CLARITY Act kommt im Juli? Darum gibt es jetzt Hoffnung

Das Wichtigste in Kürze

  • Der heiß ersehnte CLARITY Act könne im Juli endlich verabschiedet werden, meint Senatorin Cynthia Lummis.
  • Republikaner und Demokraten würden sich aktuell einem Konsens nähern. Am 4. Juli sei mit der Veröffentlichung einer finalen Fassung zu rechnen. Anschließend könnte das Gesetz zügig ratifiziert werden.
  • CLARITY würde der US-Kryptobranche endlich Rechtssicherheit bereitstellen. Unzählige Anpassungen könnten seine eigentlichen Ziele jedoch verwässern – so war es dem Schwestergesetz GENIUS bereits vor Monaten passiert.

CLARITY Act kommt im Juli? Darum gibt es jetzt Hoffnung

Wird das heiß ersehnte US-amerikanische Krypto-Gesetz im Juli endlich verabschiedet? Senatorin Cynthia Lummis macht der Branche aktuell neue Hoffnung. Demnach benötige die Politik nur noch wenige Tage bis Wochen, um den CLARITY Act endlich zu finalisieren. Er wurde bereits im Mai 2025 im Repräsentantenhaus vorgestellt.

Lummis erklärte gegenüber Fox Business kürzlich, dass die Verhandlungen um die Verordnung bereits seit September 2025 hitzig laufen würden. Sie sei durch die Veränderungen des GENIUS Acts verzögert worden.

“Wir haben schon seit [September] hart um den CLARITY Act verhandelt. Es ist ein mühsamer Prozess. Man hat uns einen großen Strich durch die Rechnung gemacht, als GENIUS um die Forderungen der Bankenbranche verändert wurde”, so Lummis.

US-Präsident Donald Trump ratifizierte den GENIUS Act bereits im Juli 2025. Es handelt sich um eines der drei zentralen Krypto-Gesetze, welche unter der Trump-Regierung auf den Weg gebracht wurden, um das Land für Krypto zu öffnen.

Mit CLARITY und dem Anti-CBDC Surveillance State Act befinden sich die zwei verbleibenden Verordnungen weiterhin in Arbeit. Während GENIUS Stablecoins reguliert, würde CLARITY große Teile des Kryptomarktes regulieren. Es gilt daher als das wichtigste und einflussreichste der drei Gesetze.

Blockchainwelt berichtet schon seit einigen Monaten über die aktuellsten Entwicklungen des CLARITY Acts. Rasch löste er Streitigkeiten zwischen den regierenden Republikanern und den oppositionellen Demokraten aus. Vertreter der Kryptobranche – etwa Charles Hoskinson – sind ob der langen Bearbeitungszeit enttäuscht. Die Branche sehnt sich nach Rechtssicherheit, die das Gesetz längst herstellen sollte.

Finale Version des Krypto-Gesetzes in wenigen Tagen verfügbar

Laut Lummis könnte die finale Fassung des US-amerikanischen Krypto-Gesetzes bereits in wenigen Tagen erscheinen. Im Gespräch mit Fox kündigte sie diese für den 4. Juli an. Nach der Veröffentlichung hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, den Entwurf zu kommentieren.

Acht Tage nachdem die finale Fassung des GENIUS Acts veröffentlicht wurde, unterzeichnete Donald Trump das Gesetz, wodurch der Gesetzgebungsprozess endgültig abgeschlossen war. Lummis erhofft sich für CLARITY einen ähnlich schnellen Erfolg.

“Im Juli sind wir so weit”, sagte die republikanische Politikerin hoffnungsvoll gegenüber Fox.

Aktuell habe man noch keinen abschließenden Konsens im Hinblick auf DeFi, ethische Fragen sowie kriminelle Finanzaktivitäten finden können. Die demokratische Opposition fordert in diesen Themen die Festlegung staatlicher Kompetenzen. So soll der Staatsapparat mehr Kontrolle über das dezentrale Finanzwesen ausüben.

Die Republikaner lehnen diese Forderungen zu großen Teilen ab, da die technischen Möglichkeiten nicht gegeben sind. Stattdessen möchten sie die Neutralität und Unabhängigkeit dezentraler Protokolle anerkennen.

Werden die ursprünglichen Gesetzesentwürfe zu stark verändert und auf einen gemeinsamen Konsens ausgerichtet, läuft der Kongress Gefahr, ein gehemmtes Gesetz zu verabschieden.

Der GENIUS Act musste einige Kritik einstecken, nachdem er um ein Verbot für Stablecoin-Zinsen erweitert wurde. Es handelte sich dabei um eine zentrale Forderung der Bankenbranche, mit dem diese ihre Sparkonten vor neuer Konkurrenz retten wollte. Mit CLARITY könnte sich ein ähnliches Desaster wiederholen.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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