Nur 3% der Amerikaner können sich Blockchain Banking-Lösungen vorstellen

Im Rahmen einer Umfrage wurde bekannt, dass nur 3 Prozent der amerikanischen Internetnutzer bereit für Blockchain-basierte Banking-Produkte wären. Die Studie wurde zu Beginn des Dezembers 2018 durchgeführt und umfasste eine Stichprobe von 5.000 Teilnehmern.

drive-in-banking-620x403 Nur 3% der Amerikaner können sich Blockchain Banking-Lösungen vorstellen
Drive in Banking Logo

FOTON untersucht Kundenmeinung zur Blockchain-Technologie

Das ICO-finanzierte Banking-Startup FOTON hat zu Beginn des Monats Dezember 2018 eine Umfrage zum Einsatz der Blockchain-Technologie beim Online-Banking durchgeführt. Im Rahmen der Umfrage wurden rund 5.000 Amerikaner mit einem Internetzugang befragt. In der Studie erfolgte keine Unterscheidung anhand von Altersclustern. FOTON führte die Studie vor der Veröffentlichung der eigenen Blockchain-basierten Banking-Lösung durch. Diese wird frühestens im März 2019 veröffentlicht und durch die Einnahmen eines Initial Coin Offerings finanziert.

Im Rahmen der Studie wurde bekannt, dass 34 Prozent der US-Amerikaner Blockchain-basierte Banking-Lösungen nutzen würden, wenn diese in der breite adaptiert werden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist dies nicht der Fall. Zum Zeitpunkt der Umfrage gaben 63 Prozent der Befragten an, dass Sie die Blockchain-Technologie im Rahmen des Online-Bankings nicht nutzen möchten. Somit spricht sich noch immer ein Großteil der Nutzer gegen den Einsatz der Blockchain-Technologie aus. Lediglich drei Prozent der Befragten würden zum aktuellen Zeitpunkt Blockchain-Lösungen für das Online-Banking nutzen. Der Hintergrund der Umfrage ist der zeitnahe Markteintritt, den FOTON im Feld des Online-Bankings anstrebt. Das Unternehmen wollte vor allem Informationen zum Nutzerverhalten sammeln und das Produkt hinsichtlich der Kundenbedürfnisse anpassen. Dabei ist das MVP bisher noch nicht vollständig definiert, sodass das Kundenfeedback noch immer in die Entwicklung einfließen kann. Allerdings gab FOTON bereits bekannt, dass zahlreiche Großbanken ein reges Interesse an Blockchain-basierten Lösungen haben und aus diesem Grund entsprechende Projekte unterhalten.

Banken wollen Blockchain-Technologie im Finanzsektor einführen

In der Vergangenheit haben zahlreiche Banken auf die Lösungen von Ripple und R3 zurückgegriffen, um Blockchain-basierte Geschäftsmodelle zu untersuchen. Auch wenn Großbanken wie die BBVA bereits nach Wegen zur Verknüpfung von Blockchain-Technologie und der Finanzindustrie gesucht haben, sehen rund 3.000 Befragte keinen spürbaren Mehrwert in den Distributed Ledger Technologien. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass viele Befragte die Blockchain-Technologie mit den Kryptowährungen gleichsetzen. Diese erlebten vor allem im Zeitraum von 2016 bis 2017 einen wahren Aufschwung. Mit den sinkenden Kursen des Jahres 2018 sank jedoch auch das generelle Interesse in die Blockchain. Nach der Meinung der Kunden sollte diese Technologie dementsprechend nicht implementiert werden, doch rund 90 Prozent der europäischen und amerikanischen Banken arbeiten an der Implementierung der Technologie.

Erst vor zwei Jahren gab IBM an, dass im Jahre 2019 rund 65 Prozent der Banken mit der Blockchain-Technologie arbeiten würden. Mittlerweile steht fest, dass dies eine unrealistische Adaptionsrate ist. Dennoch soll sich der Wert aller Blockchains bis 2030 auf einen Trillionen-Wert errechnen. Voraussetzung für das Eintreten dieser Vorhersagen ist die Adaption durch den Markt. Für Unternehmen bedeutet dieser Zustand, dass die Entwicklung von Diensten, die eine Massenadaption begünstigen, besonders lukrativ ist. Eine Adaption in anderen Bereich kann zudem den Finanzbereich weiter in den Fokus der Blockchain-Adaption lenken und die Kunden von den Vorteilen der Technologie überzeugen.