Ray Dalio: “Lieber Bitcoin als Anleihen”

Ray Dalio: Lieber Bitcoin als Anleihen

Der milliardenschwere Investor und berühmte Hedge-Fonds-Manager Ray Dalio hat in einem Interview auf der Krypto-Konferenz Consensus erklärt, dass er lieber BTC als Anleihen kaufen würde.

Das Interview vom 6. Mai wurde am Pfingstmontag erstmals ausgestrahlt. Darin beschrieb der Co-Vorsitzende und Co-CIO von Bridgewater Associates Bitcoin als ein besseres Instrument zum Sparen als Staats- oder Unternehmensanleihen.

Doch Ray Dalios Meinung zu Bitcoin war nicht immer so positiv, wie sie es heute zu sein scheint. Auch er hat erst im Laufe der Zeit erkannt, dass es kaum ein Vorbeikommen an Bitcoin gibt, möchte man für die finanzielle Zukunft gerüstet sein.

Ray Dalio enthüllt seine Investition in Bitcoin

Der Milliardär Ray Dalio, der den größten Hedgefonds der Welt gegründet hat, enthüllte am Montag auf einer Konferenz, dass er “etwas” Bitcoin besitzt und nannte die Kryptowährung einen besseren Schutz vor Inflation als Anleihen.

Das ist ein bemerkenswerter Meinungswechsel von Dalio, galt er doch jahrelang als Bitcoin-Skeptiker. Die Veröffentlichung seiner Aussage kam, als sich der Markt von einem 1,3 Billionen US-Dollar-Crash erholt, nachdem er um das 10-fache gestiegen ist und im vergangenen Jahr fast 2,4 Billionen US-Dollar an Wert zugelegt hat.

Allerdings fand die Aufzeichnung des Interviews bereits am 6. Mai statt. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich der Bitcoin Kurs noch bei etwa 57.000 US-Dollar.

Je mehr wir Spareinlagen in [Bitcoin] erzeugen, desto mehr könnte man sagen: 'Ich habe lieber Bitcoin als eine Anleihe.' Ich persönlich hätte lieber Bitcoin als eine Anleihe.

Dalio fügte hinzu, dass je mehr Ersparnisse in Kryptowährungen fließen, desto weniger Macht haben Regierungen über das Kapital der Durchschnittsbürger.

Ray Dalio mahnt zur Vorsicht

Trotz der Betonung der Vorteile einer Investition in BTC merkte Dalio jedoch an, dass “das größte Risiko von Bitcoin sein Erfolg ist”. Er spekulierte, dass die in letzter Zeit stark gestiegene Popularität und Performance von Krypto-Assets der Auslöser für ein umfassendes staatliches Durchgreifen in diesem Sektor sein könnte.

"Eine der großen [...] Sorgen ist, dass die Regierung die Fähigkeit hat, [...] Bitcoin oder die digitalen Währungen zu kontrollieren. Sie wissen, wo sie sind, und sie wissen, was vor sich geht."

Ray Dalio

Co-Chairman und Co-CIO - Bridgewater Associates

Bestes Beispiel dafür, dass sich Dalios Aussage bewahrheitet, ist die aktuelle Lage in China. Vergangene Woche veröffentlichten drei chinesische Branchenverbände, welche den Finanzsektor beaufsichtigen, in einer Mitteilung, dass Bank- und Zahlungsinstitute keine Geschäfte im Zusammenhang mit Kryptowährungen mehr tätigen dürfen.

Darüber hinaus erteilten sie ein Verbot für eine Reihe von Aktivitäten, darunter die Registrierung von Kryptowährungen, den Handel und die Abwicklung.

Krypto-Bann in China

Die Richtlinien, die ein früheres Verbot aus dem Jahr 2017 wiederholen, verbieten Finanzinstituten auch, Kryptowährungen in Zahlungen oder Abrechnungen zu akzeptieren oder zu verwenden. Die Entwicklung digitaler Währungsumtauschdienste und -plattformen sowie diese für Kunden anzubieten, fällt ebenso unter das Verbot.

Die Ankündigung wurde von drei Organisationen veröffentlicht. Sie wurden von den chinesischen Regulierungsbehörden autorisiert, ihre jeweiligen Branchensegmente zu beaufsichtigen:

  • die National Internet Finance Association of China,
  • die China Banking Association,
  • die Payment and Clearing Association of China.

Die Gruppe schoss sich speziell auf die massive Volatilität des Kryptowährungsmarktes ein. In ihrem Statement schrieb sie, dass digitale Token “keinen wirklichen Stützwert” und Preise haben, die “extrem leicht” zu manipulieren sind.

In der Vergangenheit sahen aufgrund der Maßnahmen des chinesischen Staatsapparates bereits zahlreiche Finanzinstitute davon ab, Dienstleistungen im Bereich der Kryptowährungen ihren Kunden anzubieten. Nun gelten die neuen Richtlinien für alle. Allerdings dürfen Verbraucher nach wie vor Kryptowährungen besitzen.

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Dalio und seine Meinungen zu Bitcoin

Laut Dalio wird der US-Dollar abgewertet, was dazu führt, dass Bitcoin viel attraktiver wird. “Ich habe etwas Bitcoin”, verkündete Dalio inmitten des Consensus Interviews vom 6. Mai.

Dalio ist nicht der einzige Milliardär, der bullish auf Bitcoin reagiert. Andere wie Stanley Druckenmiller sind schon seit einigen Monaten pro Bitcoin. Bereits im November letzten Jahres sagte Druckenmiller, dass Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel viel Anziehungskraft haben könnte.

Im selben Monat behauptete Dalio, dass Regierungen Bitcoin “verbieten” könnten und dass dies sein Versprechen als Vermögenswert begrenzen würde. Einen Monat später wurde Dalios Haltung etwas abgemildert, als er Bitcoin als eine “interessante Alternative zu Gold” beschrieb.

Im Januar dieses Jahres, zwei Monate nachdem er angedeutet hatte, dass Regierungen Bitcoin verbieten könnten, beschrieb er den Vermögenswert als “eine großartige Erfindung” und dass Bitcoin der Prüfung durch Bridgewater als potenzieller Vermögenswert nicht entgehen würde.

Fazit – Ray Dalio wechselt von Bitcoin Skeptiker zum Bitcoin Besitzer

Mit seiner beiläufigen Aussage, dass er nun Bitcoin besitzt, outete sich Ray Dalio nun endgültig als Befürworter der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Der Co-Chief Investment Officer des weltweit größten Hedgefonds Bridgewater Associates vollzog einen beachtlichen Ansichtenwechsel innerhalb des letzten halben Jahres in Bezug auf Bitcoin.

Angefangen als absoluter Skeptiker, fand Dalio immer mehr Zugang zur digitalen Währung und konnte den tatsächlichen Mehrwert darin sehen und nicht nur einen Hype, der früher oder später wieder von der Bildfläche verschwindet.

Die zunehmende Akzeptanz und Performance von Kryptowährungen allgemein lässt ihn allerdings zur Vorsicht mahnen, gerade in Bezug auf mögliche Regulierungen durch Regierungen. China hat es jüngst vorgemacht, wie eine Regulierung aussehen könnte. Ob und in welcher Form sich andere Nationen an dem chinesischen Vorbild orientieren werden, bleibt abzuwarten.

Der Bann von Kryptowährungen im Reich der Mitte war vergangene Woche unter anderem Auslöser für die bislang größte Kurskorrektur des aktuellen Krypto-Bullenmarktes. Die Gesamtmarktkapitalisierung verlor daraufhin über 35 Prozent an Wert, beginnt sich aber langsam wieder zu erholen.

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