Bitcoin Halving und Corona-Krise – Steigt der Kurs weiter?

Bitcoin Halving und Corona-Krise

Bitcon Halving und Corona-Krise: Das eine Event ist sehnsüchtig erwartet, das andere kann nicht schnell genug vorbeigehen. So gegensätzlich die beiden Themen auf den ersten Blick sein mögen, – sie sind enger miteinander verbunden als man denkt. Ist der Bitcoin so attraktiv, weil das Virus die Welt lahmlegt? Oder ist es doch das anstehende Halving-Event, dass den Hype um den Krypto-Coin erklären könnte?

Was passiert eigentlich, wenn wir eine zweite und dritte Ansteckungswelle kriegen? Und die nächste Zunahme an Neuinfektionen sich genau mit dem nächsten Bitcoin-Halving überschneidet? Frage über Fragen,- Zeit für eine Bestandsaufnahme!

Bitcoin Halving mitten in Corona-Krise

Dass der Mai für alle Kryptofans ein ganz besonderer Monat ist, weiß inzwischen auch der Teil der Bevölkerung, der sich nur am Rande mit digitalen Währungen wie dem Bitcoin beschäftigt. Das nächste Halving steht an und die Belohnung für die Miner halbiert sich, damit der Bitcoin nicht zur inflationären Gefahr am Kryptoasset-Markt wird.

Wie von seinem Erfinder Satoshi Nakamoto im Whitepaper verfasst, verhindert die Halbierung der ausgezahlten Coin-Belohnungen an die Miner den Wertverlust des Bitcoin. Nakamoto wollte so sicherstellen, dass der Bitcoin einen stabilen Wert behält und die Menge an Münzen nicht den Markt übersättigt. Ohnehin steht schon fest, dass am Tag X alle 21 Millionen Bitcoin geschürft werden sein.

Dann erhalten Miner keine Belohnung mehr für das Validieren von Blöcken in Form von Bitcoins, sondern lediglich Anteile aus den Transaktionsgebühren, die auf ihrem validierten Block abgespeichert werden.

Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg und das Jahr 2020 sieht sich nicht nur mit einem aufregenden Bitcoin-Halving konfrontiert. Auch leidet die Welt massiv unter den Auswirkungen von Corona. Um die wirtschaftlichen Folgen des weltweiten Lockdown abzufangen, haben nicht nur die Bundesregierung, sondern Staaten und Zentralbanken weltweit, Geld in die Hand genommen.

Davon mehr als reichlich und das in den Verkehrbringen von frischem Fiat-Geld bringt für gewöhnlich auch eine Inflation mit sich.

Wenn sich der Preis für eine Ware durch Inflation der Währung verteuert, wirkt sich dass auch auf das Kaufverhalten von Konsumenten aus. Doch wie sieht es bei Investoren aus, denn gerade die spüren das Kurs-Chaos an den Börsen ja besonders deutlich.

USA pumpen 2 Billionen US-Dollar in den Markt

Allein die USA haben während der bisher andauernden Corona-Krise rund 2 Billionen US-Dollar gedruckt. Und dieses Geld wird über Umwege, früher oder später, auch beim Bürger ankommen. Das würde nach Meinung von Charlie Shrem, einem Experten für Kryptowährungen, dazu beitragen, dass die amerikanische Bevölkerung kurzfristig ein überschüssiges Einkommen zur Verfügung hätte.

Er setzt darauf, dass diese positive Auswirkung der aktuellen Geldpolitik dazu führt, dass der Bitcoin rechtzeitig zum Halving auf neue Kursspitzen zuläuft. Schon heute, Stand 07. Mai 2020, steht die erfolgreichste Kryptowährung der Welt bei sagenhaften 9.092,83 Euro. Vor genau vier Wochen, also am 07. April 2020, lag dieser noch bei nur 6,617,64 Euro. Dem Halving sei Dank!

Doch was ist nun mit der Inflation und den finanziellen Sorgen, die sich die Welt rund um Corona und seine Auswirkungen macht? Die aktuellen Zahlen können der Expertenmeinung sogar noch Nachdruck verleihen, denn betrachtet man sich die Erwartungen für März 2020 dann lag die Inflationsrate sogar mit 1,5 % knapp unter den erwarteten 1,6 %.

Im Februar 2020 wurde die Inflationsrate in den USA sogar mit 2,3 % angegeben! Es könnte also wahr sein, was Charlie Shrem vermutet. Das viel frisches Geld in den Markt geflossen ist und

zudem bekommen die Leute genau dann ihr Arbeitslosengeld ausgezahlt, wenn sie wieder zurück in Arbeit gehen können […] und wegen der Quarantäne konnten sie in den letzten Monaten ohnehin nur wenig ausgeben.  Quelle

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Sparen oder investieren – Corona und die Folgen für BTC

Der Corona-Effekt könnte sich aber auch noch zeitlich nach hinten verschieben. Denn wer jetzt wieder zurück in den regulären Arbeitsplatz darf und die Kurzarbeit hinter sich lässt, wird sein Geld vielleicht erst mal zurücklegen wollen und die Kosten niedrig halten. Schließlich ist da ja auch noch die Problematik mit den Sommerferien. Nicht wenige hatten ihren wohlverdienten Urlaub bereits anbezahlt, als das Virus mit voller Wucht in Europa ankam.

Die EU hat gerade erst dem Vorschlag der Bundesregierung die notwendige Rechtsgrundlage abgesprochen. Dabei ging es um Gutscheine statt Erstattung für bereits bezahlte Reisen.  Doch in den letzten Wochen sind schon tausende Familien mit eben solchen Gutscheinen entschädigt worden.

Zweifelsohne hat die Corona-Pandemie für Panikverkäufe und heftige Verluste an den Finanzmärkten rund um den Globus gesorgt. Doch beim zweiten Blick zeigt sich, dass große Konzerne wie beispielsweise der Autobauer VW, ganz ohne staatliche Hilfe auskommen. Während die Rufe nach neuen Prämien im Raum stehen, scheint es den Autobauern trotz stillstehender Produktionsbänder und Kurzarbeit also ausgesprochen gut zu gehen.

Es hat sich recht schnell gezeigt, welche Branchen die größte Lobby haben und mit jeder frohen Kunde aus dem Wirtschaftsministerium steigt der Kurs des Bitcoin weiter an. Woher kommen aber diese Kursteigerungen, wenn es doch eigentlich der Mehrheit der Bürger in unserem und vielen anderen Ländern weltweit, finanziell schlecht geht?

Handelsaufkommen bei Binance trotz Corona gestiegen

Der CEO und Gründer der Kryptobörse Binance, Changpeng Zhao, bringt es auf den Punkt. Mit dem erhöhten Handelsaufkommen von 3 bis 5 mal so viel wie vor Corona, sieht er ein positives Zeichen für Bitcoin und den Kryptomarkt. Denn mehr Investoren in den Sektor strömen, bleiben die Preise normalerweise nicht allzu lange unten. Am 13. März 2020 lag der Bitcoin bei nur rund 4.100 Dollar.

Mit Blick auf den heutigen Kurs ist klar, von Finanzsorgen ist das Investmentgeschäft derzeit offensichtlich nicht gebeutelt. Der Aktionär, Publikation der Börsenmedien AG in Deutschland, schreibt in seiner Online-Ausgabe vom 17.04.2020:

Bitcoin und die meisten anderen Kryptowährungen konnten sich dem Abverkauf nicht entziehen, doch seit Wochen läuft eine Gegenbewegung. Quelle

Auch wenn nicht wenige Investoren und Branchenkenner das anstehende Halving als Katalysator für die weitere Kursentwicklung des Bitcoin sehen, bleibt eine Frage noch immer unbeantwortet:

Was passiert, wenn neue Lockdown-Maßnahmen beschlossen werden? Oder das Land gar eine zweite Welle von Neuinfektionen verkraften muss, mit dem Bitcoin-Halving und dem Kursverlauf?

Bitcoin Halving verhindert Inflation

Das Halving führt zur Halbierung der Belohnung für die Miner. Die Anzahl der in den Markt gebrachten Bitcoin bliebt begrenzt und einer Inflation wird entgegengewirkt. Genauso hat es der Bitcoin-Schöpfer gewollt. Allerdings wütete 2008 auch kein Coronavirus um sich und legte den ganzen Erdball lahm.

Wird weiter Geld in den Markt gepumpt und werden noch mehr finanzielle Staatshilfen verteilt, sinkt die Kaufkraft der Bürger. Gleichzeitig wird erwartet, und bisher scheinen sich diese Annahmen zu bestätigen, dass der Bitcoin neue Kurshöhen erleben wird. Wo kommt das Geld zum Kauf von Bitcoin nun aber her?

Investoren können die eine oder andere Krise weglächeln, denn sie sind starke Schwankungen aus ihrem Aktien-Tagesgeschäft gewöhnt. Und jeder weiß, der Bitcoin ist eng an den Aktienmarkt gebunden. Doch trotzdem vollzieht die älteste Kryptowährungen geradezu Freudensprünge und das Asset konnte sich trotz Corona jüngst signifikant erholen.

Schon lange vor Corona hatten sich Kryptoenthusiasten und Investoren gleichermaßen auf das ca. Mitte Mai stattfindende Halving vorbereitet und Bitcoin gekauft. Während die Profis in der Branche genau wussten, dass das Halving aller Wahrscheinlichkeit nach wieder zu einer Preissteigerung führen würde, verkauften Neu-Anleger und Laien ihre wertvollen Coins, um wieder liquide zu sein.

Bitcoin zeigt Kraft als “digitales Gold”

Wer diesem nachvollziehbarem Drang nachgegeben hat, schaut jetzt leider zu, wie sich der Bitcoin täglich in neue Höhen schraubt. Investoren und Kenner des Kryptomarktes jedoch profitieren von den Kursgewinnen und sehen sich abermals bestätigt in der Aussage, dass der Bitcoin als digitales Gold einiges Tages den Wert von echtem Gold übersteigen wird. Die Tendenzen sehen derzeit überaus rosig dafür aus, trotzdem muss man abwarten, was nach dem Halving passiert.

Und kommen weiterer Schließungen und Kontaktbeschränkungen, etwa durch steigende Zahlen von Neuinfektionen oder Toten auf uns zu, dann wird der Bitcoin wohl ungeachtet dessen, auch weiterhin aufwärts streben. Bitcoin-Halving hin oder her und offensichtlich nach der Devise: “Komme, was wolle” wird das digitale Gold seinem Namen einmal mehr als gerecht.

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