International Business Machines (IBM) verdreifacht Blockchain-Patente

Der US-Konzern International Business Machines (IBM) kann seine Rolle als Innovationsführer im Blockchain-Bereich verteidigen. Neue Daten belegen, dass der Konzern weiterhin die meisten Patente für die aufstrebende Technologie einreicht. Allein im vergangenen Jahr konnte der Konzern die Anzahl der registrierten Patente verdreifachen. 

International Business Machines Office in Kalifornien
International Business Machines Office in Kalifornien

International Business Machines verzeichnet Patentführerschaft in den USA

Wie eine Studie von Statista vom 12. Juli 2019 verdeutlicht, gilt IBM weiterhin als Innovationsführer im Bereich der Blockchain-Patente. Allein im Laufe des vergangenen Jahres konnte der Technologiekonzern die Anzahl der registrierten Blockchain-Patente verdreifachen. Auch Unternehmen wie die Bank of America, nChain oder Mastercard konnten sich eine Topplatzierung sichern.

Die entsprechende Studie basiert auf Daten, die von Yuval Halevi, einem Mitgründer von GuerillaBuzz, gesammelt wurden. Das Ergebnis der Untersuchung veröffentlichte Halevi auf seinem Twitter-Account. Die entsprechenden Daten verdeutlichen, dass sich IBM als klarer Vorreiter im Bereich der Blockchain-Patente innerhalb der USA platziert hat. Insgesamt kommt das Unternehmen auf 108 veröffentlichte und registrierte Patente. Das wohl wichtigste Patent beschreibt eine Plattform, die Daten zwischen mobilen Endgeräten in Echtzeit austauscht und dabei auf der Distributed Ledger Technologie basiert. Wie die Daten des US-amerikanischen Patent- und Markenamts verdeutlichen, plant der Konzern die Benutzung des Patents. Folglich soll mithilfe der neuen Plattform der Bereich der künstlichen Intelligenz  und des Internet of Things revolutioniert werden. 

Blockchain-Patente international hart umkämpft

Wie Halevi weiterhin verdeutlicht, ist die Fokussierung von International Business Machines auf die Distributed Ledger Technologien ein Vertrauensbeweis für die gesamte Branche. Der Gründer merkt an, dass die Fokussierung eines der größten Unternehmen der Welt ein klares Statement für die Technologie sei. Zudem zeige sich bereits heute, welches Potenzial die entsprechenden Lösungen hätten. Auch im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen massiv in die neue Technologie.

Besonders erstaunlich sind die Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit. Im Zuge von Sparmaßnahmen rationalisierte das Unternehmen zahlreiche Stellen – Jobs mit einem Blockchain-Fokus blieben davon verschont. Zusätzlich verdeutlicht ein Bericht von TeqAtlas, dass der US-Konzern die meisten Arbeitsplätze im Bereich der DLT stellt. Allein im März 2019 engagierte der Konzern mehr als 330 Entwickler mit einem Fokus auf die Distributed Ledger Technologien.

Mit der Bank of America verzeichnet zudem eine Großbank die zweitmeisten Patente im US-Raum mit einem Fokus auf die DLT. Diese Entwicklung ist bewundernswert, denn jüngst gab die Technologie-Vorständin des Unternehmens bekannt, dass sie nicht genau wisse, wie die weitere Entwicklung der Technologie verlaufe. Des Weiteren nehmen auch Mastercard, Intel, nChain, Walmart, Dell Technologies und Microsoft führende Rollen bei den registrierten Patenten ein. Zusätzlich nimmt auch das chinesische Unternehmen Alibaba Group eine gute Positionierung in der Untersuchung ein. Insbesondere der Umstand, dass das Unternehmen in den USA registriert ist, trägt dazu bei, dass es eine entsprechende Berücksichtigung erhielt. Allgemein zeigt sich zudem, dass nahezu jeder Technologiekonzern einen Fokus auf die Blockchain (Was ist Blockchain?) legt. 

Schlussendlich muss jedoch noch die Rolle von IBM im internationalen Kontext betrachtet werden. Hier zeigt sich, dass nChain der globale Leader im Bereich der registrierten Patentierungen ist. Auch chinesische Unternehmen wie Baidu, Alibaba und Tencent verzeichnen hier hohe Marktanteile.