Polkadot steigt um 25 % nach Ankündigung der Parachains Auktion

Polkadot Parachains

Polkadot macht seit Langem wieder von sich reden. Während Solana und Cardano als „Ethereum Killer“ in den letzten Wochen und Monaten immer wieder von sich reden machten, verschwand Polkadot ein wenig in der Versenkung. Nun veröffentlichte Polkadot das Datum, ab welchem sie beginnen werden, ihre Parachains zu verauktionieren. Sobald die Plätze vergeben sind, startet ein neues Kapitel der Interoperabilität von Blockchains.

Mitte November soll es losgehen und die Krypto-Community schien nur auf diese Neuigkeit gewartet zu haben. Innerhalb der ersten 24 Stunden nach Verkündung stieg der DOT Kurs um 25 Prozent und befindet sich nun nach langer Abstinenz wieder in den Top 10 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.

Polkadot versteigert seine Parachains

Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Polkadot versteigert nun nach 5-jähriger Entwicklungszeit die Plätze für seine sogenannten Parachains. Nachdem es in der letzten Wochen etwas ruhiger um Polkadot wurde, steigt das Protokoll nun wieder aus der Versenkung auf.

Als unmittelbare Auswirkung auf die Neuigkeit stieg der Preis von DOT innerhalb von 24 Stunden um 25 Prozent. Mit Blick auf die letzten 7 Tage verzeichnete DOT sogar einen Anstieg von über 36 Prozent. Mit dem Überschreiten der Marke von 42 US-Dollar befindet sich der Kurs auf einem ausgezeichneten Weg in Richtung seines Allzeithochs vom Mai 2021, dass bei 49,35 US-Dollar liegt, nach Angaben von CoinGecko.

DOT USDT Chart
Kurs Polkadot wächst um 25 Prozent nach Ankündigung der Parachains Auktion Quelle: CoinGecko/TradingView

In der Ankündigung seitens Polkadot konnten die Leser erfahren, dass die Führungsebene des Polkadot Protokolls beschlossen hat, ab dem 11. November mit Auktionen für Parachain-Slots zu beginnen.

Parachains sind eigene Blockchains, die neben dem Hauptnetzwerk laufen und dieses für die Sicherheit und zur Validierung von Transaktionen nutzen. Bei Polkadot dreht sich also alles um die Interoperabilität von Blockchains, mit dem Ziel, die Anzahl der Transaktionen, die ein Netzwerk verarbeiten kann, zu erhöhen.

Fünf Jahre nachdem die Vision eines heterogenen Multichain-Frameworks erstmals im Polkadot-Whitepaper skizziert wurde, sind die Parachains nun bereit, auf Polkadot zu starten. Antrag 118, der die ersten Auktionen vorsieht, hat den Vorstand passiert und geht nun zur öffentlichen Abstimmung.

DOT, Parity und die Idee hinter den Parachains

Bei DOT handelt es sich um einen Governance-Token, der seinen Besitzern Stimmrechte verleiht. Gleichzeitig können Nutzer auch DOT im Netzwerk staken, um es sicherer zu machen. Entscheidend ist, dass die Besitzer DOT benötigen, um neue Parachains zu erstellen. Das erhöht natürlich die Nachfrage nach DOT bei denjenigen, die künftig Teil des Netzwerkes sein wollen.

Der heutige Antrag des Rates, mit der Einführung von Parachains auf Polkadot zu beginnen, ist ein großer Schritt nach vorn für die Branche. Als einziges Layer-Zero-Protokoll in der Blockchain ist Polkadot darauf ausgelegt, die gesamte Layer-One-Landschaft in den kommenden Jahren zu verändern, indem es den Overhead, der für die Sicherung und Verbindung von Layer-Ones in Form von Parachains erforderlich ist, drastisch reduziert.

Peter Mauric

Leiter der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten - Parity Technologies

Quelle: Decrypt.com

Mit Layer sind in der Krypto-Sprache typischerweise die Ebenen, die über einer Blockchain liegen, gemeint. Layer-2-Technologien wie Lightning für Bitcoin oder Polygon für Ethereum helfen dabei, Transaktionen schneller zu verarbeiten, indem sie einen Teil der Last von der Blockchain (Layer 1) nehmen. „Layer 0“ hingegen erhöht die Effizienz durch die Bündelung verschiedener Blockchains.

Polkadot entstammte den Federn von Ethereum-Mitbegründer Gavin Wood und Robert Habermeier, die beide wichtige Entwicklungsaufgaben bei Parity übernehmen. Bis zum Jahr 2019 teilte Parity Technologies seine Zeit noch zwischen Ethereum und Polkadot auf. Nachdem es jedoch jahrelang den zweitgrößten Ethereum-Client betrieben hatte, entschied es sich im Dezember dieses Jahres, die Codebasis an eine dezentralisierte, autonome Organisation zu übergeben und sich ganz auf Polkadot zu konzentrieren.

Im Mai 2021 stellte Polkadot Parachains auf seinem experimentellen Kusama-Netzwerk zur Verfügung. Kusama ist eine Art Testnetz für Polkadot-Funktionen, das seinen eigenen Token, KSM, mit einer Marktkapitalisierung von 3 Milliarden US-Dollar hat. Als Reaktion darauf sank der Preis von DOT innerhalb weniger Tage um mehr als ein Drittel. Mit den jüngsten Neuigkeiten steigen natürlich die Hoffnungen der DOT-Besitzer, dass der Preisanstieg keine Eintagsfliege ist, sondern noch weiter anhält.

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Prognose über den weiteren Kursverlauf von DOT

Nach der Ankündigung des Starts der Parachain-Auktionen erlebte der Preis von Polkadot einen kometenhaften Aufstieg. Dabei schien es, als fordere er sein bisheriges All time High von 49,35 US-Dollar heraus. Allerdings scheiterte DOT bereits bei 43,23 US-Dollar.

Damit der Aufwärtstrend weiter anhalten kann, muss Polkadot möglicherweise Unterstützung bei etwa 39 US-Dollar finden. Hält der Polkadot-Preis dieses Support-Level, könnte DOT innerhalb der verbleibenden 2,5 Monate des Jahres 2021 noch sein früheres Allzeithoch erreichen. Mit Aussicht auf erfolgreiche Auktionen der Parachains stehen die Zeichen optimal.

Letztlich bleibt abzuwarten, ob DOT eine Unterstützung in der Nähe von 40 US-Dollar findet, um dann einen weiteren Anlauf in Richtung neuer Bestmarke zu nehmen. Das vierte Quartal hat ohnehin erst begonnen und Analysten und Trading-Experten sind sich einig, dass Altcoins dem Aufwärtstrend von Bitcoin und Ethereum folgen werden.

Fazit – Polkadot kommt aus der Versenkung und schlägt ein neues Kapitel auf

Nach dem schmerzenden Kurseinbruch im Mai 2021 hatte Polkadot genügend Zeit und Gelegenheit, an seiner Vision eines Multi-Frameworks weiterzuarbeiten. Damals verlor der Kurs mehr als 30 Prozent seines Wertes. Doch nun scheint Polkadot wieder neuen Schwung erhalten zu haben. Grund dafür ist die Ankündigung der Versteigerung der Plätze für seine Parachains.

Gespannt schaut die Krypto-Gemeinde nun auf den 11. November 2021. An diesem Tag sollen die Auktionen stattfinden. In fünf aufeinanderfolgenden Wochen bis zur letzten Auktion am 9. Dezember werden die Versteigerungen wöchentlich fortgesetzt.

Die erste Angebotsperiode wird zwei Tage dauern, gefolgt von einer fünftägigen Endperiode. Zwei Besonderheiten des vorgeschlagenen Auktionsplans sind, dass die Polkadot-Auktionen im Gegensatz zu Kusamas Projekt, das unmittelbar nach den Auktionen in Betrieb genommen wird, einen Monat lang in einer Art Transitphase gehalten werden.

Autor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage.

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