EU verschärft Kryptoregulierung mit neuen AML-Gesetzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue AML-Gesetze in der EU zielen darauf ab, die KYC-Prüfungen zu verstärken und die Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche im Kryptobereich zu verschärfen.
  • Die Gesetze, die unter die MiCA-Verordnung fallen, werden von der neu gegründeten AMLA in Frankfurt überwacht.
  • Die Regelungen spiegeln bestehende Gesetze wider und stellen zentralisierte Kryptobörsen und andere digitale Dienste vor neue Herausforderungen.

Europas Kryptomarkt steht vor großen Veränderungen, nachdem das Europäische Parlament kürzlich strenge neue Anti-Geldwäsche-Gesetze (AML) verabschiedet hat.

Diese sehen eine strengere Kontrolle und strengere KYC (Know Your Customer)-Standards für Krypto-Asset-Dienstleister vor.

Damit sollen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effektiver bekämpft und die Transparenz innerhalb des Kryptowährungssektors erhöht werden.

Neue Regulierungsmaßnahmen unter der MiCA-Verordnung

Die neuen Gesetze, die am 24. April verabschiedet wurden, beinhalten erweiterte Sorgfaltspflichten und Identitätsprüfungen.

Demnach sollen sogenannte Verpflichtete – dazu gehören Banken, Vermögensverwalter und sowohl reale als auch virtuelle Immobilienmakler – verdächtige Aktivitäten an Financial Intelligence Units (FIUs) und andere zuständige Behörden melden.

Diese Entwicklung betrifft vorrangig zentralisierte Börsen unter dem Dach der EU Markets in Crypto-Assets (MiCA), einer wichtigen Gesetzgebung für den Krypto-Sektor in Europa, die Ende dieses Jahres in Kraft treten wird.

Die MiCA-Verordnung bietet wichtige regulatorische Klarheit für die aufstrebende Branche und wird von Marktbeobachtern als Anerkennung des Potenzials des Sektors gewertet.

Eine neu geschaffene Behörde, die Anti-Geldwäsche- und Anti-Terrorismusfinanzierungsbehörde (AMLA) mit Sitz in Frankfurt, soll die Einhaltung der überarbeiteten Protokolle überwachen und durchsetzen.

Erwartete Auswirkungen und strategische Anpassungen

Patrick Hansen, Direktor für EU-Strategie und Politik bei Circle, kommentierte das Abstimmungsergebnis wie erwartet und fügte hinzu:

„Wie erwartet hat das Plenum des EU-Parlaments das neue AML-Paket einschließlich der AML-Verordnung mit 479 Ja-Stimmen, 61 Nein-Stimmen und 32 Enthaltungen angenommen. Das Paket wird nun formell vom EU-Rat verabschiedet und tritt drei Jahre später in Kraft“.

In einer gesonderten Stellungnahme wies Hansen darauf hin, dass die Vorschriften größtenteils die bestehenden Anti-Geldwäsche-Gesetze widerspiegeln

Sie übernehmen ebenso Bestimmungen aus der MiCA-Verordnung, die Datenwährungen verbieten und die Verordnung über den Transfer von Geldern (TFR) widerspiegeln.

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Rückblick und künftige Herausforderungen

Ursprüngliche Vorschläge, die den Kryptowährungssektor bedrohten, wurden zurückgezogen.

Dazu gehörten Vorschläge, Zahlungen aus selbstverwalteten Wallets auf 1.000 Euro zu begrenzen und dezentralisierte autonome Organisationen (DAOs), DeFi und Plattformen für Non-Fungible Token (NFT) den AML-Vorschriften zu unterwerfen.

Zudem wird erwartet, dass die neue Gesetzgebung erhebliche Auswirkungen auf Anbieter von Kryptoassets haben wird, wie z. B. zentralisierte Kryptobörsen, die unter die MiCA-Regulierung fallen.

Ebenso zählen ein Großteil der Unternehmen und Organisationen, die digitale Spiele und Dienstleistungen anbieten, dazu.

Die AMLA spielt dabei, wie bereits erwähnt, eine entscheidende Rolle bei der Überwachung und Unterstützung der Einhaltung dieser Vorschriften.

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Autor & Editor

Ich bin Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat meine Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Seit 2020 bin ich Teil des Blockchainwelt.de Teams. Zu meinen Krypto-Steckenpferden gehören Krypto-News, Hardware Wallets sowie alles rund um das Thema Krypto-Kreditkarten.

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