Krypto-Börse Kraken meldet Börsengang an

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-amerikanische Krypto-Börse Kraken meldet ihren Börsengang in den Vereinigten Staaten an. Dieser war bereits seit 2025 geplant, wurde wegen einer schlechten Marktlage jedoch verschoben.
  • Kraken würde dann zu einer Reihe großer Krypto-Firmen zählen, denen der Börsengang unter der Trump-Regierung gelingt.
  • Die Deutsche Börse gab erst gestern eine Übernahme von 1,5 Prozent der Firmenanteile für 200 Millionen US-Dollar bekannt. Kraken bewertete man demnach mit einem Gesamtwert von 13,3 Milliarden US-Dollar.

Krypto-Börse Kraken meldet Börsengang an

Die US-amerikanische Krypto-Börse Kraken meldete kürzlich ihren Börsengang an. Zunächst sei dieser Vorgang auf vertraulichem Wege erfolgt. Gegenüber CNBC bestätigte Geschäftsführer Arjun Sethi nun allerdings.

Kraken zählt zu einer ganzen Reihe US-amerikanischer Krypto-Unternehmen, die nach dem Regierungswechsel im Frühjahr 2025 ihren Börsengang vorbereiteten. Von 2021 bis 2025 regierte ein demokratisches Kabinett unter Joe Biden das Land. Der Kryptobranche gegenüber waren infolgedessen auch Aufsichtsbehörden besonders streng.

Nur wenigen Krypto-Unternehmen in den USA gelangen zu dieser Zeit Börsengänge. All das änderte sich durch den neuen Präsidenten. Donald Trump übernahm das Amt im Januar 2025 und lockerte sogleich die Regulierung. Seither öffnete sich die zuständige Börsenaufsichtsbehörde SEC spürbar.

Kraken sorgt derzeit wiederholt für Schlagzeilen. Erst kürzlich hatte das Unternehmen öffentlich bekannt gegeben, mehrfach zum Ziel von Erpressungen geworden zu sein. Einige Kunden führen diese Entwicklung auf eine gescheiterte Personalpolitik zurück. Demnach verlagere Kraken seinen Kundendienst ins Ausland, um Kosten zu sparen, und engagiert dabei vermehrt unzuverlässige Personen.

Die Deutsche Börse Group, Betreiber der Frankfurter Börse, gab gestern bekannt, 200 Millionen US-Dollar in Kraken zu investieren. Künftig möchten die beiden Firmen eng zusammenarbeiten, um klassische und neuartige Finanzstrukturen zu verknüpfen.

Die Deutsche Börse Group würde dann einen Anteil von 1,5 Prozent der vollständig verwässerten Beteiligung an Kraken erhalten. Dieser Rechnung nach, schätzt man Krakens Gesamtwert derzeit auf 13,3 Milliarden US-Dollar.

Dies sei ein deutlicher Rückgang gegenüber vergangenen Bewertungen. Noch im November strich Kraken eine Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar ein.

Warum Kraken seinen IPO zwischenzeitlich stoppte

Der Kraken-IPO ist bereits seit einigen Monaten in Arbeit. Zwischenzeitlich hatte das Unternehmen den Börsengang gestoppt. So wollte man den Beginn der öffentlichen Notierung während einer bärischen Marktphase verhindern.

Noch Mitte März hatte die Geschäftsführung von Kraken das Sentiment des Finanzmarktes als zu schlecht eingeschätzt, um einen Börsengang erfolgreich durchzuführen. Während einer besseren Marktlage erhofft sich Kraken einen besseren Einstiegspreis und höhere Investitionen.

Aktuell befindet sich der Kryptomarkt an einem Scheideweg. Viele Zeichen deuten auf kommenden Optimismus. Ähnlich ist die Entwicklung am Aktienmarkt. Für positive Stimmung sorgen Annäherungen der Konfliktparteien im Irankrieg.

Seit der Amtsübernahme der Trump-Regierung im Januar 2025 vollzogen bereits einige der größten Krypto-Firmen ihren Börsengang. Dazu zählen der Stablecoin-Betreiber Circle und die Krypto-Börsen Bullish und Gemini. Wann genau Kraken nachzieht und öffentlich handelbar sein wird, ist bislang nicht öffentlich bekannt.

Kraken öffnete seine Pforten bereits 2011 und zählt somit zu den ältesten aktiven Krypto-Börsen. Unter der Geschäftsführung des Mitgründers Jesse Powell, der als Idealist gilt, entwickelte sich Kraken zu einer Handelsplattform mit sehr guter Reputation innerhalb der Krypto-Szene. Laut Einschätzung von CoinMarketCap zählt sie zu den 14 größten Krypto-Börsen.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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