Südkorea investiert Millionen in Blockchain-Technologie

Die Regierung von Südkorea plant für das Jahr 2019 umfangreiche Investitionen in die Wirtschaft. Im Vergleich zu 2018 sollen die Investitionen im nächsten Jahr um ungefähr 62 Prozent ansteigen. Die Regierung will auch in die Entwicklung einer Blockchain-Technologie investieren, um die Sicherheit von Datenübertragungen zu sichern und die Shared Economy auszubauen.

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Flagge von Südkorea @wikipedia.org

Fahrplan in die Blockchain-Technologie schon im Juni 2018 vorgestellt

Bereits im Juni 2018 hat die Regierung von Südkorea einen Fahrplan für die Entwicklung der Blockchain-Technologie vorgestellt. Das Land will in den kommenden Jahren Millionen in die Forschung investieren. Bis 2022 sind Investitionen von 230 Miliarden Won in die Entwicklung der Blockchain-Technologie geplant. Das entspricht 176,2 Millionen Euro. Die südkoreanische Regierung hat große Pläne:

  • Änderung der Einstellung zur Blockchain-Technologie
  • Südkorea soll zu einem Schwerpunkt der Branche werden
  • Schaffung von ca. 10.000 Stellen in der Branche
  • Unterstützung von 100 Unternehmen
  • Förderung von sechs Pilotprojekten

Konkretisierung der Pläne im Meeting “Wachstum durch Innovation”

Auf dem Meeting “Wachstum durch Innovation” am 13. August stellte Vize-Premierminister Kim Dong Yeon den Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre vor. Wie auf der Webseite des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen ersichtlich ist, will die Regierung nicht nur in die Entwicklung der Blockchain-Technologie, sondern auch in die Verarbeitung großer Datenmengen und in künstliche Intelligenz investieren. Ziel der Investitionen ist Sicherheit im Datenmanagement und die Weiterentwicklung der Shared Economy, bei der es um das systematische Ausleihen und gegenseitige Bereitstellen von Wirtschaftsgütern geht. Die Regierung von Südkorea will Blockchain-Startups verstärkt fördern. Zusammen mit anderen Bereichen der Regierung will das Ministerium für Informations- und Kommunikationstechnologie sechs Pilotprojekte unterstützen, die Blockchain im öffentlichen Dienst nutzen. Gegenstand dieser Projekte sind:

  • Online-Wahlen
  • Zollabfertigung
  • marine Logistik
  • Austausch elektronischer Dokumente zwischen Ländern
  • Verwaltung von Daten aus der Viehzucht

Sind diese Projekte erfolgreich, können sie weitreichende Folgen haben. Die Regierung will sich darüber hinaus verstärkt auf die Entwicklung von Dienstleistungen konzentrieren. Unternehmen, die sich mit Bitcoin als Service beschäftigen, sollen verstärkt von der Regierung unterstützt werden. Südkorea will industriespezifische Forschungszentren errichten, die vergleichbare Analysen über die Krypto-Marktbedingungen im eigenen Land und im Ausland liefern.

Probleme bei der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen

Auf dem Meeting am 13. August wurden die Probleme bei der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen angesprochen. Eine privat-öffentliche Arbeitsgruppe reist durch Südkorea, um Unternehmen zu besuchen und mehr über die Schwierigkeiten bei der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu erfahren. Die Arbeitsgruppe will entsprechende Mittel zur Lösung der Probleme bereitstellen. Sie arbeitet eng mit den örtlichen Regulierungsbehörden zusammen, um geeignete Lösungen zu finden.
Weitere Informationen über die Investition der Regierung von Südkorea in die Blockchain-Technologie sind in englischer Sprache auf moef.go.kr zu finden.