Bitcoin-ETFs | SEC fordert mehr Kommentare zur Listung

Am 20. September gab die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde, die Securities and Exchange Commission (SEC), bekannt, dass noch weitere Kommentare für die Listung eines Bitcoin-ETFs benötigt werden. Die entsprechenden Bitcoin-ETFs sollen von den New Yorker Firmen VanEck und SolidX aufgelegt werden. Die finale Entscheidung wird demnach erst im Jahr 2019 fallen.

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Flagge der Securities and Exchange Commission @wikimedia.org

Die Besonderheit eines Bitcoin-ETFs

Wie die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde in einem offiziellen Statement mitteilte, werden weitere Kommentare zur Listung eines Bitcoin-ETFs benötigt. Aus einem offiziellen Statement vom 20. September geht hervor, dass der ETF der New Yorker Unternehmen VanEck und SolidX noch nicht offiziell aufgelegt werden kann. Die Entscheidung wird voraussichtlich auf 2019 verschoben.

Generell gelten Exchange Traded Funds (ETFs) als ein besonders beliebtes Investmentvehikel. Experten sehen in der Listung eines entsprechenden passiven Fonds einen Meilenstein zur Adoption von Kryptowährungen. Generell ist ein ETF mit dem Wert des dahinterliegenden Wertes gekoppelt und agiert dementsprechend als Indexfonds.

Zudem dient ein solcher Indexfonds als Investmentvehikel für private und institutionelle Anleger. Ein Bitcoin-ETF würde sich dementsprechend am Wert des Bitcoins orientieren und das indirekte Erwerben der Kryptowährung ermöglichen. Damit hätten vor allem Versicherungen, Banken und Fonds die Möglichkeit in die Währung zu investieren. Der Kauf des entsprechenden Tokens und die Aufbewahrung in einer Wallet würde demnach entfallen. Aus diesem Grund würde die Genehmigung eines solchen ETFs den Weg zur Mainstream-Adoption ebnen.

VanEck und SolidX fokussieren die Finanzmärkte

Vor allem die New Yorker Unternehmen VanEck und SolidX streben die Auflage eines solchen ETFs an. Noch im Juli 2016 versuchte SolidX die Auflage eines eigenen ETFs. Im August 2017 unternahm VanEck einen identischen Versuch. Beide ETFs wurden von der SEC abgelehnt. Mittlerweile arbeiten beide Unternehmen zusammen an der Listung eines Bitcoin-ETFs. Dieser könnte nun den Weg an die internationalen Finanzmärkte schaffen. Dabei wird der Bitcoin-Preis anhand von Angebot und Nachfrage auf den OTC-Märkten berechnet. Die Kurse an den Krypto-Handelsplätzen spielen dabei keine Rolle mehr. Der Antrag zur Auflage des ETFs wurde bereits am 6. Juni bei der SEC eingereicht.

Die vorangegangenen ETF-Projekte, welche von der SEC abgelehnt wurden, wiesen jedoch einen entscheidenden Unterschied auf. Bisher hat kein Unternehmen ein reales Investment in die Kryptowährung getätigt. VanEck und SolidX wollen allerdings die entsprechende Bitcoin-Menge kaufen und als Sicherheit hinterlegen. Somit werden die Investoren vor einem hohen Verlust aufgrund der fehlenden Sicherheit geschützt. Zudem soll der Preis des ETFs hoch angesiedelt werden, sodass vor allem institutionelle Anleger in diesen ETF investieren.

Entscheidung über die ETF-Auflage wurde verschoben

Wie bereits angemerkt, wurde der Antrag bei der SEC am 6. Juni 2018 eingereicht. Bisher steht eine finale Entscheidung über die Auflage des ETFs aus. Bereits am 7. August teilte die SEC mit, dass die Entscheidung auf den 30. September verschoben wird. Zu diesem Zeitpunkt erhielt die SEC mehr als 1.300 Kommentare über die Änderung der Rahmenbedingungen, denn die Auflage eines Blockchain-basierten ETFs wäre eine Neuheit.

Am 20. September teilte die Börsenaufsichtsbehörde nun mit, dass noch mehr Kommentare für die Entscheidung benötigt werden. Bisher wurde aus den Kommentaren kein eindeutiger Konsens extrahiert, sodass nun weitere Kommentare von potenzielle Interessenten benötigt werden. Die Entscheidung der SEC wurde nun bis zum Februar 2019 aufgeschoben. Es zeigt sich, dass die SEC bisher kein klares Meinungsbild zur Blockchain-Technologie und den damit verbundenen Kryptowährungen hat. Bisher wurden sämtliche Anfragen von der Behörde abgelehnt, sodass eine Zustimmung die weitere Entwicklung beschleunigen könnte. Eine erneute Ablehnung würde dahingegen die Zurückhaltung des Finanzmarktes widerspiegeln.