Schweizerische Bundesbahn testet Blockchain-basiertes ID-Management

Die schweizerische Bundesbahn hat erfolgreich den Test eines autonomen, Blockchain-basierten ID-Management-Systems abgeschlossen. Bereits in der Vergangenheit wurde bekannt, dass das Unternehmen an der Entwicklung von Blockchain-basierten Use Cases arbeitet.

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Blockchain-System soll bei Mitarbeitern angewendet werden

Die schweizerische Bundesbahn haut laut eines Medium-Berichts vom 12. November 2018 den Test eines eigenen Blockchain-Identity-Management-Systems abgeschlossen. Bereits in der Vergangenheit wurde bekannt, dass das Unternehmen nach Use Cases für den Einsatz der Blockchain-Technologie sucht. Das neue Identitätsmanagementsystem wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen Linum Labs entwickelt. Linum Labs ist ein Blockchain-Unternehmen, welches einen Fokus auf die Entwicklung dezentraler Systeme legt und dafür auf das Ethereum-basierte Identitätsmanagementprotokoll uPort zurückgreift.

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Aus dem Bericht geht hervor, dass das Identitätsmanagement-System, welches vor allem von Mitarbeitern aus dem Konstruktionsbereich genutzt werden soll, von Mai bis November 2018 getestet wurde. Das neue System soll vor allem dazu beitragen, dass die Effizienz papierbasierter Prozesse maßgeblich gesteigert wird. Dafür sollen diese Prozesse in eine agile und digitale und nicht manipulierbare Arbeitsumgebung eingepflegt werden. Das Unternehmen hat sich hierbei für eine Blockchain-basierte Lösung entschieden.

Mitarbeiter haben Tests erfolgreich abgeschlossen

Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass die Mitarbeiter als Tester fungiert haben. Hierfür haben diese die uPort App, welche für mobile Endgeräte verfügbar ist, genutzt. Anschließend wurde mithilfe der DApp eine digitale Identität (ID) angelegt. Diese ID sollten die Mitarbeiter anschließend für das Ein- und Auschecken in der Fertigung und Entwicklung benutzen. Anschließend konnte das System nachvollziehen, ob Mitarbeiter an- oder abwesend waren.

Auch im Rahmen von Schulungsmaßnahmen fand das neue Identitätsmanagement Anwendung. Aus einem Blogbeitrag von Linum Labs geht hervor, dass ein solches Blockchain-System besonders gut für den Einsatz in Fertigungsbereich geeignet ist. Hierdurch erhalten die Mitarbeiter die Möglichkeit, die eigene digitale Identität zur Verifizierung bei verschiedenen Unternehmen zu benutzen. Die Unternehmen haben somit keine Möglichkeit die Daten des Angestellten zu verwalten. Somit entfallen die zahlreichen unternehmensinternen Zertifikate, welche zur Bestimmung der ID beitragen. Für die Unternehmen biete sich dahingegen eine bessere Chance, um das Arbeitsverhalten der Mitarbeiter nachzuvollziehen.

Insgesamt erfreut sich die Blockchain-Technologie einem steigenden Interesse in der Transportindustrie. So hat das schweizerische Unternehmen Swissport im Mai bekannt gegeben, dass es an der Optimierung des Cargo-Geschäfts arbeitet. Hierbei soll ein Blockchain-System die Effizienz einzelner Prozesse optimieren. Laut Hendrik Leyssens, dem Leiter des Cargo-Bereichs, könnte die Blockchain Transaktionen beschleunigen, die Sicherheit verbessern und die operativen Kosten senken.

Auch Lloyd’s Register, eine Klassifizierungsgesellschaft aus dem Maritime-Bereich, hat ein Blockchain-basiertes Klassifizierungsregister für Schiffe entwickelt. Mithilfe dieses neuen Systems möchte das Unternehmen die Klassifizierung sowie die anschließende Registrierung neuer Schiffe beschleunigen. Zusätzlich plant das Unternehmen die Veröffentlichung eines Blockchain-basierten Registrierungsservice.