IFZ FinTech Study 2019 | Fintechs gewinnen an Relevanz

Ein Bericht der SwissBanking vom 1. April 2019 verdeutlicht die Ergebnisse der diesjährigen IFZ FinTech Study. Demnach verzeichnet die Schweizer Fintech-Branche ein kontinuierliches Wachstum, während der klassische Bankensektor weiterhin stagniert. 

Fintech - Banking
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Schweizer Fintech-Branche wächst weiterhin

Die jüngste veröffentlichte IFZ FinTech Study 2019 der Luzern Hochschule verdeutlicht, die Entwicklung der Schweizer Finanzbranche. Insbesondere die Entwicklung der Fintech-Branche und der klassischen Finanzbranche in 2018 lagen im Fokus der Untersuchung. Vor allem die Positionierung klassischer Banken gegenüber der Fintech-Branche wurde durch die Forscher untersucht. 

Wie der Bericht hervorhebt, hat der Fintech-Sektor im vergangenen Jahr ein signifikantes Wachstum verzeichnet. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 356 aktive Unternehmen in der Schweiz, sodass die Branche um mehr als 62 Prozent gewachsen ist. Vor allem zeichnete sich ein Anstieg des Risikokapitals im Markt ab – dahingegen reduzierte sich das Volumen der kryptografischen Anlageklasse aufgrund der Korrektur maßgeblich. Des Weiteren hebt der Bericht hervor, dass die Fintech-Branche einer kontinuierlichen Entwicklung unterliegt. Im klassischen Finanzsektor zeichnet sich dahingegen eine rückläufige Entwicklung ab. Insbesondere bei der Anzahl der Unternehmen sowie dem beschäftigten Personal sind diese negativen Trends erkennbar. Der Bericht hebt hervor, dass die Fintechs schneller und effizienter bei der Entwicklung und Implementierung neuer Technologien sind. 

Banken müssen sich dem Wandel stellen

Vor allem die klassischen Banken müssen sich dem Wandel der Branche stellen, um weiterhin eine relevant am Markt zu sein. Auch der Anteil der Bankenbranche am Schweizer BIP nimmt weiterhin ab. Diese Entwicklung ist vor allem  auf neue Geschäftsmodelle zurückzuführen, welche einige etablierte Dienstleistungen ersetzen. 

Des Weiteren hebt der Bericht auch hervor, dass Unternehmen aus dem Bereich der Distributed Ledger Technologie und mit einem Krypto-basierten Geschäftsmodell ein besonders starkes Wachstum verzeichnen. Vor allem die branchenfreundliche Regulierung der neuen Technologien innerhalb der Schweiz beflügelt das Wachstum der Branche. 

Im März 2019 gab Ueli Maurer, der Bundespräsident der Schweiz, bekannt, dass die Regulierung des Blockchain-Sektors schnell und fokussiert geschehen müsse. Maurer hebt vor allem hervor, dass die Schweizer Behörden nach neuen Wegen suchen, um die führende Rolle im Blockchain-Sektor beizubehalten – das Land möchte der Konkurrenz stets zwei Schritte voraus sein. Des Weiteren gab die eidgenössische Bundesversammlung zu verstehen, dass der Bundesrat die bestehenden Regulierungen für Kryptowährungen zeitnah absegnen soll. Mithilfe der Regulierung soll der Rolle der Finanzaufsicht im Krypto- und Blockchain-Markt definiert werden.