Gil Medical Center plant Blockchain-Gesundheitsdienst

Der südkoreanische Krankenhausbetreiber Gil Medical Center plant die Einführung einer eigenen Blockchain-basierten Gesundheitsdatenmanagementlösung. Hierzu hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit dem Gesundheitsdatenmarktplatz Longenesis und dem Biotechnologieunternehmen Insilico Medicine abgeschlossen. 

Gil Medical Center Gebäude
Gil Medical Center Gebäude @gilhospital.com

Gil Medical Center forciert Blockchain-Gesundheitsdatenmanagementlösung

Am 23. April 2019 kündigte der südkoreanische Krankenhausbetreiber Gil Medical Center die Entwicklung einer Gesundheitsdatenmanagementlösung auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie an. Zuvor hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit Longenesis und Insilico Medicine abschließen können. Im Rahmen der Kooperation wollen die drei Unternehmen eine Blockchain-basierte Plattform entwickeln, die auf Bitfurys Exonum-Blockchain-Framework basiert. Diese Plattform soll die Effizienz der Datensammlung optimieren, medizinische Forschungsfortschritte beschleunigen und ein transparentes Management der Patienteneinwilligung ermöglichen.

Im Zuge der Zusammenarbeit stellt Longenesis ein sicheres Ökosystem für Gil Medical Center bereit. Dieses dient zum Upload, der Speicherung und der Verwaltung privater Patientendaten. Die Patienten erhalten permanenten Zugriff auf die gespeicherten Daten und können die Zugriffe nach Belieben einschränken oder erweitern. Des Weiteren soll die Plattform eine Konformität gegenüber dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) und der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) gewährleisten – das Krankenhaus bietet auch Dienst für ausländische Patienten an. 

Gil Hospital and Longenesis Announce a Research Collaboration
Gil Hospital und Longenesis @eurekalert.org

Blockchain zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Prozesse

Bereits im April haben Bitfury und Longenesis mit der Produktion eines Blockchain-basierten Berechtigungssystems für die Gesundheitsindustrie begonnen – dieses soll den Anforderungen von HIPAA sowie der EU-DSGVO entsprechen. Zuletzt gab im März ein anderes südkoreanisches Krankenhaus, das Seoul Medical Center, die Entwicklung einer Blockchain-basierten Plattform zur Verbesserung der Gesundheitsdienste bekannt. Dieses Projekt läuft unter dem Namen „Smart Hospital“ und soll die Datengenauigkeit und die Prozesszeiten innerhalb des Krankenhauses verbessern. 

Grundsätzlich wird die Blockchain-Technologie in Südkorea staatlich gefördert. Demzufolge gab die Seouler Regierung im Februar die Förderung entsprechender Unternehmen bekannt. Hierfür soll der Seoul Innovation Growth Fund als Finanzvehikel interagieren. Dieser soll bis 2022 mehr als eine Milliarde Dollar in Blockchain- und Fintech-Unternehmen investieren. Infolge dieser Investitionen soll sich vor allem der Rückstand bei der Förderungen von Blockchain- und Fintech-Unternehmen auf das Silicon Valley und London reduzieren.