Non Fungible Token (NFT) im Hype – so entwickeln sich Enjin, Chiliz und Co

NFT

Derzeit bahnt sich ein neuer Hype in der Krypto-Welt an. Non Fungible Token – kurz NFT – sind aktuell in aller Munde. In unzähligen Bereichen, wie Gaming, Sport, Kunst und Sammlerobjekten, sind NFTs zurzeit Bestandteil von Auktionen im Internet. Befeuert wird der Hype von Größen, wie Twitter-Gründer Jack Dorsey oder dem hierzulande bekannten Musiker und Unternehmer Fynn Kliemann. Diese nutzen Non Fungible Token, um bestimmte Objekte auf die Blockchain zu bringen. Doch warum beherrschen NFTs derzeit die Schlagzeilen und wie entwickelten sich die Kurse der führenden NFT-Projekte in den letzten Tagen? Wir klären auf.

Einschub: was ist ein NFT eigentlich?

Bevor wir einen Blick auf die aktuellen Schlagzeilen und Kursentwicklungen werfen, gilt es die grundlegenden Eigenschaften von NFTs zu verstehen. Teil der Blockchain-Technologie sind in der Regel fungible, also austauschbare Token, wie man sie beispielsweise von der Ethereum Blockchain kennt. Das Gegenstück sind Non Fungible Token, also einzigartige Token, welche es in der Form kein zweites Mal gibt.

Ein NFT ist in dem Fall eine Art digitales Zertifikat, welches das jeweilige Objekt widerspiegelt und dessen Echtheit zertifiziert. Dabei gibt es im Grunde keinerlei Beschränkungen und nahezu alles lässt sich als Non Fungibler Token digitalisieren. Vor allem seltene oder werthaltige Gegenstände lassen sich optimal in Form von Auktionen als NFT vertreiben. Mittlerweile gibt es einige Plattformen (beispielsweise Open Sea) die sich auf den Handel mit NFTs spezialisiert haben.

NFTs beliebt wie nie zuvor – was steckt hinter dem Hype?

Eine Form der Non Fungiblen Token beherrschte bereits vor mehreren Jahren die Krypto-Welt. Als eine der ersten großen dezentralen Anwendungen (dApps) sorgten die Cryptokitties auf der Ethereum Blockchain für Furore. Nutzer konnten sich kleine, bunte Kätzchen erstellen, welche als einzigartiges Objekt auf der Blockchain von Ethereum wohnten. Lange Zeit schwirrten die NFTs etwas unter dem Radar, doch seit Anfang 2021 stieg das Interesse an selten Objekten, welche mittels Blockchain-Technologie digitalisiert werden. Zahlreiche Marktplätze im Internet schossen in der jüngeren Vergangenheit aus dem Boden und selbst etablierte Auktionshäuser befassen sich mit der Technologie.

So wurde beispielsweise bekannt, dass das traditionsreiche Auktionshaus Christie’s aus Großbritannien im März 2021 eine digitale Auktion durchführen wird. Zusammen mit dem NFT-Marktplatz Makersplace versteigert Christie’s ein Kunstwerk von Mike Winkelmann (Künstlername Beeple). Winkelmann hat sich mit seinen digitalen Kunstwerken einen Namen gemacht und durch Auktionen bereits über 3,5 Millionen US-Dollar eingenommen. Christie’s sieht in NFT-Auktionen eine völlig neue Möglichkeit, seltene Gegenstände oder Kunstwerke zu versteigern. Vor allem in den letzten Monaten sorgten einige hochpreisige NFTs für Aufmerksamkeit. Dazu zählen beispielsweise ein virtuelles Grundstück aus dem Videospiel Axie Infinity im Wert von 1,5 Millionen US-Dollar oder die Cryptokittie „Dragon“ im Gegenwert von fast einer Million US-Dollar.

Doch nach und nach wandelt sich der Markt der Non Fungiblen Token. Neben virtuellen Sammlerobjekten erobern immer mehr Kunstgegenstände, Musikwerke und sogar Kuriositäten, wie Tweets auf Twitter, die Blockchains der NFT-Projekte.

NFT-Hype treibt Kurse in die Höhe

Wer die Schlagzeilen der letzten Tage verfolgt hat, kommt an Meldungen über NFTs nicht vorbei. Kürzlich generierte die aus Kanada stammende Sängerin Grimes fast 6 Millionen US-Dollar durch Verkäufe ihrer Kunst über die Plattform Nifty Gateway. Grimes, welche auch als Lebensgefährtin des Tesla-Chefs Elon Musk bekannt ist, verkauft mit Musikstücken untermalte Animationen als digitale Auktionen über die Plattform. Die größte Aufmerksamkeit zog allerdings zweifelsohne Twitter-Gründer Jack Dorsey auf sich. Anlässlich des 15. Geburtstags seines Kurznachrichtendienstes versteigert Dorsey den allerersten Tweet, der jemals auf der Plattform abgesetzt wurde. Nutzer können über den Marktplatz Valuables eine digitale Kopie der Nachricht erwerben. Das Interesse an dem Tweet ist bei bisherigen Geboten in Höhe von über 2,5 Millionen US-Dollar mehr als offensichtlich. Insbesondere der Gründer der Blockchain Tron, Justin Sun, würde den Tweet gerne sein Eigen nennen, wie er eindrucksvoll auf Twitter beweist.

Doch auch hierzulande überrascht der bekannte Musiker und Unternehmer Fynn Kliemann mit einem eigenen NFT-Projekt. Kliemann entwickelte mit den JingleBes getauften Musikstücken eng an Emotionen gebundene Melodien. Gleichzeitig bietet jedes Cover ein einzigartiges Artwork, welches von einer künstlichen Intelligenz geschaffen wurde. Die JingleBes lassen sich über den Marktplatz von Rarible erwerben und auf der eigenen Homepage zuvor erkunden. Auch Fynn Kliemann sieht in diesem Bereich einen interessanten Wandel. Er lobt vor allem die benutzerfreundlichen Marktplätze und hält das True-Ownership-Konzept von NFTs für ein wichtiges Feature.

Betrachtet man die nach Marktkapitalisierung größten NFT-Coins, zeigt sich der aktuelle Hype auch in konkreten Zahlen. Einige Coins konnten in den letzten 7 Tagen teilweise um mehrere 100 % im Wert zulegen.

THETA, Enjin, Chiliz und Co – so entwickelten sich die NFT-Coins in den letzten Tagen

Coinmarketcap.com zeigt auf der eigenen Website eine übersichtliche Darstellung der größten NFT-Coins. Dabei zeigt sich, dass sich viele Anleger derzeit auf die Top-Projekte in diesem Bereich stürzen. Vor allem Enjin (ENJ) und Chiliz (CHZ), auf Platz 2 und 3 der größten Coins, weisen Wachstumsraten von 150 und 300 Prozent in den vergangenen 7 Tagen auf. Und noch lange scheint kein Ende in Sicht. Das nach Marktkapitalisierung größte Projekt THETA konnte seinen Wert innerhalb der letzten Woche von 3,22 auf inzwischen fast 5 US-Dollar steigern. Enjin als eines der etabliertesten und ältesten Projekte in diesem Sektor explodierte förmlich, wie ein Blick auf den Langzeitkurs zeigt.

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Enjin (ENJ) im All Time Chart (Quelle)

In Anbetracht der derzeitigen Berichterstattung und dem großen Interesse an digitalen Sammlerstücken könnten NFT-Projekte einen ähnlichen Erfolg wie der DeFi-Sektor ansteuern. Für die kommenden Wochen stehen noch einige spannende Auktionen an und immer mehr Anbieter, Auktionshäuser und Sammler werden auf Non Fungible Token aufmerksam. Und auch die führenden Projekte wollen den derzeitigen Aufschwung nutzen. So kündigte Enjin an, sich durch zwei neue Upgrades zu einer Multi-Chain für NFTs zu entwickeln und bestehende Skalierungsprobleme zu lösen. Das soll dazu führen, dass die hohen Gas-Kosten auf der Ethereum Blockchain zukünftig kein Hindernis mehr darstellen. Enjin mauserte sich zudem durch einen Deal mit Microsoft und dem beliebten Computerspiel Minecraft zu dem Gewinner des derzeitigen NFT-Hypes.

Fazit: NFT-Hype beherrscht die Krypto-Welt – Enjin, Chiliz und Co heben ab

Non Fungible Token sind einmal mehr der Beweis für die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie. NFTs bilden physische oder virtuelle Objekte auf der Blockchain ab und ermöglichen somit einen manipulationssicheren und einzigartigen Besitz von seltenen Sammlerstücken, Kunstwerken, Musik oder sogar Tweets.

Angefeuert durch die derzeitige Berichterstattung legte fast der gesamte NFT-Sektor in den vergangenen Wochen zu. Einige Projekte verzeichneten Wachstumsraten im dreistelligen Prozentbereich. Vor allem Enjin und Chiliz sind begehrte Investitionsobjekte unter den Händlern. In Anbetracht der Tatsache, dass in naher Zukunft weitere Anbieter und Sammler auf NFTs aufmerksam werden, könnten die Kurse in Zukunft noch weiter steigen.

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