte 2020

Tennet TSO GmbH aus Bayern – Speicherung von solarer Energie

Tennet GmbH
Tennet GmbH

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet aus Bayreuth ist führender Speicherspezialist, wenn es um die Speicherung von Solarstrom geht.

In einem Pilotprojekt wurde getestet, ob die Blockchain-Technologie zur Steuerung von Heimbatteriespeichern eingesetzt werden kann.

Eine Stabilisierung des Stromnetzes soll damit erreicht werden, genauso wie mehr Flexibilität im Stromsystem. Doch erst 2030 könnte es in Deutschland dezentrale PV-Batteriespeicher gegeben.

Zusammen mit der Sonnen GmbH aus Wildpoldsried wird jetzt an der Weiterentwicklung des Blockchain-Piloten gearbeitet.

Die Blockchain-Lösung basiert auf dem von IBM entwickelten Framework Hyperledger Fabric und sichert dabei die Transparenz und die Überprüfbarkeit von Transaktionen zwischen den Marktteilnehmern ab.

SMA Solar Technology AG – Energie-Montoring mit DLT

Das Unternehmen in der Nähe von Kassel hatte schon im Jahr 2019 in einer Pressemeldung bekannt gegeben, dass eine Kooperation mit der weltweit größten Solar Monitoring Plattform, Sunny Home Manager, besteht.

Die Verbindung macht die Erzeugung und Nutzung von Solarstrom für Betreiber und Eigentümer von Photovoltaikanlagen noch attraktiver, denn für die selbst erzeugte saubere Energie können sie dort ganz einfach und bequem SolarCoins als zusätzliche Belohnung erhalten.

Der Energie Coin basiert auf der Blockchain-Technologie und durch die Freischaltung können weltweit über 260.000 PV-Anlagen-Besitzer mit wenigen Klicks für die von ihnen produzierte Solarenergie SolarCoins erhalten.

SMA Coin
Quelle: SMA

Bis 2025 läuft diese Kooperation, dann endet ohnehin die bisherige Regelung der Einspeisevergütung für Besitzer von PV-Anlagen durch die Bundesregierung.

Von der dann eingestellten Verfügung sind alle betroffen, die sich vor 2001 eine Anlage für Solarstrom zugelegt hatten. Bisher fehlt in dem EEG die entsprechende Anschlussregelung leider.

Erst wenn eine solche Regelung vorliegt, wird man auch bei SMA und Sunny Home wissen, wie die weitere Zusammenarbeit aussehen kann.

Fest scheint aber zu stehen, dass die Blockchain-Technologie bis dahin aus der Energieversorgung und dem Energie-Monitoring, nicht mehr wegzudenken ist.

Stromdao GmbH – Solar Blockchain-Projekte

Unter der Marke Corrently läuft das Portal der Stromdao GmbH aus Mauer und bietet mit der Blockchain-Technologie die Nutzung von grüner Energie und einen rasend schnellen Übergang sowie die einfache Eigentumsverteilung von Energie an.

Auch hier wird aus Consumer der Prosumer, der seine Gutschriften dank der DLT in Echtzeit erhält.

Mit Corrently kann der anteilige Erwerb regenerativer Energieanlagen transparent dargestellt werden und Nutzer profitieren von 100 % Stromdao Ökostrom. Umso grüner der eigene Stromverbrauch ist, desto schneller steigt folglich der Bonus.

Der sogenannten GrünstromBonus für regionalen Bezug funktioniert auf dem digitalen Abbild des deutschen Stromnetzes mit Einspeise- und Strombedarf.

Daraus macht der Anbieter dann Grafiken für die Stromkunden und visualisiert grünen und grauen Strom.

Über die automatische Integration ins Smart Home sehen Verbraucher sofort, wann sie ihre Verbraucher anschalten müssen, um viel Grünstrom zu verbrauchen.

Dahinter steht der Energiedienstleister FirstCon aus Lüneburg, der Standardaufgaben wie Formalitäten beim Anbieterwechsel übernimmt. Thorsten Zoerner, Gründer und CEO der STROMDAO GmbH erklärt:

(…) Wenn alle Energie aus erneuerbaren Quellen kommt, werden diese Quellen nicht dauernd verfügbar sein. Mit angepasstem Verbrauch, privaten, öffentlichen und gewerblichen Stromspeichern ist das kein Problem. Für einen zeitversetzten Verbrauch muss es Anreize geben, so wie bei Corrently. Das funktioniert nur mit dynamischen Tarifen und intelligenten Messstellen (…), Quelle

Enyway GmbH – Blockchain-Technologie für Produkt „Change“

Die Enyway GmbH aus Hamburg stellt in ihrem Whitepaper den ersten produktiven Anwendungsfall Asset Sharing im Produkt Change vor.

Die große Freiflächen-Solaranlage wird durch Einsatz der Blockchain-Technologie zu einem realen Solar Blockchain-Projekt. Es ordnet jedem Kunden eindeutig und fälschungssicher seinen Teil der Solaranlage zu.

Neben einem Multitoken-Modell und einem zentralen Identitäten-Register möchte der Anbieter weiter Anwendungsfälle umsetzen.

Auf dem Marktplatz für Strom können Verbraucher ihren Stromerzeuger selbst aussuchen. Und damit unter anderem Landwirte oder Hausbesitzer aus der Region unterstützen, die ihren solaren Strom anbieten.

Auch die Investition in Solaranlagen ist über das Portal auf enyway.com möglich. Mit dem Produkt Change ist der Anbieter seit November 2018 auf dem Markt und die Anlage ist komplett ausverkauft.

Bei enyway nutzen wir für unser neues Produktangebot „change“ die Blockchain-Technologie. Sie bietet unserer Meinung nach riesige Potentiale, um den Energiemarkt positiv zu verändern und ist perfekt für kleine Transaktionen. Dabei wird vor allem auch auf die Erhöhung der Effizienz in Bezug auf Geschwindigkeit und Energieverbrauch sehr viel Wert gelegt, Geschäftsführerin Varena Junge

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