Prognosemärkte 2026: Polymarket, Kalshi & Robinhood im Vergleich

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Prognosemärkte etablieren sich seit wenigen Jahren als Trend. Besonders enge Verknüpfungen weisen die Marktplätze zur Kryptobranche auf. 2026 setzt sich der Trend spürbar fort.

Sechs der größten Prognosemärkte verzeichneten laut Dune insgesamt ein Handelsvolumen von 23 Milliarden US-Dollar im Januar – fast vierzehnmal mehr als im Januar 2025.

Im Vergleich zu klassischen Glücksspielanbietern zeichnen sich Prognosemärkte durch eine erstaunlich leichte Zugänglichkeit aus.

Die tatsächlich anwendbaren staatlichen Kontrollmaßnahmen sind oft verschwindend gering.

Stattdessen agieren die Märkte dank Krypto und Blockchain unabhängig. Die minimale Aufsicht durch staatliche Akteure lockt viele Nutzer bewusst an.

Diese Tatsache wirft Fragen über ihre Legalität und Regulierung auf, die Blockchainwelt beantwortet.

Auch die Frage nach der Profitabilität wird mit harten Fakten beantwortet. Während bestimmte Personengruppen enorme, zuverlässige Gewinne einfahren, erweisen sich die Wetten für andere Nutzer als Geldgrab.

Mit mehr als 2,8 Millionen einzigartigen Spekulanten ist die Beliebtheit der Prognosemärkte trotzdem nicht von der Hand zu weisen.

Die Hintergründe der enormen Beliebtheit reichen von trivialen Gründen bis zu schockierenden Machenschaften.

Was sind Prognosemärkte? – Definition und Grundlagen

Bei Prognosemärkten handelt es sich um Marktplätze, die ihren Nutzern die Spekulation auf bestimmte Ereignisse ermöglichen.

Nutzer können auf den Erfolg oder das Scheitern hypothetischer Begebenheiten wetten – sie geben also eine Prognose ab.

Die gewetteten Ereignisse werden üblicherweise von den Betreibern des Marktes erschaffen.

Kosten und Gebühren

Die Wettkosten entstehen anhand der bereits platzierten Wetten. Während optimistische Zusagen den Preis in die Höhe treiben, senken ihn pessimistische Absagen.

Anhand des Wetteinsatzes lässt sich also erkennen, welchen Ausgang die Mehrheit der Spekulanten voraussagt.

Normalerweise erhalten Spekulanten für die erfolgreiche Voraussage eines Ereignisses einen US-Dollar pro Kontrakt.

Wie viel ein Kontrakt kostet, berechnet der Marktplatz anhand der bereits abgegebenen Stimmen. Wenn viele Nutzer auf das erfolgreiche Eintreten einer Wette spekulieren, so steigt der Preis der optimistischen Prognose.

Wettet man dann ebenfalls auf den Erfolg des hypothetischen Ereignisses, so fällt der Preis hoch aus – er kann bis knapp unter 100 Cent pro Kontrakt steigen.

Wer gegen eine bereits etablierte, hohe Wahrscheinlichkeit wettet, zahlt pro Kontrakt einen deutlich geringeren Preis und hat so die Chance auf höhere Gewinne.

Die Geschichte von Prediction Markets

Als erster moderner Prognosemarkt gilt der 1988 etablierte Iowa Electronic Market. Seither erfolgte besonders durch die Einführung von Krypto eine Modernisierung der Marktplätze.

Mittels digitaler Anlagen sind sie deutlich zugänglicher und komfortabler zu nutzen als über den Einsatz von Fiatwährungen.

2018 erschien mit Augur der vermutlich erste Prognosemarkt, der vollständig auf Krypto setzte. 2020 folgte Polymarket, welcher enorme Erfolge verzeichnete und die Verwendung von Kryptowährungen popularisierte.

Da Prognosemärkte das Konzept der Schwarmintelligenz anwenden, werden ihre Daten gern zur Einstufung einer realistischen Wahrscheinlichkeit herangezogen.

Wie funktionieren Prognosemärkte? – Schritt für Schritt erklärt

Das wichtigste Element der Prognosemärkte sind die Events oder Ereignisse. Es kann sich dabei etwa um Begebenheiten aus Politik oder Sport handeln.

Auch alle weiteren Lebensbereiche lassen sich abdecken, etwa kulturelle oder wirtschaftliche Ereignisse sowie die Kursentwicklungen von Kryptowährungen oder Aktien.

Event-Erstellung und Marktdefinition

Zunächst muss das Event erstellt werden. Je nach Funktionsweise der Plattform lassen sich Events etwa frei von jedermann erstellen oder nur von den Betreibern der jeweiligen Plattform, die man dann als Buchmacher bezeichnet.

So gibt der dezentrale Prognosemarkt Augur etwa jedem die Option zur Erstellung eines Events, während auf Polymarket nur Mitarbeiter Ereignisse erstellen können.

Ereignisse können von Spekulanten entweder mit konkreten Optionen oder mit Ja und Nein beantwortet werden. Setzen Nutzer auf eine der Optionen, nehmen sie an der Wette teil.

In beliebten Wetten spekulieren Nutzer etwa darauf, welchen Höchstwert die Kryptowährung Bitcoin bis zum Ende des Monats erreichen kann.

In der Beschreibung des Events definieren die Ersteller die genauen Bedingungen. Hier ist die Bedingung für den Erfolg der Wette, dass eine einminütige Trading-Kerze der Krypto-Börse Binance den genannten Wert erreicht.

Polymarket ruft seine Nutzer dazu auf, Anreize für neue Events zu liefern. Nutzer können Ereignisse mit Titel und Auflösungsquelle einreichen und erhalten eine Belohnung, wenn die Plattform das gewünschte Event erstellt.

Handel und Preisbildung

Spekulanten erwerben sogenannte Shares oder Anteile einer Wette. Dafür kommen auf modernen Prognosemärkten üblicherweise Kryptowährungen oder Stablecoins zum Einsatz. Polymarket verwendet etwa den Stablecoin USDC.

Nach dem Kauf von Anteilen, können diese abgestoßen werden, noch bevor die Wette abläuft.

Durch eine Limit-Order kann der An- oder Verkauf von Anteilen zu einem bestimmten Preis vordefiniert werden. Die Order wird beim Erreichen des gewünschten Preises automatisch ausgeführt.

Die Häufigkeit der abgegebenen Wetten definiert den Preis der Option. Je häufiger auf eine spezifische Lösung spekuliert wird, desto höher ist ihr Preis.

Ergebnisvalidierung und Auszahlung

Die Ergebnisse der Wetten werden auf dezentralen Marktplätzen von sogenannten Blockchain Oracles validiert.

Diese arbeiten dezentral und nutzen hochwertige Quellen, um die Echtheit eines Wettergebnisses zu bestätigen. Zentralisierte Plattformen nutzen offizielle Meldungen wie Regierungsmitteilungen.

Anschließend findet eine Auszahlung im Verhältnis 1:1 an die Gewinner statt. Für jeden erworbenen Anteil werden 1,00 US-Dollar ausgezahlt. Dementsprechend wird der erzielte Gewinn über den Einkaufspreis errechnet.

Tritt ein Ereignis auf Polymarket ein, verwertet das Blockchain-Orakel „UMA Optimistic Oracle“ die Informationen und zahlt den Wettgewinn per Smart Contract aus.

Zentrale vs. dezentrale Prognosemärkte: Die wichtigsten Unterschiede

Durch den Einsatz von Kryptowährungen erfreuen sich Prognosemärkte aktuell enormer Beliebtheit.

Dank der Blockchaintechnologie sind die Einstiegshürden deutlich geringer als auf zentralisierten Plattformen. So findet auf dezentralen Plattformen keine Identifizierung der Nutzer mittels KYC statt.

Der Zeitaufwand sinkt dadurch. Zudem erfolgt die Einzahlung von Geldmitteln schneller und ohne Hindernisse. Dezentrale Plattformen sind weniger anfällig für behördliche Eingriffe und das Kontrahentenrisiko.

Währenddessen gelten zentral verwaltete Plattformen als besser organisiert. Professionelle Betreiber sorgen für die korrekte Implementierung der Wetten und für eine korrekte Auszahlung an die Gewinner.

Nutzer aus den USA unterliegen einer strengen Gesetzeslage. So müssen sich diese laut Vorschriften auch auf dezentralen Plattformen identifizieren.

Die US-Aufsichtsbehörden möchten die Geschehnisse auf den Märkten so besser durchleuchten. Auf dezentralen Prognosemärkten lassen sich derartige Vorschriften jedoch umgehen.

KategorieZentralisierte MärkteDezentralsierte Märkte
Regulierung⚖️ Hoch: Staatliche Lizenzen. Rechtssicherheit bei Streitfällen.⚠️ Gering/unklar: Agieren außerhalb der Legalität oder in Grauzonen, Rechtssicherheit fragwürdig.
Anonymität🆔 Keine Anonymität: Nutzer werden mittels KYC- und AML-Verfahren durchleuchtet.👤 Je nach Nutzerverhalten hohe bis geringe Anonymität, im Normalfall tritt der Nutzer zumindest pseudonym auf.
Gebühren💳 Gebühren liegen üblicherweise im einstelligen prozentualen Bereich. Kalshi berechnet je nach Trade zwei bis vier Prozent Gebühren.Geringe Gebühren: Nutzer zahlen wenige Cent als Transaktionsgebühren. Nutzer berichten zeitweise von überhöhtem Spread.
Zugänglichkeit🏛️ Eingeschränkt: Die Märkte sind nur regional und unter strengen Vorgaben zugänglich.🌍 Leicht und global: Jeder mit Internetzugang und Krypto-Wallet kann teilnehmen.
Technologie🖥️ Zentralisiert: Betreiber stellen Hergang sicher, dadurch jedoch erhöhtes Manipulationsrisiko.⛓️ Einsatz der Blockchain: Smart Contracts & Oracles sorgen für mehr Transparenz und Zensurresistenz, sind aber komplexer in ihrer Handhabung.

Auf Prognosemärkten existieren nur wenige institutionelle Spekulanten. Großanleger, die auf derartigen Marktplätzen handeln, setzen auf zentralisierte Plattformen, um durch Regulierungsbehörden mehr Sicherheit zu haben.

Dezentrale Prognosemärkte sind für Privatanleger wegen der geringeren Gebühren und des höheren Nutzungskomforts zielführender.

Polymarket – Der Krypto-Pionier für globale Prognosemärkte

Polymarket öffnete seine Pforten im Jahr 2020. Durch eine Mischung aus einer zentralen Verwaltung und einer dezentralen Funktionsweise erlangte der Markt rasch enorme Beliebtheit.

Überblick und Funktionsweise

Das Besondere: Nutzer müssen kein Konto erstellen.

Sie können ihre Browser Wallet mit dem Dienst verbinden und innerhalb kürzester Zeit an den Wetten teilnehmen. Ganz ohne ausufernde Überwachung in Form von KYC oder ähnlichen staatlich verordneten Maßnahmen.

Nutzer wetten ausschließlich gegeneinander, statt wie üblich gegen den Buchmacher. Durch den Einsatz der Blockchaintechnologie erfolgt die Auszahlung am Ende der Wetten zuverlässig und rasch.

Zudem verwahrt kein zentraler Intermediär die eingesetzten Gelder. Stattdessen schließt man diese in Smart Contracts ein, die automatisch aufgelöst werden, sobald eine Wette beendet ist. All diese Faktoren begründen die Beliebtheit des Marktplatzes.

Um Transaktionen rasch und kostengünstig abzuwickeln, setzt die Plattform auf die Blockchain Polygon. Den Stablecoin USDC nutzt man als Währung, da sie den US-Dollar stabil abbildet.

Dadurch ist eine mögliche Finanzzensur zwar nicht unmöglich, aber immerhin unwahrscheinlich.

Handelsvolumen und beliebte Märkte

Polymarket ist der beliebteste Prediction Market der Erde. Er bedient pro Monat rund 20 Millionen Nutzer und erreicht ein Handelsvolumen von rund 890 Millionen US-Dollar pro Woche.

Im Kalenderjahr 2025 verzeichnete die Plattform ein Handelsvolumen in Höhe von 21,5 Milliarden US-Dollar. Besonders beliebt waren Wetten über die politischen Maßnahmen des US-Präsidenten Donald Trump.

Auch auf Sportereignisse oder die Kursentwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin spekulieren Nutzer gern.

Vor- und Nachteile

Vorteile
  • Setzt auf erlaubnisfreie Blockchains
  • Prozesse laufen überwiegend dezentral und damit sicher und zuverlässig ab
  • Transaktionen erfolgen direkt aus der Browser Wallet
  • Größter Prognosemarkt -> hohe Liquidität
  • Geringe Gebühren
Nachteile
  • Nutzt zentralisierten Stablecoin USDC auf transparentem Netzwerk Polygon
  • Global unreguliert, nur der US-Ableger verfügt über eine behördliche Genehmigung.
  • Nutzung in vielen Ländern wie Deutschland offiziell untersagt

Schritt-für-Schritt-Tutorial: Erster Trade auf Polymarket

  1. Wallet einrichten (MetaMask + Polygon-Netzwerk aktivieren).
    polygon einrichten browser wallet
  2. USDC Bridge von Ethereum/Polygon (via Polygon Bridge, ~$1 Fee).
    ethereum zu polygon bridge
  3. Polymarket.app öffnen, „Connect Wallet“ klicken (kein KYC).
    metamask connect wallet
  4. Markt wählen (z. B. „BTC > $100k?“), Shares kaufen (z. B. 100 Yes @ 0,65 USDC).
    polymarket buy shares
  5. Limit-Order setzen oder Market-Order ausführen.
    polymarket order
  6. Position tracken, vor Abrechnung verkaufen/halten.
    polymarket portfolio
  7. Auszahlung nach Event (automatisch via Wallet).
    polymarket redeem

Tipp: Starte mit 50 $; Gas-Fees ~0,50 $.

Warnung: Hohe Volatilität, nur risikobereit investieren.

Kalshi – Der zentralisierte digitale Prognosemarkt

Kalshi wurde 2018 gegründet. 2020 erreichte das Unternehmen einen Meilenstein als erster von der CFTC regulierter Prognosemarkt in den USA.

In der Finanzierungsrunde D sammelte das Unternehmen im Oktober 2025 unter Führung von Andreessen Horowitz und Sequoia Capital 300 Millionen US-Dollar ein und wurde auf einen Gesamtwert von fünf Milliarden US-Dollar geschätzt.

Im Dezember 2025 sammelte Kalshi bei der Finanzierungsrunde E Investitionen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar ein. Die Bewertung stieg auf elf Milliarden US-Dollar.

CFTC-Regulierung und Legitimität

Anleger, denen die Rechtssicherheit und regulatorische Überwachung eines Prognosemarktes wichtig sind, müssen auf die Genehmigung durch offizielle Stellen achten. In den USA ist die CFTC für die Regulierung von Prognosemärkten verantwortlich.

Im November 2020 erhielt Kalshi als erster digitaler Prognosemarkt die Genehmigung der CFTC. Mittlerweile ist Kalshi laut Angaben der Betreiber in mehr als 140 Ländern der Erde verfügbar.

Deutsche Nutzer sind rechtlich und praktisch von der Nutzung des Marktplatzes ausgeschlossen, da die Plattform hierzulande keine Zulassung besitzt.

Partnerschaften und Ökosystem

Kalshi verbindet die regulatorische Zulassung der CFTC mit den Vorteilen eines modernen, digitalen Prognosemarktes.

Dadurch konnte man bereits einige Partnerschaften aufbauen – etwa zum Neobroker Robinhood, dessen Nutzer auf die Ereignisse von Kalshi wetten können.

Eine ähnliche Zusammenarbeit besteht mit der Krypto-Börse Coinbase. Auch dessen Kunden können auf der hauseigenen Plattform auf Kalshis Events wetten, ohne sich beim Prognosemarkt zusätzlich zu registrieren.

Zudem fungiert Coinbase als Verwahrer der Nutzergelder, die auf den Blockchains Solana, Tron und Base vorliegen.

Auch die Phantom Wallet bietet eine Schnittstelle für ihre Nutzer, über die Wetten des Anbieters platziert werden können.

Schritt-für-Schritt-Tutorial: Konto & Trade auf Kalshi

  1. Bei Kalshi.com registrieren (E-Mail, SSN für US-KYC; VPN für DE möglich).
    kalshi anmeldung screenshot
  2. USD einzahlen via ACH/Bank (keine Krypto, min. 1 $).
    kalshi geld hinzufügen
  3. Markt filtern (z. B. „Fed-Zins 25bps?“), Yes/No-Contract auswählen.
    kalshi marktsuche
  4. Menge eingeben (z. B. 10 Contracts @ 0,60 $), Buy/Short klicken.
    kalshi ordermenü
  5. Order bestätigen (keine Gas-Fees, instant).
    kalshi ordermenü bestätigung
  6. Position im Dashboard überwachen, frühzeitig schließen.
    kalshi portfolio übersicht
  7. Gewinne auszahlen (Bank-Transfer, 1–3 Tage).
    kalshi geldabhebung

Tipp: Nutze App für Mobile-Trading.
Warnung: US-only, DE-User prüfen Legalität.

Robinhood Prediction Markets – Mainstream trifft Prognosemärkte

Neobroker Robinhood veröffentlichte am 17. März 2025 seinen eigenen Prognosemarkt unter dem Namen Robinhood Prediction Markets Hub. Bis zum Dezember desselben Jahres verzeichnete dieser bereits eine Million Nutzer.

Launch und Strategie

Robinhood stellte eine Partnerschaft zu Kalshi her, um die nötige regulatorische Erlaubnis zu erhalten, einen Prognosemarkt zu betreiben.

Die rechtlich zuständige Organisation ist KalshiEX LLC, das Unternehmen hinter Kalshi. Sie verfügt über eine CFTC-Lizenz.

Gegenüber Barrons erklärten Vertreter von Robinhood, man wolle mit dem Prognosemarkt besonders eine junge Audienz ansprechen. Prognosemärkte gelten als besonders gewinnbringend und liegen derzeit im Trend.

Verfügbare Märkte und Nutzerakzeptanz

Robinhood ist ein beliebter Marktplatz, auf dem Nutzer auf Sportereignisse wetten. Er deckt unterschiedlichste Sportarten ab – darunter American Football, Baseball und Basketball.

Auch auf politische oder wirtschaftliche Ereignisse sowie Bewegungen und Events des Kryptomarktes können Wetten abgeschlossen werden.

2025 verzeichnete das Robinhood Prediction Markets Hub mehr als zwölf Milliarden Trades. Deutsche Nutzer sind von der Plattform ausgeschlossen.

Schritt-für-Schritt-Tutorial: Prediction Hub auf Robinhood

  1. Schritt 1: Robinhood App/Website öffnen, Konto verifizieren (DE: VPN + US-Adresse).
    robinhood login screen
  2. Zu „Prediction Markets Hub“ navigieren (im Menü unter Futures/Derivate).
    robinhood prediction markets hub
  3. Markt suchen (z. B. „NFL Super Bowl Winner“), Quoten prüfen.
    robinhood prediction market event
  4. Betrag eingeben (z. B. 100 $ auf „Chiefs Win“), Buy/Sell.
    robinhood prediction market order
  5. Kalshi-Integration bestätigen (automatisch).
  6. Live-Tracking mit Charts/Notizen.
  7. Settlement & Auszahlung (sofort auf Robinhood-Balance) .

Tipp: Kombiniere mit Aktien-Trading.

Warnung: US-reguliert, DE-Zugang limitiert; Steuern beachten

Zukunftspläne und eigene Börse

Im November 2025 vermeldete Robinhood den Plan, MIAXdx zu erwerben. Die Akquise soll die Nutzung einer eigenen CFTC-Lizenz ermöglichen. MIAXdx verfügt über Lizenzen als Börse und Clearingstelle.

Im Januar 2026 gab Robinhood schließlich die erfolgreiche Beendigung der Verhandlungen bekannt. Die neue Tochterfirma soll noch dieses Jahr in die Geschäfte des Mutterkonzerns eingespannt werden und dann unter anderem dem Prognosemarkt dienen.

Polymarket vs. Kalshi vs. Robinhood – Direktvergleich

Zwar bieten Polymarket, Kalshi und Robinhood allesamt Prognosemärkte an, die Zielgruppen unterscheiden sich möglicherweise dennoch weit voneinander. Durch ihre Zusammenarbeit ähneln sich die Angebote von Kalshi und Robinhood.

Auch sonst schlagen die beiden zentralisierten Anbieter ähnliche Wege ein. Kalshi und Robinhood setzen auf moderne digitale Marktplätze mit staatlichen Lizenzen.

Beide Angebote sind für Nutzer interessant, die einfache Einzahlungen mit Fiatwährungen vornehmen möchten und von regulatorischer Aufsicht überzeugt sind.

Währenddessen setzt Polymarket auf Dezentralisierung und Unabhängigkeit von der staatlichen Aufsicht. Demnach ist der Marktplatz für Krypto-Fundamentalisten attraktiv, die gern Wetten eingehen.

Robinhood und Kalshi unterstützen Blockchains zunehmend in der Hoffnung, Marktanteile von Polymarket zu erobern. Beide Marktplätze nutzen jedoch die Fiatwährung US-Dollar als Handelswährung.

KriteriumPolymarketKalshiRobinhood
RegulierungLediglich in den USA reguliertLediglich in den USA reguliertLediglich in den USA reguliert
BlockchainPolygonSolanaRobinhood Chain
WährungUSDCUS-Dollar, erlaubt Einzahlungen via Bitcoin, USDC, Solana und WLDUS-Dollar
ZielmarktKryptonutzer weltweitUSAUSA
Nutzer (mtl.)688.0005,1 Mio.Weniger als 1 Mio.
Bewertung 202515 Mrd. USD11 Mrd. USD100 Mrd. USD

Die Nutzung der drei Prognosemärkte ist Deutschen offiziell untersagt, da es sich hierbei um illegales Glücksspiel handelt. Die Nutzung von Kalshi und Robinhood ist für deutsche Nutzer ohne Wohnsitz in den USA nicht möglich.

Polymarket identifiziert seine Nutzer nicht. Die Eintrittshürden sind daher gering. Auch deutsche Nutzer könnten mit Leichtigkeit auf dem Marktplatz handeln, allerdings ist dies nach § 285 StGB strafbewährt. Der Paragraph regelt die Beteiligung an illegalem Glücksspiel.

Die rechtswidrige Nutzung von Polymarket könnte für deutsche Nutzer eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe nach sich ziehen. Eine Voraussetzung dafür wäre die Identifizierung des Nutzers mittels Blockchain-Daten.

Neue Ökosysteme – Partnerschaften & Tools 2026

Prognosemärkte liegen mittlerweile im Trend. Infolgedessen können sie vermehrt Partnerschaften zu etablierten Unternehmen und Diensten herstellen. Auch im Krypto-Sektor wachsen die Kooperationen stetig.

Inzwischen bauen sogar Krypto-Wallets eine direkte Schnittstelle zu Prognosemärkten ein. Die beliebte Browser Wallet MetaMask verfügt etwa über eine Kooperation mit Polymarket. Konkurrent Phantom Wallet setzt hingegen auf Kalshi.

Sogar Medienunternehmen setzen auf die Kooperation mit Prognosemärkten. CNN, Wall Street Journal, Yahoo Finance und CNBC sind bereits mit Kalshi oder Polymarket verpartnert.

Die Prognosemärkte bezahlen für Platzierungen auf den Plattformen der Medien und erhalten dadurch Aufmerksamkeit für ihre Wetten.

Klassische Glücksspielplattformen suchen ebenfalls den Kontakt zu den Prognosemärkten. Die Glücksspiel-App Betr gab kürzlich eine mehrjährige Zusammenarbeit mit Polymarket bekannt. Durch die Zusammenarbeit könne man ein breiteres Spektrum an Wetten abdecken.

Phantom Wallet & Crypto Casino Hybride

Die beliebte Phantom Wallet präsentierte im Dezember 2025 eine Partnerschaft mit Kalshi. Nutzern der Web3-Wallet ist es dadurch möglich, innerhalb der Software Wetten zu platzieren.

Interessenten müssten ihre Anonymität dafür allerdings aufgeben und den KYC-Prozess durchlaufen.

Das Besondere: Die Platzierung von Wetten lässt sich mit sämtlichen Token finanzieren, die auf der Solana-Blockchain leben.

Sogenannte Crypto-Casino-Hybride werden zunehmend ins Leben gerufen. Weil Kryptowährungen die Nutzung von Onlinecasinos erleichtern, werden sie von jenen immer öfter eingesetzt.

Prognosemärkte-Trends 2026 – MiCA, Trump & FIFA Weltmeisterschaft

Bestimmte Ereignisse verschaffen den Prognosemärkten enorme Aufmerksamkeit. Einen besonders großen Einfluss auf die Trading-Aktivitäten hatte etwa die US-Präsidentschaftswahl im November 2024.

Der Wahlerfolg des republikanischen Politikers Donald Trump setzte diesen Trend anschließend weiter fort. Trumps Amtszeit war 2025 von einigen unerwarteten politischen Maßnahmen geprägt – etwa Auseinandersetzungen mit Venezuela, Grönland und dem Iran. Trumps Unberechenbarkeit löst ein besonderes Wettfieber aus.

Mit der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 beginnt dieses Jahr ein sportliches Großereignis, welches das Handelsvolumen auf Prognosemärkten ebenfalls in die Höhe treiben könnte.

MiCA-Umsetzung in der EU (DE-Fokus)

MiCA kann sich potenziell auf Prognosemärkte auswirken. Das Krypto-Gesetz der Europäischen Union, nimmt nicht nur zentralisierte Unternehmen wie Kalshi oder Robinhood in die Pflicht.

Auch teildezentralisierte Projekte wie Polymarket werden umfasst. Der Prognosemarkt könnte zum Ziel von Sanktionen werden.

Ausschlaggebend dafür ist, ob Polymarket sein Angebot einer europäischen Audienz unterbreitet. Kalshi und Robinhood schließen die Nutzung durch EU-Bürger gezielt aus und fallen somit nicht unter die Bestimmungen der Krypto-Regulierung.

Auch Prognosemärkte wie Polymarket könnten also als Krypto-Dienstleister eingestuft werden und müssten dann die in MiCA gemachten Vorgaben umsetzen. In der Praxis hätte dies besonders ein strenges KYC-Regiment zur Folge. Nutzer müssten über die Risiken des Marktes aufgeklärt werden.

Trump-Administration & CFTC-Reformen

Schon 2025 konnte die neue Trump-Administration die Wetten auf Prognosemärkten beleben. Sehr beliebt waren die Spekulationen über die Maßnahmen der Regierung.

Unter dem US-Präsidenten Donald Trump schlägt der Staat gezielt einen neuen Weg ein und möchte Innovationen erlauben. Dies soll etwa durch Deregulierung gelingen.

Ein anschauliches Beispiel für diese neue Politik ist der Prognosemarkt Polymarket.

2022, damals regierte in den USA noch das Biden-Kabinett, bestrafte die Aufsichtsbehörde CFTC den Marktplatz für seine Aktivitäten. Die CFTC stufte Polymarket als unregistrierten Devisenmarkt ein und verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar.

Seit November 2025 darf Polymarket den US-Markt offiziell bedienen. In der Zwischenzeit hatte man US-amerikanische Nutzer per Geoblock ausgeschlossen.

Die CFTC erteilte dem Marktplatz eine Lizenz als Kontraktmarkt. Während der FIFA-Weltmeisterschaft, die 2026 in Nordamerika ausgetragen wird, können Nutzer in den USA also legal über Polymarket handeln.

Layer-2-Boom & neue Events

Prediction Markets setzen Blockchains ein, die durch hohe Skalierbarkeit und geringe Kosten auffallen. So sind Polygon (ein Ethereum-Layer-2) und Solana zwei beliebte Optionen.

Den anhängigen Kryptowährungen POL und SOL gelang parallel zu den Prognosemärkten über die letzten Jahre ein beständiges Preiswachstum.

Dass Prognosemärkte die Kryptowährungen annehmen, ist für deren Nutzwert zuträglich. Phasen, die von einem besonders hohen Handelsvolumen geprägt sind, können sich infolgedessen positiv auf den Marktwert der entsprechenden Kryptowährungen auswirken.

Großereignisse wie der Super Bowl oder die FIFA-Weltmeisterschaft heizen das Handelsvolumen der Prognosemärkte und die Nachfrage der dort genutzten Handelswährungen gleichermaßen an. Die Kryptowährungen könnten so von Kursgewinnen profitieren.

Anwendungsfälle für Prognosemärkte

Welchen Nutzen haben Prognosemärkte? Neben einem Marktplatz, der Spekulationen dient, sind Prognosemärkte eine gern gesehene Datenquelle. Die Wetten erlauben Außenstehenden die Verwertung der Einsätze als Schwarmwissen.

Politik und Wahlen

Politische Wahlen stellen auf Prognosemärkten beliebte Ereignisse dar. Das Schwarmwissen der Spekulanten bildet dabei häufig eine realistische Einschätzung ab.

Politische Wetten bei Polymarket So sagten Spekulanten auf Polymarket im November 2024 etwa den Wahlerfolg des heutigen US-Präsidenten Donald Trump voraus. Dort hatte die Mehrheit der Spieler ein zutreffendes Bild vom Wahlergebnis.

Einen Tag vor der Wahl, am 4. November 2024, spekulierten 56 Prozent des Kapitals auf Polymarket auf den Erfolg des republikanischen Kandidaten. Nur 44 Prozent setzten auf die demokratische Politikerin Kamala Harris, die letztlich scheiterte.

In der Präsidentschaftswahl stimmten 49,8 Prozent der Wähler für Trump und 48,3 Prozent für Harris.

Auch im November 2025 war die Einschätzung der Spekulanten auf Polymarket zutreffend. Bei der Wahl des neuen Bürgermeisters von New York City sagte die Mehrheit korrekt voraus, dass Zohran Mamdani, der spätere Gewinner, zwischen 50 und 60 Prozent der Stimmen erhalten würde.

Wie viele Stimmen Mamdanis Konkurrenten Curtis Sliwa und Andrew Cuomo erhielten, verfehlten die Spieler um einige Prozentpunkte. Eine hohe Wahlbeteiligung sagten sie korrekt voraus.

Krypto-Preise und DeFi

Moderne Prognosemärkte weisen bereits eine tiefe Verknüpfung zu Krypto auf. F

olgerichtig zählen Spekulationen auf Krypto-Preise und Ereignisse im DeFi-Sektor zu den beliebtesten Themen. Die fortlaufende Preisentwicklung seitens Bitcoin und Co. erlaubt zudem ständige Wetten.

Krypto Wetten auf Polymarket

Spieler können ihren Einsatz auch auf den Start neuer Kryptowährungen platzieren. Statt eines Ja-Nein-Events, müssen Spekulanten hier oft ein etwaiges Datum voraussagen.

Ähnliche Bedingungen finden sich im Hinblick auf die Kursvorhersagen bestimmter Währungen wie Bitcoin.

Sport und Entertainment

Im Sportsegment zeichnen sich Großereignisse wie der Super Bowl im American Football oder March Madness der US-amerikanischen Basketballliga aus. Auch die Ergebnisse der Oscar-Verleihungen sind ein gern gesehener Anlass für Wetten.

Polymarket Sportwetten

Prediction Markets als Krypto-Preis-Orakel

Weil Prediction Markets gern auf die Kursentwicklung bestimmter Kryptowährungen spekulieren, könnten die dort gesammelten Daten möglicherweise als Krypto-Preis-Orakel dienen.

Im Oktober 2025 veröffentlichte das Bitcoin Magazine einen Bericht, wonach die tatsächliche Preisentwicklung oft den Voraussagen der Prognosemärkte folgt.

So seien 71 Prozent aller Wetten im Normalbereich so ausgegangen, wie es die Mehrheit der Spieler erwartete.

Das Bitcoin Magazine substrahierte dafür alle sogenannten “Moonshot”-Events. Spekulationen auf extreme Kursbewegungen sind in diesem Resultat also nicht inbegriffen.

BTC & Altcoin-Prognosen via Polymarket

Polymarket erlaubt die Spekulation auf kurzfristige Kursentwicklungen von Bitcoin sowie von verschiedenen Altcoins.

Nutzer geben dann Wetten darauf ab, ob die gewählte Kryptowährung steigt oder fällt. Kurzfristige Prognosen beschränken sich auf Ja-Nein-Antworten. Nutzer müssen dabei kein genaues Kursziel festlegen.

Bitcoin Preis Wette 5 Minuten

Polymarket bietet Prognosen dieser Art in fünf verschiedenen Zeiträumen. Spekulanten können auf die Kursentwicklung der nächsten fünf Minuten, 15 Minuten, der nächsten Stunde, der nächsten vier Stunden sowie der nächsten 24 Stunden setzen.

Wetten lassen sich aktuell auf Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana platzieren.

Hedging für DeFi-Portfolios

Prognosemärkte erlauben Krypto-Investoren, neben der Entwicklung des Kryptomarktes auch durch Wettgewinne zu profitieren.

So ist ein Hedging von DeFi-Portfolios durch den Gebrauch von Marktplätzen wie Polymarket zusätzlich möglich.

Nutzer können etwa auf die Zinsentscheide der US-Zentralbank FED, auf die jüngsten Inflationsdaten der Behörden, auf Unternehmenskennzahlen oder auf Krypto-Kursentwicklungen wetten.

Vorteile von Prognosemärkten gegenüber traditionellem Gambling

Welche Vorteile bieten Prognosemärkte dem Spieler im Vergleich zu klassischem Glücksspiel? Je nach Marktplatz können die Vorteile abweichen.

Dezentrale Prognosemärkte wie Augur oder Polymarket zahlen dem Spieler zuverlässig seine Gewinne aus. Kritik wegen einer falschen Quelle gibt es hier nur selten.

Der große Vorteil: Unternehmen oder Einzelpersonen, die im Hintergrund der Plattform stehen, können die dezentralen Märkte nicht manipulieren.

Zudem fallen ihre Gebühren niedriger aus als bei der etablierten Konkurrenz. Durch den Einsatz von Kryptowährungen und Smart Contracts sind sie außerdem transparent und die Plattformen treten nicht als Buchmacher auf.

Stattdessen wetten Nutzer lediglich gegeneinander. Betreiber sind also eher an einem gerechten Ablauf interessiert. Ein eigenes finanzielles Interesse am Ausgang der Wetten besteht nicht.

Zum Vergleich: Während Polymarket etwa zwei Prozent Gebühren erhebt, liegen diese bei klassischen Wettanbietern üblicherweise bei vier bis elf Prozent.

Generell statten moderne Prognosemärkte ihre Nutzer mit mehr Freiheiten aus. Die Preisbildung der Shares funktioniert auf transparente Weise.

Die Zugänglichkeit der Märkte ist über Krypto deutlich simpler, als man es von traditionellen Akteuren gewohnt ist.

Risiken und Nachteile von Prognosemärkten

Welche Risiken und Nachteile bringen Prognosemärkte mit sich? Die ungewöhnlich vielzähligen Freiheiten der Marktplätze können nicht nur normalen Spekulanten dienen, sondern auch bösartigen Akteuren.

Zudem ist die Nutzung der Prediction Markets oft illegal oder Spieler können zumindest nicht die sonst übliche Rechtssicherheit beanspruchen.

Regulatorische Unsicherheiten

Einige Prognosemärkte agieren international, ohne die dafür notwendigen Lizenzen zu besitzen. Dies trifft vor allem auf dezentralisierte Marktplätze zu.

Die fehlende Regulierung mag zwar eine erhöhte Freizügigkeit erlauben, möchten Nutzer im Konfliktfall jedoch ihre Rechte geltend machen, können sie auf Probleme stoßen.

Prediction Markets belegen in einigen Ländern rechtlich gesehen einen bisher unbesetzten Raum. In den USA läuft deshalb etwa eine hitzige Debatte über ihre Zukunft.

Die Trump-Regierung zeigt sich offen für eine Lizenzierung der bisher unregulierten Marktplätze, lehnt bundesstaatliche Eingriffe jedoch ab.

In der US-Politik gibt es dagegen Widerstand. Verschiedene US-Bundesstaaten stehen dem Konzept feindlich gegenüber.

Weil die betroffenen Plattformen lediglich über das Internet agieren und entweder komplett dezentral funktionieren oder zumindest einige Elemente zur Dezentralisierung anwenden, sind sie für Behörden kaum greifbar und nur schwer zu kontrollieren.

Technische Risiken

Prediction Markets setzen statt auf menschliche Eingriffe vor allem auf Technologie. Viele Prozesse laufen automatisiert ab. Dadurch entstehen Risiken.

Polymarket erhielt in der Vergangenheit für die Nutzung des Oracles UMA wiederholt harte Kritik.

Das Blockchain-Orakel soll die Zuverlässigkeit der verwerteten Daten sicherstellen, ist vor Fehlern jedoch nicht gefeit.

UMA trifft seine Entscheidungen nicht eigenständig, sondern durch die Hinweise einer Menschenmenge. Jede Person, die UMA Token staket, kann abstimmen.

Auch das Oracle hängt daher von der Ehrlichkeit der Stimmberechtigten ab und ist nicht komplett gegen Manipulationen abgesichert.

Im März 2025 war es einem Stimmberechtigten gelungen, ein Ergebnis des Orakels zu manipulieren. Unter Polymarket-Nutzern entstand ein enormer Aufschrei.

Spekulanten, die das richtige Ergebnis vorausgesagt hatten, verloren ihr Geld und erhielten dafür keine Entschädigung.

Stein des Anstoßes war ein spekulatives Handelsabkommen für seltene Erden zwischen der Ukraine und den USA, das nie zur Realität wurde.

Marktineffizienzen

Verschiedene Marktineffizienzen können eine negative Wirkung entfalten. So können Prediction Markets etwa Events listen, die nur geringe Liquidität aufweisen.

Dadurch kann es zu unerwarteten Preisschwankungen kommen, die den Handel mit Shares verteuern – man spricht hierbei von Slippage. Je nach Ausmaß lassen sich Shares möglicherweise gar nicht mehr abstoßen.

Großanleger – auch Whales genannt – können den Ausgang einer Wette potenziell zu ihrem Vorteil manipulieren.

Die Vielfalt der gebotenen Events erlaubt auch irrationale Wetten, die Nutzern enorme finanzielle Verluste zufügen können. Wer dagegen setzt, kann jedoch auch Profite einstreichen.

Bei ausgesprochen eigenartigen Wetten kann die sogenannte Crowd-Intelligence versagen und die Zuverlässigkeit der Vorhersage deutlich unter den Durchschnitt des Marktplatzes sinken.

Verschiedene Vorfälle zeigen, dass Prognosemärkte wegen ihrer geringen Überwachung ein beliebter Hort für Insidertrading sind.

Daten von Polymarket zeigen, dass nur 17,2 Prozent aller Spekulanten auf Polymarket Gewinne erzielen.

Regulatorische Herausforderungen 2026: CFTC, BaFin & Rechtsstreite

Die Regulierung etlicher Prediction Markets ist eine Herausforderung, da sie die üblichen Kontrollmechanismen oft durch ihre Funktionsweise umgehen.

So nutzen sie Kryptowährungen, agieren durch das Internet über Grenzen hinweg und verfügen über dezentrale Eigenschaften.

Zudem können sie je nach Jurisdiktion rechtlich in einen Graubereich fallen, der etwa zwischen Glücksspiel und dem Handel mit Finanzderivaten liegt.

Marktplätze, die keine Identifizierung ihrer Nutzer durchführen, sind bei Insidertradern beliebt, da ihre Trades unter dem Radar bleiben und ihnen nicht einwandfrei zuzuordnen sind.

CFTC-Unterbesetzung & Native American-Streit

In den USA spielt sich derzeit ein regulatorischer Streit ab, der für die Zukunft der Prognosemärkte wegweisend sein könnte.

Die Aufsichtsbehörde CFTC beansprucht die Regulierung der Märkte für sich, während einige Bundesstaaten ihre eigene Kontrolle durchsetzen möchten.

US-Behörden aus mehreren Bundesstaaten befinden sich derzeit im Rechtsstreit mit Kalshi und Robinhood.

Die Bundesstaaten möchten damit den Geoblock oder zumindest die bundesstaatliche Regulierung der Marktplätze erreichen.

BaFin & EU-MiCA für deutsche Trader

Für die Beaufsichtigung des Glücksspiels ist in Deutschland nicht die BaFin, sondern die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (kurz GGL) verantwortlich.

Diese setzte bereits einen Geoblock gegen unterschiedliche Prognosemärkte durch. Betroffen ist beispielsweise der bekannte Marktplatz Polymarket.

Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit forderte von Polymarket unlängst die Niederlegung des Geschäftsbetriebs gegenüber niederländischen Kunden. Andernfalls drohe eine Strafe von bis zu 840.000 US-Dollar.

MiCA, das Krypto-Gesetz der EU, könnte theoretisch eine Wirkung auf Prognosemärkte entfalten, die Kryptowährungen auf ihren Plattformen unterstützen. Welche Folgen es in der Praxis geben könnte, bleibt allerdings fraglich.

Daten von Polymarket zeigen allerdings: Die Plattform setzt bereits einen Geoblock gegenüber niederländischen Kunden durch. Auch deutschen Nutzern wird der Zugang nach einer Forderung der GGL gesperrt.

Globale Grauzonen & VPN-Strategien

Die Forderungen der EU-Behörden übersteigen die Grenzen des Machbaren. Durch die Verschleierung ihrer IP-Adressen können auch deutsche Nutzer weiterhin auf Polymarket zugreifen.

Dafür wählen sie in einem VPN-Dienst etwa einen Standort, den der Prognosemarkt nicht blockiert.

Nutzer könnten ihre Identität durch unvorsichtige Krypto-Transaktionen offenbaren. Wer Privacy Coins wie Monero als Intermediär einsetzt, um Spuren zu verwischen, fällt allerdings nicht auf.

Trotz Geoblock und behördlicher Drohungen lässt sich ein Zugriff auf Polymarket und Co. also nicht wirklich verhindern.

Fortgeschrittene Strategien – Arbitrage, Hedging & Bots

Prediction Markets eröffnen unterschiedlichste Einnahmequellen. Es gibt bereits unterschiedlichste Bots für die Bereitstellung von Liquidität, oder den An- und Verkauf von Shares, die je nach Marktlage ebenfalls gewinnbringend sein können.

Populär ist das Konzept der Arbitrage. Verschiedene Prognosemärkte können den Handel auf identische Events erlauben.

Dabei sind die Handelspreise jedoch nicht immer dieselben. Gleichbedeutende Shares können auf unterschiedlichen Prognosemärkten also verschiedene Preise aufweisen.

Diese Preisunterschiede erlauben Tradern, beide Seiten der Wette auf unterschiedlichen Plattformen einzunehmen. Egal, wie das Ereignis ausgeht – der Arbitrage-Trader gewinnt am Ende immer.

Um von Arbitrage zu profitieren, müssen beide Seiten der Wette einen Gesamtpreis von weniger als 100 Cent aufweisen. Dann werfen sie – meist geringe – Profite ab.

Diese Möglichkeiten können innerhalb kürzester Zeit schwinden – insbesondere, da Bots diese rasch erkennen, ausnutzen und dadurch die Preisdiskrepanz schwindet.

Cross-Plattform-Arbitrage (Polymarket-Kalshi)

Zunächst muss ein Nutzer eine Möglichkeit zum Arbitragehandel identifizieren. Anschließend bezieht er in einem Event auf zwei unterschiedlichen Marktplätzen – etwa auf Polymarket und Kalshi – zwei gegensätzliche Positionen.

In unserem Beispiel ergibt sich eine Arbitrage-Möglichkeit in einer Wette auf das beste KI-Modell.

Auf Polymarket kann man für 3,2 Cent pro Share auf xAI wetten, auf dem Marktplatz Limitless würde man gegen xAI für 96,5 Cent wetten. Für beide Shares zahlt der Nutzer dann 99,7 Cent, was für jedes Paar einer Gewinnmarge von 0,3 Cent vor Abzügen entspricht.

Slippage und etwaige Wechselkurse beim Einsatz verschiedener Währungen können beim Arbitragehandel zusätzliche Fallstricke bilden, auf die der Nutzer achten muss. Nutzer sollten deshalb nach Wetten mit hoher Liquidität Ausschau halten.

Portfolio-Hedging mit Event-Märkten

Prognosemärkte geben Investoren zudem die Möglichkeit des sogenannten Portfolio-Hedgings.

Dabei könnte man Wetten eingehen, die konträr zum eigenen Investmentportfolio stehen, um im Falle eines sinkenden Portfolios Gewinne durch die Wette zu erzielen und die Verluste damit insgesamt auszugleichen.

Erfolgsgeschichten: Trader auf Polymarket & Kalshi

Im Januar erregte ein Trader Aufmerksamkeit. Ein Insider, der Kontakte zur US-Regierung hat, wettete auf einen Militärschlag der USA gegen Venezuela und eine Festnahme des Präsidenten Nicolás Maduro. Der besagte Trader setzte einen Bot ein, der von dem Insider Wind bekam.

So platzierte der Insider 30.000 US-Dollar, die er in 440.000 US-Dollar verwandelte. Der Trader hinter dem Bot erwirtschaftete laut unabhängigen Berichten rund 75.000 US-Dollar. Der Bot sei allein durch Vibecoding entstanden.

Nicht jede Anomalie auf Polymarket ist auf die erfolgreiche Wette eines Insiders zurückzuführen. Copy-Trading und Bots können daher auch zu erheblichen Verlusten führen.

Fazit: Für wen eignen sich Prognosemärkte?

Prognosemärkte sind für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv. Moderne Plattformen verbreiteten sich zunächst unter Krypto-Enthusiasten. Mit zunehmender Zeit erschließen sie weitere Kreise – etwa Liebhaber des Glücksspiels.

Je nach Marktplatz erhalten Nutzer verschiedene Vorteile. Polymarket gilt heute als Marktführer in der Kategorie.

Seine freie Zugänglichkeit ist ein großer Teil des Erfolgsgeheimnisses. Nutzer erfreuen sich der Freiheit, die durch fehlende regulatorische Kontrolle zustande kommt.

Zudem ist dieser Marktplatz für Copy-Trading wegen seiner offenen Strukturen am besten geeignet.

Wer auf die Sicherheit dank regulatorischer Aufsicht setzt, muss Kalshi oder dessen Partner Robinhood nutzen. Die gewünschte Rechtssicherheit ist dann gegeben.

Kann man in Deutschland Prognosemärkte legal nutzen?

Deutsche Nutzer können derzeit auf keinen digitalen Prognosemarkt legal zugreifen. Dezentrale Angebote wie Polymarket sind mit simplen Maßnahmen dennoch zu erreichen. Hier ist die Verbindung über einen VPN-Dienst nötig.

Die meisten Spieler der Prognosemärkte verlieren Geld. Nur wenige können Gewinne einfahren.

Weil Regulierungsbehörden nicht auf alle Prediction Markets einwirken können, handeln auch Insider und manipulative Großinvestoren, die ihre Vorteile dem Durchschnittsnutzer gegenüber ausspielen.

Ethereum-Gründer Vitalik Buterin ist einer der prominentesten Spieler. Er hält die Einnahme von Profiten auf Polymarket für simpel.

Dafür müsse man lediglich gegen besonders abwegige Wetten stimmen. Dennoch müssen Nutzer auf eine hohe Liquidität achten. Andernfalls können hohe Spreads die Gewinne zunichte machen.

Communitys, Tools & weiterführende Ressourcen

Inzwischen sind eigenständige Communitys entstanden, die sich vorrangig mit der Nutzung von Prediction Markets auseinandersetzen. Die Mitglieder dieser Gemeinschaften tauschen sich über die neuesten Trends und interessante Wetten aus.

Entsprechende Gruppen bestehen in unterschiedlichen sozialen Netzwerken – von X über Facebook hin zu Discord.

Die Mitgliederzahlen unterscheiden sich stark. Sie können von wenigen Mitgliedern bis zu tausenden Nutzern reichen. Recherchen von Blockchainwelt zeigen eine besondere Vorliebe der Nutzer für Facebook-Gruppen.

Der Datenaggregator Polymarketanalytics.com gilt als wichtige Plattform für Nutzer, die einen Überblick über die Daten verschiedener Prognosemärkte erhalten möchten. Erfahrene Spekulanten setzen zudem auf die Datenverwertung von Domeapi.io und Telonex.io.

Prognosemärkte Glossar

Arbitrage

Gewinnmitnahme durch eine Preisdivergenz innerhalb zweier inhaltsgleicher Wetten.

CFTC

Kurz für „Commodity Futures Exchange Commission“, ist eine US-amerikanische Regulierungsbehörde, welche die Aufsicht über Prognosemärkte in den USA für sich beansprucht.

Event/Ereignis

Hypothetische Begebenheit, auf deren unterschiedliche Ausgänge auf Prognosemärkten spekuliert wird.

Liquidität

Menge an Geld, das bereits in einem Event investiert ist. Je höher die Liquidität, desto geringer fallen Preisschwankungen durch neue Trades aus. Durch hohe Liquidität steigt zudem die Wahrscheinlichkeit, beim Verkauf von Shares einen Abnehmer zu finden.

Shares/Anteile

Eine Stimme auf einen bestimmten Ausgang einer Wette. Jeder Share zahlt beim Gewinn einer Wette 100 Cent aus. Zieht man den variablen Einkaufspreis ab, erhält man den Profit.

Der Einkaufspreis liegt zwischen 0 und 100 Cent und ist davon abhängig, wie populär die jeweilige Position unter anderen Spekulanten ist. Hohe Popularität führt zu hohen Preisen.

Stablecoin

Token auf einer Blockchain, der eine Fiatwährung abbildet. Als preisstabile Alternative zu klassischen Kryptowährungen sind diese als Handelswährung beliebt, sie verfügen aber nicht über dasselbe Ausmaß an Unabhängigkeit und können deshalb leichter zensiert und eingezogen werden.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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