Gartner erwartet Adaption der Blockchain im Lebensmittelhandel

Im Zuge einer neuen Marktstudie heben die Experten von Gartner hervor, dass die Adaption der Blockchain-Technologie im Lebensmittelhandel zunehme. Gemäß der Studie könnten bis zum Jahr 2025 mehr als 20 Prozent der größten Lebensmittelhändler die Blockchain für die Lebensmittelsicherheit und -nachverfolgbarkeit nutzen. 

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Blockchain gewährleistet Transparenz im Lebensmittelhandel 

Insbesondere die Transparenz spiele laut den Experten von Gartner eine zentrale Rolle. Die Distributed-Ledger-Technologie könne gemäß der Experten die geförderte Transparenz gewährleisten. Für die Lebensmittel bedeutet dieser Umstand, dass es einen Weg gäbe, den Nutzern vertrauenswürdige Informationen bereitzustellen. Die Experten sehen in der Blockchain ein perfektes Instrument, um diese Transparenz im Markt zu etablieren. Insbesondere die Supply Chain ließe sich auf diese Weise revolutionieren.

Zudem zeigt die Studie auf, dass es global einen steigenden Absatz im Lebensmittelhandel gibt. Dabei möchten die Kunden immer mehr Informationen über die Herkunft und Frische eines Produkts erhalten. Auch Informationen zum Produzenten des Lebensmittels nehmen eine immer wichtigere Stellung ein. Dementsprechend können Lebensmittelanbieter, die Transparenz und zertifizierte Produkte bieten, die Kunden vom eigenen Service überzeugen. 

Händler können von gesammelten Daten profitieren 

Insbesondere die Relevanz der Daten nehme kontinuierlich zu. So hebt der Bericht hervor, dass die Händler die Informationen nutzen können, um mangelhafte Produzenten aus der Lieferkette auszuschließen. Laut einer führenden Analystin von Gartner, Joanne Joliet, bereite die Lebensmittelindustrie und die Nutzung der Blockchain-Technologie in der Supply Chain den Weg für eine Massenadaption vor. 

Bereits heute experimentieren einige Unternehmen mit einer Distributed Ledger Technologie, um die Qualität der eigenen Produkte zu verbessern. Die Studie hebt hierbei vor allem internationale Konzerne wie Nestlé, Walmart oder Unilever hervor. Nestlé nutze die Distributed Ledger Technologie beispielsweise, um Produkte von der Produktionsstätte bis zum Supermarkt verfolgbar zu machen. Unilever und Walmart nutzen die Blockchain dahingegen, um kontaminierte Produkte schneller zu lokalisieren. Des Weiteren handelt es sich bei den drei Unternehmen um Partner der IBM Food Trust – ein Blockchain-basiertes Netzwerk für die Nahrungsmittel-Supply-Chain. Auch weitere Unternehmen wie Dole Food Co., Golden State Foods, McCormick und Tyson Foods Inc. sind Partner von Food Trust