SEAT tritt dem Alastria-Konsortium zur Blockchain-Entwicklung bei

Der zum Volkswagen-Konzern gehörende, spanische Automobilhersteller SEAT ist dem Alastria-Konsortium beigetreten. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Blockchain-basierten Produkten. Neben SEAT gehören mehr als 70 weitere spanische Unternehmen zum Alastria-Konsortium.

SEAT Logo
SEAT Logo @seat.com

SEAT forciert Blockchain-Entwicklungen

Aus einem Bericht vom 16. Januar 2019 geht hervor, dass der spanische Automobilhersteller SEAT dem Alastria-Konsortium beigetreten ist. SEAT wurde 1950 durch den spanischen Staat gegründet und gehört mittlerweile zum Volkswagen-Konzern, der auch im Jahr 2018 als größter Automobilhersteller der Welt galt. Dabei erzielt die spanische Automarke einen jährlichen Umsatz von 9,552 Milliarden Euro.

Aus dem aktuellen Statement geht nunmehr hervor, dass SEAT Alastria beigetreten ist. Hierbei handelt es sich um ein teilöffentliches Konsortium, welches aus einem nationalen Netzwerk von mehr als 70 Unternehmen besteht. Hierzu gehören auch große und bekannte Finanzdienstleister wie BBVA und die Banco Santander. Doch auch andere wichtige Konzerne der spanischen Wirtschaft, etwa der Telekommunikationsdienstleister Telefonica, der Energieversorger Repsol und die Beratungsgesellschaft Accenture gehören zum Konglomerat. Dabei ist es das ausgeschriebene Ziel des Konglomerats die Blockchain-Technologie weiterzuentwickeln sowie zu implementieren. Im Zuge der Kooperation wird SEAT die Vorteile der neuen Technologie im Bereich des Finanzwesens testen. Dabei soll die Forschung Möglichkeiten zur Verbesserung und Optimierung bestehender Prozesse aufdecken und das Supply Chain Management auf ein neues Niveau anheben.

Blockchain-Technologie wird wichtige Rolle übernehmen

Insbesondere das Potenzial der neuartigen Technologie sei hervorragend. So gab der SEAT Geschäftsführer Luca De Meo bekannt, dass die Blockchain-Technologie in Zukunft eine wichtige Rolle in der Industrie einnehmen wird. Zudem haben SEAT und Telefonica in der Zwischenzeit mit der gemeinsamen Arbeit an einem Proof-of-Concept eines Blockchain-Produkts begonnen. Dieses soll das Nachverfolgen von Fahrzeugteilen innerhalb der Lieferkette im SEAT-Werk in Martorell – eine Stadt in der Nähe der katalanischen Großstadt Barcelona – ermöglichen.

Die Blockchain-Technologie besitzt auch in der Automobilindustrie ein durchaus disruptives Potenzial, sodass auch weitere Automobilhersteller auf Blockchain-basierte Geschäftsmodelle setzen. Bereits im letzten Monat hat der US-amerikanische Automobilhersteller General Motors ein Blockchain-Patent eingereicht. Dieses beschreibt eine Lösung zur Verwaltung von Daten autonom fahrender Automobile. Auch der deutsche Automobilhersteller Porsche – dieser gehört ebenfalls zum Volkswagen-Konzern – hat im September des vergangenen Jahres mitgeteilt, dass er seine Investitionen in Startups weiter ausbauen wird. Dabei liegt der Fokus der Beteiligungen auf Startups aus dem Bereich der Distributed-Ledger-Technologie sowie der künstlichen Intelligenz. Die Investitionen sollen ein Volumen von rund 176 Millionen US-Dollar im Laufe der kommenden fünf Jahre veranschlagen. Porsche zielt dabei vor allem auf Unternehmen ab, welche erst jüngst gegründet wurden. Hierdurch möchte der Hersteller am Wachstum partizipieren. Zudem sollen lediglich Investitionen in Unternehmen erfolgen, welche einen Fokus auf Kundenerfahrungen, Mobilitätsleistungen und digitalen Lebensstil setzen. Diese Technologien sollen vor allem durch Zukunftstechnologien wie der Blockchain-Technologie, künstlichen Intelligenz und Augmented Reality realisiert werden.