Uber Health kooperiert im Gesundheitssektor mit Solve.Care

Der Fahrdienst Uber setzt mithilfe seiner Tochtergesellschaft Uber Health nun verstärkt auf den Gesundheitssektor. Folglich hat das Tochterunternehmen nun den ersten Schritt unternommen und eine Partnerschaft mit dem Blockchain-Startup Solve.Care geschlossen. Durch dieses Vorgehen intensiviert Uber die eigenen Anstrengungen im Blockchain-Sektor. 

Uber Health Logo @Uberhealth.com
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Uber Health nutzt die Blockchain im Gesundheitssektor 

Der Mobilitätsanbieter Uber vollzieht mithilfe seines Tochterunternehmens Uber Health den Einstieg in den Gesundheitssektor. Laut eines Berichts des Blockchain-Startups Solve.Care vom 9. Juli 2019 haben die beiden Unternehmen eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Für Uber ist diese Entscheidung relevant, um den Anschluss an den Wettbewerb zu halten – zuletzt kündigte Lyft den Einstieg in den Gesundheitssektor an. Allerdings bedeutet die Kooperation mit Solve.Care auch, dass Uber den Sprung in den Blockchain-Markt vollzieht. Hierbei steht vorerst die Gesundheitsbranche im Fokus der technologischen Neuausrichtung. Außerdem heben die Unternehmen hervor, dass Solve.Care-Kunden in Zukunft auch beim US-amerikanischen Mobilitätsanbieter per Kryptowährung bezahlen können. 

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Das offizielle Statement der beiden Unternehmen belegt vor allem das Interesse des Mobilitätsdienstleisters an den Distributed Ledger Technologien. Mittlerweile verdeutlicht der Konzern, dass er sich mit den Vor- und Nachteilen der neuen Technologie auseinandergesetzt hat. Wie Forbes in einem Artikel verdeutlichte, soll Solve.Care zudem Zugriff auf gesamte US-Flotte des Mobilitätsdienstleisters erhalten.

Durch diese Maßnahme wollen die beiden Kooperationspartner dazu beitragen, dass Patienten und Pflegepersonal ein erschwingliches Transportmittel erhalten. Für das Blockchain-Startup steht zudem die Vermeidung von Versicherungsbetrug im Fokus der weiteren Entwicklung. Solve.Care möchte laut den eigenen Angaben mithilfe der Distributed Ledger Technologien das Aufkommen von Versicherungsmanipulationen im Versicherungsmarkt signifikant reduzieren. Die Kooperation mit einem Mobilitätsunternehmen bietet den Kunden dabei einen weiteren Mehrwert. Dementsprechend profitieren die Kunden von einem besseren End-to-End-Erlebnis. Folglich umfasst der Service nicht nur die flexiblen Zahlungsmöglichkeiten, sondern auch den Transport im Bedarfsfall.

Revolution des Gesundheitsmarktes durch den Einsatz der Blockchain 

Laut Dan Trigub, der Geschäftsführer von Uber Health, ist der Krankentransport in den USA ein schwerwiegendes Problem. Dementsprechend verpassen rund 3,6 Millionen US-Amerikaner jährlich Arzttermine aufgrund mangelnder Transportmöglichkeiten. Hierdurch entstehen Kosten in der Primärversorgung in Höhe von 150 Mrd. US-Dollar. Durch die Konformität der Dienste und APIs des Unternehmens mit dem U.S. Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPPA) könne Uber Health auch mit Dritten kooperieren. 

Allerdings ist der US-Mobilitätskonzern nicht der erste Mobilitätsdienstleister, der den Schritt in den Gesundheitsmarkt unternimmt. Vielmehr hat der Hauptkonkurrent Lyft bereits im März dieses Jahres eine Kooperation mit Solve.Care abgeschlossen. Beide Unternehmen streben auch hier ein End-to-End-Geschäftsmodell für den Gesundheitsmarkt an. Für Kunden besteht zudem die Möglichkeit das CARE-Token als Zahlungsmethode zu verwenden. Dementsprechend besteht in Zukunft die Möglichkeit, den Krankentransport mithilfe von Kryptowährungen zu bezahlen. Allerdings gibt es hier eine entscheidende Einschränkung für die Nutzer, denn der Dienst kann nicht im Notfall oder bei offiziellen Einsatzfahrzeugen genutzt werden. Nichtsdestotrotz stellt diese eine Erweiterung des bestehenden Geschäftsmodells dar und unterstützt Uber Health bei der weiteren Adaption der Blockchain-Technologie (Was ist Blockchain?).