World Bee Project und Oracle setzen auf Blockchain in der Supply Chain

Oracle und das World Bee Project (WBP) kooperieren bei der Einführung der Blockchain-Technologie in der Honig Supply Chain. Demnach unterstützt der US-Konzern das Projekt bei der Entwicklung eines eigenen Labels, welches zur Identifizierung eines ökologischen und nachhaltigen Anbaus dient. Jeder Teilnehmer der neuen Honig Supply Chain soll demnach Informationen in die vorhandene Distributed Ledger Technologie hochladen – diese soll auf der Blockchain-Plattform von Oracle basieren. 

WBP Logo @WorldBeeProject.org
WBP Logo @WorldBeeProject.org

Disruption des Honigmarktes durch den Einsatz der Blockchain

Am 5. Juli 2019 veröffentlichte Ledgerinsights einen Bericht, in dem eine Kooperation zwischen WBP und Oracle thematisiert wird. Beide Kooperationspartner arbeiten an der Disruption der Supply Chain des Honigmarktes. Durch die Einführung eines Labels namens „Bee Mark“ soll eine Garantie für nachhaltigen und ökologisch erzeugten Honig entstehen. Dem Bericht zur Folge sollen alle Teilnehmer des Liefernetzes Informationen in ein DLT-System – der Oracle Blockchain Plattform – hochladen. Die dort gespeicherten Daten sind unveränderbar. Zudem stellt die Plattform sicher, dass sich der Honig bis an den Ursprung zurückverfolgen lässt. 

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Des Weiteren dient BeeMark auch als eine Quelle zur Datenanalyse. Dementsprechend ermögliche die gespeicherten Daten einen Rückschluss zur Biodiversität der angebauten Pflanzen zu. Hierbei handelt es sich allerdings um einen umfassenderen Teil des Projekts, welcher sich mit dem Rückgang der Bienenpopulation auseinandersetzt. Dementsprechend sollen die erhobenen Daten zur Ableitung Lösungsansätzen dienen und ein effektives Populationsmanagement ermöglichen. Insbesondere der Rückgang der globalen Bienenpopulation gibt Anlass zur Sorge. Immerhin sind die meisten Pflanzen auf eine Bestäubung durch Insekten angewiesen, um Früchte zu tragen. 

WWorld Bee Project untersucht das Aussterben der Bienenpopulation 

Insbesondere die Populationen klassischer Honigbienen sinken rapide. Allein in Europa gibt es einen Rückgang um 25 Prozent seit 1999. In den USA beträgt die Reduktion der gezählten Bienenstämme 40 Prozent – als Vergleichszeitraum dient das Jahr 2008. Vor allem für das bestehende Agrarsystem ist dies ein Risiko, denn Bienen fungieren als primärer Bestäuber. 

Neben der reinen Entwicklung von BeeMark hat Oracle angekündigt, dass eine besondere, in Bienenstöcken installierte, Technologie das Verhalten und die Gesundheit der Bienen überwachen soll. So ermöglichen beispielsweise akustische Signale eine frühzeitige Identifizierung von Problemen. Laut Oracle haben die Imker somit bereits 21 Tage vor dem offensichtlichen Eintritt eines Problems die Möglichkeit zu reagieren. Das World Bee Project und Oracle haben zudem in der Vergangenheit ein Projekt positiv gestaltet. Hierbei griffen die Kooperationspartner auf Informationen der Lieferanten zurück, welche auf der Blockchain bereitstanden. Da sich nun die Echtheit des Honigs sicherstellen lässt, gehen die Partner nun zur nächsten Projektphase über. Diese dient zur Absicherung der Nachhaltigkeit sowie der ökologischen Herkunft des Honigs. 

Die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln spielt eine besonders wichtige Rolle, um die Nachhaltigkeit nachweisen zu können. Diese Relevanz hat auch der Schweizer Lebensmittelhersteller Nestlé erkannt und sich als erster großer Lebensmittelhersteller der WWF Open Supply Chain (WWF OpenSC) angeschlossen. Durch die Teilnahme an der an diesem Netzwerk möchte der Lebensmittelkonzern die Rückverfolgbarkeit der eigenen Produkte sicherstellen. Bei OpenSC handelt es sich um eine DLT-Plattform, die vor allem zur Überprüfbarkeit der Nachhaltigkeit dient. Dementsprechend basiert OpenSC auf der Blockchain-Technologie (Was ist Blockchain?) und ermöglicht den Kunden die Überprüfung der Herkunft eines Nahrungsmittel.