Was ist Quant (QNT)?

Das Projekt Quant mit dem dazugehörigen QNT-Token hat in den vergangenen Monaten zum Teil beeindruckende Entwicklungen hingelegt. Erst im Jahr 2021 sprintete der QNT Kurs von rund elf US-Dollar auf zeitweise mehr als 400 US-Dollar hinauf.

Auch aktuell rangiert der Coin weit über dem Wert von elf Dollar und ist deshalb in den Fokus vieler Anleger gerückt. Wir zeigen im Folgenden, um was es sich bei Quant und dem QNT-Token genau handelt. Zudem verraten wir Dir alle wichtigen Kennzahlen und zeigen, inwiefern sich der Coin im Vergleich zur Konkurrenz unterscheidet und wo besonderen Vorteile liegen.

Die wichtigsten Eigenschaften von QNT im Überblick

Quant möchte das sogenannte Problem der Interoperabilität zwischen Blockchains lösen. Eine Idee, die bei Investoren gut ankommt. Das Projekt startete seinen ICO im Jahre 2018 und entwickelte sich seit dem beeindruckend. Die Marktkapitalisierung von Quant liegt bei mehr als 1,3 Milliarden Euro

Damit gehört der Coin zu den 65 wertvollsten Kryptowährungen auf dem Markt. Der QNT basiert dabei auf der Blockchain von Ethereum und ist ein sogenannter Ethereum-Token. Auf diesem wiederum werden die Unternehmenssoftwarelösungen von Overledger aufgesetzt. Overledger wiederum ist eine Marke von Quant Network.

das QUANT Team
QUANT Team

Gründer des Quant Network sind Gilbert Verdian und Dr. Paolo Tasca. Insbesondere Dr. Paolo Tasca ist in der Krypto-Welt kein Unbekannter. Dr. Tascha war unter anderem als Berater für Blockchain-Technologien für das EU-Parlament oder die Vereinten Nationen tätig. Zudem ist Dr. Tasca der Vorstandsvorsitzende vom Retail Blockchain Consortium.

Name Quant
Kürzel QNT
Mcap Rund 1,3 Milliarden Euro
Rang 64
Gründung 2018
Gründer Gilbert Verdien, Dr. Paolo Tasca
ICO 2018
Blockchain/Standard Ethereum
Status Online
Website https://www.quant.network
Whitepaper Ja (Business Paper)

*(Stand 6. März 2022)

Wie funktioniert QNT?

Quant wird häufig etwas süffisant als das erste „Betriebssystem für Blockchains“ bezeichnet. Tatsächlich ist diese Bezeichnung aber gar nicht so verkehrt. Unzählige Blockchain-Projekte gibt es mittlerweile, die auf eigenen Blockchains basieren. Damit können zwar innerhalb der Blockchain viele Dienste und Lösungen gefördert werden.

Es ist bislang jedoch nur schwer möglich, die einzelnen Blockchains miteinander arbeiten zu lassen. Hier setzt QNT an. Das Projekt möchte die sogenannte Interoperabilität der Blockchains aus dem Weg räumen und diese miteinander operabel machen.

Welches Problem adressiert QNT?

Der Großteil aller Blockchain-Projekte bietet interessante Vorteile und Möglichkeiten. Noch effizienter wäre die Technologie, wenn die Blockchains ihre Kräfte und Fähigkeiten allesamt bündeln können. Bislang ist dies noch nicht ohne Weiteres möglich, da immer mehr Blockchains entwickelt werden. 

Diese Lücke zwischen den unterschiedlichen Blockchains möchte QNT lösen. Das Projekt bietet eine Ledger-Technologie für Betriebssysteme und das Overledger-Network, um diese Blockchains miteinander zu verbinden. Ziemlich selbstsicher bezeichnet Quant das eigene Ökosystem als das Ökosystem, das in den kommenden Jahren führend in der digitalen Wirtschaft sein soll.

Wie soll das Problem gelöst werden?

Das Problem der Interoperabilität möchte Quant in erster Linie mit seinem Betriebssystem Overledger lösen. Hierbei handelt es sich um eine Art „Zugangstür“ (Gateway), mit der einem Blockchain-Projekt der Zugang zu anderen Blockchains ermöglicht werden soll. 

Aber nicht nur das: Quant wurde auch entwickelt, um eine Anwendung mit einer anderen Anwendung innerhalb eines Blockchain-Ökosystems zu verbinden. Somit könnten zum Beispiel Daten aus der einer Anwendung spielend leicht von einer anderen Anwendung übernommen werden. 

Erstellt werden hierfür von Quant verschiedenen Ebenen für die Blockchain-Interaktionen. Die einzelnen Apps können so auf speziellen Ebenen für Dinge wie Transaktionen, Bestellungen, Nachrichtenversand und Co. gezielt miteinander interagieren.

Potenzial und Chancen von QNT

Es ist sicherlich unstrittig, dass das Potenzial von QNT gigantisch scheint. Das Blockchain-Netzwerk wächst in jegliche Richtungen. Und Quant möchte am Ende der Reise die große Verbindung zwischen allen Blockchains darstellen. Aber mehr noch.

Quant bietet auch eine Unterstützung für sogenannte Multi-Ledger-Token (MLTs) an. Hierbei handelt es sich um digitale Vermögenswerte, die aber durch echte Werte gesichert sind. Banken könnten mithilfe von Quant also problemlos den Handel mit digitalen Währungen abbilden und wären dabei an keine bestimmte Blockchain gebunden.

Quant QNT Kursverlauf im letzten Jahr
Quant QNT Kursverlauf im letzten Jahr

Viel Potenzial steckt in unseren Augen zudem in den sogenannten mApps. Die Multi-Chain-Apps sind gewissermaßen mit den dApps vergleichbar. Allerdings bringen die mApps den Vorteil, dass sie Interaktionen zwischen unterschiedlichen Blockchains herstellen können.

Risiken und Herausforderungen

Auch wenn das Quant-Projekt enorm vielversprechend ist, kommen auf dieses natürlich auch einige Herausforderungen zu. Generell dürfte es bei zunehmender Anzahl an Blockchain-Projekten immer komplexer werden, zentrale Verbindungen für eine Interaktion zu schaffen. Das Projekt und die Entwickler dürfen nicht träge werden – ein häufiges Problem, wenn die Ziele etwas zu ambitioniert gesteckt wurden. Diese Gefahr besteht bei QNT durchaus.

Darüber hinaus ist das Projekt natürlich nicht ohne Konkurrenz. Jüngst allerdings hat diese QNT eher beflügelt. Das Projekt Wormhole teilte im Februar 2022 mit, Opfer eines Diebstahls geworden zu sein. Da auch Wormhole die Interoperabilität der Blockchains fokussiert, stieg der Kurs von QNT explosionsartig an. Doch Vorsicht: Diebstähle und Betrügereien könnten auch das Quant-Projekt ereilen.

QNT Token-Ökonomie

Insgesamt rund 14,6 Millionen QNT-Token werden ausgegeben. Aktuell befinden sich bereits rund 12,1 Millionen Token im Umlauf. Das ist deshalb interessant, weil sich die restlichen rund zwei Millionen Token im Besitz des Unternehmens befinden. Diese sind jedoch nicht gesperrt und können jederzeit verkauft bzw. ausgegeben werden. 

Zum Initial Coin Offering im Jahre 2018 wurden 9,9 Millionen Token an die Öffentlichkeit verkauft. Einen relativ großen Anteil haben die Unternehmensgründer damals zurückgehalten – in der Regel ein gutes Zeichen für Anleger. So wurden 1,3 Millionen QNT-Token für die Unternehmensgründer reserviert. Weitere 651.000 QNT-Token wurden für deren Berater vorbehalten.

Anzahl Coins 12,1 Millionen
Max. Coins 14,6 Millionen
Allokation Coins 9,9 Mio. QNT für die Öffentlichkeit, 2,6 Mio. QNT als Unternehmensreserve, 1,3 Mio. QNT für Unternehmensgründer, 651.000 QNT für Berater des Unternehmens
Handelsvolumen 39,9 Mio. Euro (24 Stunden)
Marktdominanz 0,08 %
Distanz zum ATH 71,54 %

* Stand 6. März 2022

Warum ist die Kryptowährung QNT etwas wert?

Der Währung QNT handelt es sich um die Kryptowährung „hinter“ Quant. Unternehmen können das Quant Network zwar nutzen, ohne QNT-Token zu erwerben. Möchten Sie jedoch auch das Netz dahinter verwenden, müssen die QNT-Token erworben werden. Gleichzeitig müssen auch Entwickler eine Lizenz in QNT erwerben, um Inhalte auf der Plattform bereitstellen zu dürfen. Die Token werden in diesem Fall für zwölf Monate gesperrt. 

Ebenfalls erforderlich sind die QNT-Token zum Beispiel für das Lesen und Schreiben auf Overledger oder den Betrieb der Gateways. Mit anderen Worten: Es handelt sich bei QNT nicht um einen „Meme Coin“ oder „Hype Coin“. Hinter diesem steht ein ganzes Ökosystem mit einem realen Gegenwert bzw. realen Dienstleistungen.

Allokation zum ICO

Das Initial Coin Offering von QNT fand im Jahre 2018 statt. Im Zuge des ICO wurden 9,9 Millionen der insgesamt etwas mehr als 14 Millionen Token an die Öffentlichkeit ausgegeben.

Darüber hinaus wurden 2,6 Millionen Token als Unternehmensreserve gehalten, mit denen das Projekt im Zweifel am Laufen gehalten werden soll. Rund 1,3 Millionen Token reservierten die Unternehmensgründer für sich, weitere 651.000 Token gingen an die Berater des Unternehmens.

  • 9,9 Mio. QNT-Token beim ICO für die Öffentlichkeit
  • 2,6 Mio. QNT-Token als Unternehmensreserve
  • 1,3 Mio. QNT-Token für die Unternehmensgründer
  • 651.000 QNT-Token für die Berater des Unternehmens

Technische Parameter von QNT

Die QNT Token werden nicht durch Mining erzeugt, sodass hier kein Konsenus Algorithmus genutzt wird. Sicherheit bildet hier vor allem Overledger, mit dem die Kommunikation zwischen den DLT-Netzwerken durchgeführt werden und über das die verschiedenen Blockchains miteinander interagieren können. 

Die Community ist bei Quant dennoch an der Abwicklung der Prozesse beteiligt. Hierfür werden sogenannte Treasury-Smart-Contracts erzeugt. Diese sind gewissermaßen mit dem Proof-of-Stake-Algorithmus von Ethereum vergleichbar. Die Community sichert hierbei die Zahlungen der Nutzer an die Gateways der verschiedenen Blockchains.

Konsenus Protokoll Treasury-Smart-Contracts
Konsenus Algorithmus /
Blockzeit /
Programmiersprache /
Developer Guidelines Ja

mApps

Eine der großen technischen Besonderheiten bei Quant sind der hauseigene App-Store und die mApps. Bei den mApps handelt es sich um Multi-Chain-Anwendungen, die also über mehrere Blockchains hinweg genutzt werden können und unterschiedliche Funktionen bieten. Der App-Store von Quant ist ebenfalls in der Lage, Transaktionen über verschiedene Ledgers und damit Blockchains zu überwachen. So können beispielsweise Entwickler mit Overledger auch Smart Contracts auf Blockchains schreiben, die sie eigentlich nicht unterstützen.

QNT Kooperationen

Quant ist in den letzten Jahren stark bemüht um Partnerschaften. Klar: Diese bilden eine wichtige Basis für das mögliche Wachstum des Projektes. Kooperationen konnte QNT so unter anderem mit dem Finanzunternehmen SIA ins Leben rufen, welches über 500 Banken betreibt. Darüber hinaus gehören auch Pay.UK oder SIMBAchain zu den Partnern.

QNT Konkurrenz

Die Konkurrenz für QNT ist mittlerweile groß. Immer mehr Projekte beschäftigen sich damit, mehrere Blockchains miteinander verknüpfen zu können. Ein ambitioniertes Projekt ist zum Beispiel das Projekt Cosmos (ATOM). Der Name ist kein Zufall. Kosmos möchte das Zentrum der Blockchain-Welt werden und auch hier sollen netzwerkübergreifende Kommunikationen ermöglicht werden.

Ein weiterer Konkurrent von QNT ist das 0x-Protokoll (ZRX). Dieses möchte einen dezentralen Austausch innerhalb der Ethereum-Blockchain ermöglichen. Bislang ist das Projekt noch nicht als hundertprozentiges Multi-Chain-Projekt zu bezeichnen. Das könnte sich in der Zukunft jedoch ändern.

Ebenfalls als Konkurrent kann zudem das Kyber Netzwerk (KNC) bezeichnet werden. Auch hier sollen die Blockchains miteinander interagieren können und zudem die Token für verschiedene Anwendungsfälle verwendbar sein. Ebenfalls geplant ist ein umfangreicher dezentraler Liquiditätspool, aus dem jeder Token auf verschiedenen Blockchains eingesetzt werden kann.

Name Mcap Rang Marktdominanz
Cosmos 7,7 Milliarden Euro 20 0,48 %
0x 383 Millionen Euro 134 0,02 %
Kyber Netzwerk 395 Millionen Euro 131 0,02 %

Fazit

Quant stellt sich einem der wohl größten Probleme in der Krypto-Welt. Die einzelnen Blockchains können bislang nicht wirklich miteinander interagieren und kommunizieren. Dank der Overledger-Technologie von Quant soll sich das jedoch ändern. Der QNT-Token und das Projekt sind durchaus als vielversprechend zu bezeichnen. Gut für Anleger zu wissen ist zudem, dass keine Coins geschürft werden.

Autor
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Kirill beschäftigt sich bereits seit 2016 mit Kryptowährungen und sämtlichen Entwicklungen in diesem Segment. Er ist einer der Autoren des Bitcoin-Steuerguides, hat Rechtswissenschaften studiert und interessiert sich für den Einfluss von Kryptowährungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft.

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