LEXIT: Marktplatz für Mergers & Acquisitions

Das estnische Start-up LEXIT versteht sich als erster Marktplatz für Mergers & Acquisitions auf Blockchain-Basis. Das FinTech-Unternehmen entwickelt Netzwerke für Unternehmer, um den Prozess von Fusionen und Übernahmen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Nun gab das Unternehmen bekannt, die Technologie der Ethereum-Blockchain für seinen Marktplatz zu nutzen. CEO Amir Kaltak betont, dass sein Marktplatz effizienter und kostengünstiger ist als bisherige Plattformen für Mergers & Acquisitions.

 

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LEXIT @lexit.co

 

Hintergrund und Herausforderungen von LEXIT

Als Oberbegriff stehen Mergers & Acquisitions (kurz M&A) für eine Vielzahl unternehmerischer Transaktionen. Übernahmen, Fusionen, Outsourcing-Prozesse oder Betriebsübergänge sind einige Beispiele. Solche Transaktionen erleben seit über einem Jahrzehnt einen Boom. Schätzungen des Global Entrepreneurship Monitors zufolge erblicken etwa 100 Millionen neue Start-ups pro Jahr das Licht der Welt. Das Resultat ist ein zunehmender Wettbewerb, in dem die meisten der hoffnungsvollen Neugründungen untergehen.

Mehreren Studien zufolge überstehen etwa 95 Prozent der Start-ups nicht ihr erstes Geschäftsjahr. Hauptgründe finden sich neben mangelhaften Geschäftsplänen in fehlendem Gründungskapital. Von den verbleibenden 5 Prozent gelingt es nur den wenigsten, ihre ursprünglichen Visionen vollumfänglich umzusetzen. Die Mehrheit sieht sich zu einem Pivot gezwungen und muss sich unter Aufgabe vieler Ziele den Marktbedingungen anzupassen.

Diese Problematik betont auch LEXIT-Mitgründer und CEO Amir Kaltak beim Web Summit 2017 in Lissabon. Hier beklagte er, dass viele aussichtsreiche Innovationen daran scheitern, dass Firmen nicht im Wettbewerb bestehen. Hierbei fehlt es selbst vielen zunächst erfolgreichen Start-ups an sinnvollen Austrittsstrategien. Potentielle Verkäufer und Käufer haben oftmals Probleme, sich zu finden und zu fairen Abschlüssen zu kommen. Aufgrund schlechter Informationsflüsse und hoher Vermittlungskosten sind herkömmliche Mergers & Acquisitions eine kostspielige Angelegenheit. An dieser Stelle möchte LEXIT ansetzen, um vielversprechenden Technologien in neuem Kontext zum Erfolg zu verhelfen.

 

Ziele von LEXIT

Um den langsamen Prozess von Mergers & Acquisitions zu mehr Effizienz zu verhelfen, möchte LEXIT ein unabhängiges Netzwerk aus Branchen-Experten und Gutachtern aufbauen. Die Blockchain-Technologie soll den Markt für Fusionen und Übernahmen revolutionieren.

Bisher genießen Vermittler eine privilegierte Position. Dies hat Marktbeschränkungen, hohe Kosten und langsame Vermittlungsprozesse zur Folge. Auf Basis der Ethereum-Blockchain soll diese schwerfällige traditionelle Struktur durch ein dezentrales und unabhängiges Konzept ersetzt werden.

 

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LEXIT Deal Flow @lexit.co

 

Die Funktionsweise

Vor dem internationalen Publikum beim Web Summit 2017 erläuterte CEO Kaltak die Funktionsweise des Blockchain-basierten Marktplatzes. LEXIT nutzt ein Token-Modell, das es Unternehmen ermöglicht, in einem Netzwerk unabhängig nach Käufern oder Interessenten zu suchen. Sachverständige, Experten und Vermittler treten in einem dezentralen Netzwerk in Konkurrenz zueinander und bieten dort ihre Bewertungen und Vergleiche an. Auf Basis dieser Dienstleistungen können Käufer und Verkäufer Entscheidungen über geschäftliche Transaktionen treffen.

Das zum Einsatz kommende Token trägt das Kürzel LXT. Mit dieser virtuellen Währung können Nutzer künftig die Transaktionen innerhalb des LEXIT-Netzwerks durchführen. Das LXT-Token soll bis Ende des Jahres 2017 herausgegeben werden. Zu diesem Zwecke wird ein öffentlicher Token-Sale stattfinden.

Die LEXIT-Betreiber werben auf der öffentlichen Webseite bereits jetzt damit, Qualität, Fairness und beste Unternehmens-Deals zu ermöglichen. Dies soll zu einem Bruchteil der üblichen Vermittlungskosten möglich sein. Bewerter und Gutachter durchlaufen einen Screening- und Verifizierungsprozess, um Unabhängigkeit gewährleisten zu können. Assessoren werden zudem in einem Bewertungs- und Reputationssystem durch Nutzer beurteilt.