Smart Valor Security Token Exchange startet in der Schweiz

Das Schweizer Crypto Valley ansässige Unternehmen Smart Valor gibt gleichzeitig mit der Meldung über den Abschluss einer erfolgreichen Finanzierungsrunde den offiziellen Start ihrer Börse für digitale Assets bekannt. Die Plattform soll aus der Schweiz und Lichtenstein operieren.

Smart Valor - Start der Handelsplattform
Smart Valor – Start der Handelsplattform @smartvalor.com

Smart Valor und die Bedeutung des Crypto Valley

Das Krypto-Pendant zum Silicon Valley scheint zweifelsohne die Schweiz zu sein. In letzter gewinnt das Land zunehmend an Bedeutung für die Krypto- und Blockchain-Welt. Geschuldet ist dies der krypto-freundlichen Einstellung und der generellen Bedeutung als Land der Banken. Besonders ins Augenmerk rückt dabei die Stadt Zug, das gerne als Crypto Valley bezeichnet wird. Die Stadt ist nicht nur Hauptsitz der Ethereum Foundation.

Insgesamt sind über 600 Blockchain-Unternehmen im Blockchain-Hub im Kanton Zug ansässig. Unternehmen aus der Region wie Aximetria erregten vor kurzem Aufmerksamkeit, denn das Start-up erhielt die wichtige Anti-Geldwäsche-Lizenz. Die Auflagen für diese Lizenz sind äußerst streng, wodurch es äußerst schwer ist eine Genehmigung zu erhalten. Smart Valor wird ein weiteres Unternehmen aus der Region sein, das seine Dienste auf dem globalen Kryptomarkt anbietet und damit zur Bedeutung des Crypto Valley in der Welt beiträgt.

In der von Venture Incubator geleiteten letzten Finanzierungsrunde, konnte Smart Valor Investitionen in Höhe von 3,25 Millionen US-Dollar erschließen. Venture Incubator ist eine gemeinsame Initiative der ETH Zürich und des Beratungsunternehmens McKinsey & Company. Es wird von den Top 10 Unternehmen der Schweiz unterstützt. Unter den Anteilseignern des Fonds sind Unternehmen wie die Credit Suisse, Novartis und Nestle. Zu den Investoren von Smart Valor gehörten neben Tally Capital auch anderer asiatische und US-amerikanische Investoren.

Das Start-up kündigt nun nach erfolgreich abgeschlossener Finanzierungsrunde den Start seines neuen Exchange an. Dieser soll sowohl aus der Schweiz als auch aus Lichtenstein agieren. Investoren wie David Johnston sind der Ansicht, dass ein Land wie die Schweiz mit seiner Stellung in der globalen Finanz-Hierarchie einen Coinbase-ähnlichen Exchange braucht. Er glaubt, dass Smart Valor diese Rolle übernehmen könnte.

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Smart Valor: Schweizer Coinbase und erster Security Token Exchange für alternative Vermögenswerte

Der Smart Valor Exchange ging offiziell am 30. Juli 2019 online. Die örtlichen Aufsichtsbehörden in der Schweiz und Lichtenstein haben bereits die angestrebten Aktivitäten des Unternehmens im vergangenen genehmigt. Im offiziellen Blog-Post erklärte Olga Feldmeier, CEO von Smart Value, dass die Entwicklung der Plattform 18 Monate beansprucht hat.

Zunächst werden Nutzer Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) gegen Schweizer Franken, Euro und US-Dollar handeln können. Die Plattform verfügt außerdem über einen eigenen nativen Token mit dem Namen VALOR. Insgesamt stehen den Kunden aktuell 9 Krypto-Handelspaare zur Verfügung. Das Angebot soll monatlich um weitere ausgewählte Kryptowährungen ergänzt werden. Smart Valor möchte außerdem nach und nach Security Token einführen, die durch reale Vermögenswerte gedeckt sind.

Laut Angaben des Unternehmens wird die Plattform eine Dienstleistungskombination aus Makler-Handel und Custody anbieten. In Sachen Trading ist die Börse bestens gerüstet. Sie ist in der Lage eine Millionen Bestellungen pro Sekunde abzuwickeln. Außerdem bietet sie einen nahtlosen vollständig kompatiblen On-Boarding-Prozess. Smart Value hat bezüglich Custody und Wallet starke Unterstützung geholt. Das französische Unternehmen Ledger und das amerikanische Unternehmen BitGo sind weltweit führend im Bereich Krypto-Sicherheit.

Zum Start der Börse bot Smart Valor eine begleitende Kampagne an. Die ersten 5000 Nutzer können in den ersten drei Monaten die Handels- und Maklerdienste gebührenfrei in Anspruch nehmen. Das Angebot war so attraktiv, dass alle Kapazitäten ausgeschöpft waren, noch bevor die Plattform live geschaltet wurde. Die hohe Nachfrage nach dem Early-Access-Programm spricht für den Erfolg des Exchanges. Zum Anbieter