CLARITY vor Durchbruch? Krypto-Gesetz naht laut Coinbase-CEO

Das Wichtigste in Kürze
- Laut Coinbase-CEO Brian Armstrong befindet sich der CLARITY Act kurz vor seinem Durchbruch. Heute beschließt der Senat die aktuellste Fassung, bevor eine Abstimmung abfindet.
- CLARITY ist ein Krypto-Gesetz, das Kryptowährungen in den USA durch die Herstellung von Rechtssicherheit entscheidend fördern könnte. Bislang scheiterte das Gesetz im Senat an einem fehlenden Konsens.
- Inzwischen sei ein Kompromiss gefunden. Die regierenden Republikaner und die oppositionellen Demokraten konnten sich demnach einigen. Auch die bislang feindliche Bankenbranche zeige Akzeptanz.
CLARITY vor Durchbruch? Armstrong weckt Hoffnung
Befindet sich der CLARTIY Act kurz vor seinem Durchbruch? Brian Armstrong, Geschäftsführer der Krypto-Börse Coinbase, ist von dieser Entwicklung mittlerweile überzeugt. Das US-amerikanische Krypto-Gesetz befindet sich seit Mai 2025 in Arbeit.
Die Kryptobranche des Landes erwartete längst die Verabschiedung des Entwurfs, doch das Gesetz ist umstritten. In den Vereinigten Staaten von Amerika soll es weitreichende rechtliche Klarheit im Umgang mit Kryptowährungen herstellen. Experten erwarten einen immensen Schub für die digitalen Anlagen, sollte der Entwurf in seiner bisherigen Bedeutung tatsächlich verabschiedet werden.
US-Präsident Donald Trump forderte schon im Januar die baldige Verabschiedung des Gesetzes. Seither nahmen die politischen Streitigkeiten rund um CLARITY weiter zu. Die Bankenbranche steht dem Entwurf bislang feindlich gegenüber. Senatoren veränderten das Gesetz zu ihrem Vorteil, verfälschten damit aber seine eigentlichen Absichten.
Eric Trump, Sohn des amtierenden US-Präsidenten, kritisierte mehrere Banken explizit für ihr Verhalten. Von ihnen forderte er Toleranz für das neue Gesetz. Unternehmen wie JPMorgan Chase, Bank of America oder Wells Fargo seien durch ihren Einfluss für Verzögerungen im Gesetzgebungsprozess verantwortlich.
Sie versuchen, CLARITY so weit zu verwässern, dass Krypto für sie keine Bedrohung mehr darstellt. Weil die Kryptobranche diese Entwicklung kritisiert und CLARITY in geschwächter Form nicht akzeptieren möchte, kam es zu einer Pattsituation, in der das Gesetz praktisch blockiert wurde.
Der Knoten sei nun gelöst, argumentiert Brian Armstrong. Beide Seiten konnten sich demnach zähneknirschend auf einen Konsens einigen. Am heutigen Donnerstag, dem 14. Mai, findet laut Armstrong ein sogenanntes Markup statt. Der Gesetzestext wird erneut angepasst, bevor eine Abstimmung über das Gesetz im Plenarsaal stattfindet.
“CLARITY kommt am Donnerstag ins Gespräch – es wird ein historischer Moment. Die Energie ist hier spürbar”, erklärt Armstrong.
Der Entwurf habe sich bisher zu keinem Zeitpunkt in einer besseren Situation befunden, beteuert der 43-jährige Unternehmer.
Warum das Krypto-Gesetz laut Coinbase-CEO Armstrong naht
CLARITY enthält mehrere Streitpunkte, über die im Senat bislang keine Einigung gelang. Das Krypto-Gesetz stelle in diesen Fragen indessen einen Konsens bereit, mit dem Armstrong zufrieden ist. Dies betreffe sowohl den besonders kontroversen Punkt der Stablecoin-Renditen als auch weitere Streitfragen rund um DeFi, tokenisierte Aktien und die Rolle der Aufsichtsbehörde CFTC.
Einblicke in den veränderten Gesetzestext gab Armstrong bislang nicht. Inwiefern die genannten Punkte angepasst wurden, ist also noch nicht klar. In der Vergangenheit stieß CLARITY auf besonders große Feindseligkeiten unter Geschäftsbanken, da sie ihre Existenz bedroht sehen. Stablecoins könnten durch verbesserte Zugänglichkeit und deutlich höhere Renditen die Sparkonten der Banken ablösen.
“Stablecoin-Renditen waren eine wichtige Frage. Es gibt da einen gesunden Kompromiss, den die Senatoren Tillis und Alsobrooks hergestellt haben. Wir wissen, dass es ein guter Kompromiss ist, da beide Seiten darüber etwas unzufrieden sind”, legte Armstrong dar.
CLARITY is closer than ever.
The bill is strong. It will benefit the American people by making the US financial system faster, cheaper and more accessible. It will also ensure that the US leads in the global race to build the next generation of our financial system.
Huge thank… pic.twitter.com/mt8lkJ4W3v
— Brian Armstrong (@brian_armstrong) May 13, 2026
Der Unternehmer hält CLARITYs baldige Verabschiedung für sehr wahrscheinlich, da das Gesetz im Senat nun die Unterstützung beider Parteien genießt. Sowohl Republikaner als auch Demokraten würden der neuesten Fassung demnach zustimmen.
“Das Gesetz ist nun stärker denn je. Es ist tatsächlich überparteilich. (…) Ich bin sehr bullisch darüber, was dies für die Innovationen in Amerika bedeuten könnte”, sagte er in einer Videobotschaft.
Sowohl für die Zukunft der Krypto-Industrie als auch für Normalbürger könne sich das Gesetz laut Armstrong als Türöffner erweisen.
Banken stünden dem Gesetz inzwischen offener gegenüber, da sie es als Grundlage für eigene Gewinne verstünden. Die letzte entscheidende Hürde sei damit überwunden.
“Ich spreche mit den Geschäftsführern vieler Banken und viele von ihnen stützen sich nun auf CLARITY, um ihr eigenes Geschäft zu fördern”, so Armstrong.
Today's vote on the Clarity Act is a big opportunity to move America's financial system forward. https://t.co/H9nSuofn0g pic.twitter.com/My142qgdFK
— Brian Armstrong (@brian_armstrong) May 14, 2026
In Vorbereitung auf das neue Gesetz würden einige Banken bereits selbst Stablecoins und Krypto-Angebote für ihre Kunden integrieren. Die veränderte Nachfrage der Kunden möchten sie demnach eigenständig abdecken.
