Chinesische Walmart-Tochter plant die Nachverfolgung von Lebensmitteln

Walmart China plant die Nachverfolgung von Lebensmitteln mithilfe der Blockchain. Hierbei soll die von VeChain entwickelte Thor Blockchain zum Einsatz kommen. Laut eines VeChain-Berichts soll die Walmart China Blockchain Traceability Plattform als Joint Venture von Walmart China, VeChain, PricewaterhouseCoopers, Cattle Company Inner Mongolia Kerchin und China Chain-Store & Franchise Association entstehen. 

Walmart China Logo @corporate.walmart.com
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Walmart China Blockchain Traceability Plattform – die neue Plattform für die Supply Chain 

Aus einer Pressemitteilung vom 25.Juni 2019 von VeChain geht hervor, dass die chinesische Walmart-Tochter die Nachverfolgung von Lebensmittellieferungen per Blockchain verfolgen möchte. Hierfür ist das Unternehmen eine Kooperation mit VeChain, PricewaterhouseCoopers, Cattle Company Inner Mongolia Kerchin und China Chain-Store & Franchise Association eingegangen. Hierbei findet die Zusammenarbeit der Unternehmen innerhalb des Joint Ventures Walmart China Blockchain Traceability Plattform (WCBTP) statt. Die Ankündigung des Voint Ventures fand im Rahmen des diesjährigen China Products Safety Pilicity Week Traceability System Construction Seminars statt. Das Event haben Walmart China und die CCFA in Peking organisiert. 

Bereits zur Vorstellung des Projekts konnte die chinesische Tochter des Großkonzerns 23 Produktlinien vorstellen, welche sich mithilfe des Systems überwachen lassen. In Zukunft sollen weitere 100 Produktlinien folgen, sodass das Unternehmen insgesamt 10 Produktkategorien mithilfe einer Blockchain nachverfolgen kann. 

Joint Venture hat hohe Erwartungen an das neue System 

Aus der vorliegenden Pressemitteilung geht hervor, dass das Joint Venture große Anforderungen an das neue System hat. Demnach erwarten die Experten von Walmart, dass die aufgezeichneten Daten ein signifikantes Volumen erreichen könnten. So erwartet Walmart bereits jetzt, dass sich rund 50 % des jährlichen Gesamtumsatzes an verpackten Frischfleischprodukten mithilfe des neuen System überwachen lässt. Auch das verpackte Gemüse lässt sich demnach über die Blockchain verfolgen – hier erwarten die Experten eine Abwicklung von 40 Prozent. Schlussendlich ließen sich auch 12,5 Prozent des verfügbaren Gemüses auf diese Weise weiterzuentwickeln. Aus dem Bericht geht zudem auch hervor, dass der Umsetzungszeitraum für diese Zielquoten bis 2020 angesetzt ist. 

Vor allem innerhalb China verfolgt der Staat einen restriktiven Ansatz bei den Unternehmen, die mit der Blockchain arbeiten dürfen. Insgesamt gibt es lediglich 197 Unternehmen, die eine Freigabe durch die chinesische Cyberspace-Behörde erhalten haben. Nunmehr haben sich mit Walmart und VeChain zwei kompetente Kooperationspartner für die Umsetzung eines solchen Projekts gefunden. Walmart konnte in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit der IBM-Lösung machen. Seit diesem Zeitpunkt beantragte das Unternehmen unterschiedlichste Patente mit einem Bezug zur Blockchain oder Distributed Ledger Technologie. Nach den ersten Erfolgen möchte das Unternehmen das weitere Voranschreiten in diesem neuartigen Technologieumfeld vorantreiben.