Immer mehr Patente mit IOTA-Protokoll

Immer mehr Patente mit IOTA-Protokoll

Immer mehr Patente mit IOTA-Protokoll.

IOTA und sein dezentrales Protokoll sorgen für zahlreiche Erfindungen. Namhafte Unternehmen melden verstärkt IOTA-Patente an. Das neue Jahrzehnt steht voll und ganz im Zeichen der digitalen Transformation. Im Zentrum vieler industrieller Prozesse, Entwicklungen und Projekte sind dabei vor allem Lösungen rund um Blockchain und DLT. Ganz vorne mit dabei ist IOTA, das Rückgrat des IoT und Hoffnungsträger für Bezahlsysteme und Kommunikationsmodelle zwischen Maschinen.

Der azyklische Graph von IOTA und die Transaktionen über den Tangle versprechen Multi-Channel-fähige Anwendungen und das Vernetzen von Milliarden von Geräten. Bei den Erfindungen, Patenten, Lösungen und Applikationen von Blockchain-basierten Prozessen und Abläufen geht es vor allem um Marktanteile und Umsatz. Wer IOTA kaufen will, sollte sich beeilen, denn mit jeder neuen Erfindung steigt wahrscheinlich auch der Token im Wert.

Ein Blick in die angemeldeten Patente zeigt deutlich, dass das IOTA-Protokoll zum neue Kern der Entwicklungsforschung in Deutschland wird.

Die Nachfrage nach IOTA steigt und das Interesse ist laut Dan Simerman, Leiter für finanzielle Beziehungen von der IOTA-Foundation, aktuell besonders riesig. So verkündete er jüngst auf seinem Twitter-Kanal folgende Botschaft:

We’ve had a TON of new interest in IOTA this week, and I’ve had people asking me where to start.

Bis Ende 2019 gab es laut Dan Simerman 111 Anmeldungen für Patente mit dem IOTA-Protokoll aus 44 Ländern. Auch die IOTA-Foundation zeigte sich Anfang 2020 bei Twitter überaus positiv und betonte noch einmal die Wichtigkeit von IOTA für die Maschinenkommunikation im IoT:

Distributed Ledger Technologies will play a crucial role in the future of IoT where machines can trust and transact with each other.

Hinweis in eigener Sache: Am 21.01.2020 waren es sogar schon 117 Patente im Zusammenhang mit dem IOTA-Protokoll.

77% mehr IOTA-Patente als 2018

Ein Blick auf die Grafik beim IOTA-Archive.org zeigt, dass die Anzahl der Patente im Zusammenhang mit dem IOTA-Protokoll in den letzten 365 Tagen rasant angestiegen sind und dabei rund die Hälfte der Patentanmeldungen von nur 5 Firmen stammen:

  1. Innogy SE
  2. Siemens AG
  3. RWE AG
  4. Intel Corporation
  5. Merck

Aber auch andere Unternehmen arbeiten intensiv an innovativen Entwicklungen im Zusammenhang mit Blockchain, IOTA, DLT und Tangle und melden immer wieder neue Patente beim Europäischen Patentamt an. In diesem Jahr ist darunter auch eine Patentanmeldung der Crypto Storage AG aus der Schweiz.

Patent mit IOTA-Protokoll für Finanzwesen

Das Unternehmen ist ein offizieller Partner der IOTA Foundation und hat ein System zur Durchführung von Transaktionen mit kryptographischen Assets entwickelt.

Über das Gerät des Nutzers und einer Front-End-Anwendung gelingen die Daten der Transaktionen auf einen Back-End-Server, der so konfiguriert ist, dass er eine Genehmigungslogik vom Hardware-Sicherheitsmodel empfängt. Nach der Überprüfung der signierten Transaktion stellt der Back-End-Server diese einem Blockchain-Knoten zur Verfügung.

Die Crypto Storage AG ist eine Tochtergesellschaft der Crypto Finance AG und ermöglicht ihren Kunden mehr als 60 verschiedene Krypto-Assets auf einer institutionellen Ebene mit nur einer Infrastrukturlösung sicher zu speichern.

Weltweit größtes Krypto-Ökosystem bei Schweizer Firma

Schon Anfang 2019 wurde bekannt, dass die Crypto Storage AG die weltweite institutionelle IOTA-Lösung für die Kryptotoken-Speicherinfrastruktur entwickelt. Die Mehrsignatur-Speicherlösung ist für die Speicherung großer Mengen an IOTA-Token entwickelt worden. Damit werden die Anforderungen von Finanzintermediären sowie weiterer bedeutender Partner in einer Vielzahl von Branchen erfüllt.

Mit der Lösung können private, öffentliche und institutionelle Anleger ihre IOTA-Token sicher verwalten und den Zugriff steuern. Durch die separaten Infrastrukturen und die definierbaren Genehmigungsprozesse erhalten die Benutzer der Crypto-Storage-Lösung ein zusätzliches Sicherheitsniveau.

Entwickelt haben das Hardware-Sicherheitsmodul, das manipulationssichere Signaturgerät Crypto Storage und die maßgeschneiderte Softwarelösung führende Schweizer Anbieter mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Finanzen und IT-Sicherheit.

Die Gruppe hat Büros in Zürich, Genf und Zug, das auch als Crypto Valley bekannt ist. Experten gehen davon aus, dass das Unternehmen derzeit das weltweit größte Ökosystem von Kryptounternehmen und innovativen Organisationen beherbergt.

Die Crypto Storage AG ist stolz darauf, die IOTA-Plattform mit unserer erstklassigen Infrastruktur zu unterstützen, da wir eine steigende Nachfrage bei unseren Kunden und den Industriepartnern von IOTA sehen, um das IOTA-Token zu ermöglichen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen, sagt Stijn Vander Straeten, CEO von Crypto Storage AG. Quelle

IOTA-Tangle auf Intel-Servern im Fog-Computing

Ganz frisch auch die Anmeldung von Intel Corporation für ein Patent auf eine Multi-Access-Edge-Computing (MEC-) Technologie. Die horizontale IT-Architektur auf Systemebene vernetzt IoT-Geräte entlang einer Cloud. Mit der Systemebene werden Ressourcen für Dienste wie Computing, Speicherung, Steuerung und Vernetzung sowie den Betrieb von IoT-Geräten verteilt. Dabei sind auch die Aufnahmen von Transaktionen möglich, die auf dem IOTA-Tangle laufen.

Passend dazu hat das Unternehmen auch einen mobilen Service zum Patent angemeldet, der speziell für das Autonome Fahren Anwendung findet. Für drahtlose Verbindungen bei Aktivitäten im Zusammenhang mit der Fahrunterstützung kann das Multi-Access-Edge-Computing mit Mobilfunknetzen wie dem 5G-Standard gekoppelt werden.

Das ermöglicht mobile Konnektivität sowie Fahrassistenzdienste für Fahrzeuge oder zugehörige drahtlose Geräte. Dabei ist die kontinuierliche drahtlose Abdeckung auch für IOTA unabdingbar. Intel stellt Server zur Verfügung, die „am Rand“ des Netzwerks“ arbeiten. Sie ermöglichen ein drahtloses, verbindungsbasiertes oder verbindungsbezogenes Routing für ein stabiles IoT.

Auch Geräte wie beispielsweise Sensoren können sich über die neue Entwicklung mit dem IoT-Netzwerk verbinden. Mit der horizontalen Architektur,- dem sogenannten Fog-Computing, werden Dienste in der Cloud verteilt. Das System ist auch in der Lage Transaktionen aus dem IOTA-Tangle zu verarbeiten.

Siemens besitzt bereits 13 Patente für IOTA-Protokoll

Inzwischen gibt es allein von der Siemens AG 13 Patente bzw. Patentanmeldungen, in denen das IOTA-Protokoll eine wesentliche Rolle spielt. Das Unternehmen sieht einen großen Bedarf an verbesserten Schutzmaßnahmen für Login-Prozesse von Dienstleistern. Mit der aktuellen Erfindung gibt es nun ein verbessertes Verfahren, mit dem sich Nutzer während der Registrierung bei einem Dienstleister vor den sogenannten Brute-Force-Angriffe schützen.

Die entsprechende Vorrichtung ist ein Computerprogramm und ein Computernetzwerk, dass dem Anmeldeprozess zusätzliche Transaktionsschritte hinzufügt und dadurch den technischen Aufwand erhöht. Außerdem entstehen Kosten für die Angreifer, da jeder der zusätzlichen Transaktionsschritte einen finanziellen Faktor enthält. Normalweise lassen Hacker mehrere Tausend Password-Kombinationen über einen Nutzer-Account laufen.

Durch das automatisierte und wahllose Ausprobieren sollen Passwörter oder Schlüssel erkannt werden. Die meisten Passwörter können sehr schnell entschlüsselt werden, so das Projekt RC5-72 der Organisation Distributed.net. So liegt die benötigte Zeit zum Entschlüsseln eines Passworts bestehend aus 3 Kleinbuchstaben und 2 Zahlen bei nur 0.03 Sekunden.

Die Siemens Erfindung benutzt direkt ausgeführte Transaktionen mit mikrofinanziellen Werttransaktionen durch verteilte Datenbanksysteme wie beispielsweise durch das Blockchain-basierte Protokoll von IOTA. Zur Bestätigung der Identität kann der Nutzer jede beliebige e-Wallet für den Anmeldeprozess nutzen, die anonyme Finanzwertdienste bereitstellt und sogar e-Wallets verschiedener Blockchain-Technologien verwenden.

Da nun jedem Transaktionsschritt zum Bestätigen der Identität finanzielle Werte zugefügt sind und Brute-Force-Attacken mehrere Tausend Versuche pro Minute auslösen, sind diese Angriffe durch die Siemens Erfindung für die Hacker mit immensen Kosten verbunden.

Digitales Bezahlsystem von Bosch kann auch IOTA nutzen

Auch bei der Robert Bosch GmbH ist man intensiv mit der Erforschung von IOTA- und Blockchain-basierten Lösungen beschäftigt. Das Patent mit der Nummer DE102018206460A1 zeigt eine Mitte April 2018 eingereichte Lösung zum Betreiben eines digitalen Bezahlsystems auf Basis von dezentralen Konten, die jeweils mehreren gerichteten azyklischen Graphen zugeordnet sind. Das Patent betrifft die entsprechende Software und ein Speichermedium sowie das Bezahlsystem.

Eine der Ausführungsformen basiert auf der verteilten Datenbank Tangle. Laut dem Patent ist der Vorteil des IOTA-Token und der auf dieser Währung basierten Lösung die Möglichkeit ein eigenes Krypto-Währungssystem aufzubauen. Vor allem die Tatsache, dass ein einzelner Softwarefehler oder Angriff nicht zur Gefährdung des gesamten Systems führen kann, ist ein Pluspunkt für die Erstellung eines weltweiten Zahlungsverkehrs bei vertretbaren Überweisungskosten.

Ohne digitale Services von Bosch wird in Zukunft kein Fahrzeug mehr unterwegs sein, so Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, Quelle

Auch in der Pharmabranche hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Das US-Unternehmen Merck nutzt die Blockchain-Technologie und das IOTA-Protokoll für zahlreiche Technologien. Insgesamt gibt es bereits drei Patente für Merck im Zusammenhang mit dem IOTA-Protokoll.

Auf Basis von künstlicher Intelligenz lassen sich mit der jüngsten Entwicklung Lieferketten schützen und Produktfälschungen besser erkennen.

Mit Hilfe von Blockchain-basierten Applikationen können physische Objekte wie Medikamente auf sicheren und verschlüsselten Wegen einen digitalen Zwilling bekommen. Mit dem digitalen Zwilling lässt sich dann die Lieferkette eines jeden Produktes nachverfolgen.

Die vernetzte Workflow-Umgebung soll auch über den Konsens des dezentralen Tangles von IOTA funktionieren, so die Patentbeschreibung.

2020 wird ein IOTA-Jahr

Fast täglich kommen neue Patente mit dem IOTA-Protokoll auf den Markt. Die großen Unternehmen sind dank üppiger finanzieller Ressourcen den kleinen und mittelständischen Unternehmen überlegen. Die derzeit absehbaren Hauptmärkte für IOTA zeigen sich in der Industrie mit Autonomen Fahren und Maschinenkommunikation, der Energiebranche, den Finanzmärkten und der Pharmaindustrie. 2020 wird ein spannendes Jahr für neue Anwendungen unter Blockchain 2.0, der Industrie 4.0 und den IOTA-Tangle. Abzuwarten bleibt auch, welche Anwendungen sich für die industrielle Nutzung und dem Autonomen Fahren etablieren können. Klar ist aber schon jetzt, dass das neue Jahrzehnt nicht besser für IOTA starten könnte.

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