Sony mit Blockchain-System zur Rechteverwaltung

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat am Montag, den 15. Oktober bekannt gegeben, dass das Unternehmen an einer Blockchain-basierten Erweiterung für das eigenentwickelte Rechtemanagement arbeitet. Das Projekt wird durch Sony Music Entertainment Japan und Sony Global Education vorangetrieben.

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Sony Center Berlin @wikimedia.org

Sony entwickelt Blockchain-basierte Erweiterung für bestehendes System

Aus dem Bericht vom 15. Oktober 2018 geht hervor, dass Sony durch die beiden Unternehmen Sony Music Entertainment Japan und Sony Global Education an einer Erweiterung für das bestehende System zur Rechteverwaltung arbeitet. Bisher hat das Projekt noch keinen offiziellen Namen. Allerdings gab das Unternehmen zu verstehen, dass der aktuelle Fokus auf der Verwaltung von Rechte-gebundenen Informationen schriftliche Arbeiten liegt.

Diese neue Ankündigung kommt nun mittlerweile ein Jahr nach der letzten Blockchain-bezogenen Veröffentlichung, welche der Konzern traf. In 2017 kündigte der Konzern an, dass er an der Entwicklung einer Blockchain-Plattform für den Education-Bereich arbeitet.

Dabei sollte eine Kooperation mit dem Wettbewerber IBM die Entwicklung der Blockchain-Plattform beschleunigen. Im Rahmen der Ankündigung merkte Sony zudem an, dass das neue System auf der bestehenden Software von Sony und Sony Global Education basieren wird. Zum aktuellen Zeitpunkt dient dieses System zur Authentifizierung, zum Teilen und zur Rechteverwaltung von Schulungsunterlagen. Außerdem bietet dieses System weitere Features, die zur Bearbeitung von Rechte-relevanten Informationen dienen.

Im Rahmen der jüngsten Veröffentlichung teilt Sony mit, dass der technische Fortschritt dazu beiträgt, dass immer mehr Menschen digitalen Content erstellen und teilen können. Allerdings liegt die Rechteverwaltung noch immer in der Hand von größeren Organisationen und nur in wenigen Fällen beim Content-Ersteller. Aus diesem Grund soll eine effizientere Verwaltung der Rechte mittels der Erweiterung ermöglicht werden. Im ersten Zuge sind vor allem Rechte an literarischen Werken von dieser neuen Funktion betroffen.

Effiziente Rechteverwaltung treibt Entwicklungen voran

In der Vergangenheit zeigte sich, dass die Verwaltung und der Schutz von Rechten eine besondere Relevanz einnehmen. Um eine Verfälschung von Rechten zu verhindern, haben sich zahlreiche Projekte mit Blockchain-basierten Lösungen auseinandergesetzt. Allerdings zeigt sich auch, dass diese Projekte jeweils einen spezifischen Fokus auf unterschiedliche Nischen legen.

Dahingegen steht bisher noch nicht fest, wie Sony die Blockchain-Technologie zur Verwaltung der individuellen Rechte nutzen wird. Bisher hat Sony die Technologie eher als Möglichkeit zur Dokumentation von verifizierbaren Daten interpretiert. Vor allem die schwere Manipulierbarkeit der Daten wird dabei als Vorteil interpretiert. Auch die Sony Group gab jüngst bekannt, dass der Konzern die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie untersucht. Auch hier liegt der Fokus auf dem Informationsmanagement sowie der Datendistribution. Die Funktionen werden im Rahmen unterschiedlicher Anwendungsfelder untersucht.

Dass der Elektronikkonzern bisher nicht untätig bei der Blockchain-Entwicklung war, zeigen auch zwei Patente, die beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt eingereicht wurden. Durch die Patente möchte Sony das Design und die Struktur von Blockchain-Hardware maßgeblich verändern. Das erste Patent beschreibt dabei ein elektronisches Gerät, welches für die Wartung einer Blockchain, die auf mehreren elektronischen Nodes basiert, genutzt werden kann. Mit dem zweiten Patent beschreibt Sony eine Möglichkeit zur Wartung einer Blockchain durch virtuelle Nodes. Zudem sollen diese virtuelles Nodes zu einer Steigerung der Sicherheit beitragen.