Zulassung von ETFs in Australien

In diesen turbulenten Zeiten, in denen viele Kryptowährungen und Blockchain Firmen gewaltige Kursrückgänge und Tiefststände ertragen müssen, überrascht Australien mit einer positive Meldung. Zu den australischen Börsen wurde gleich drei verschiedene ETFs genehmigt und aufgelegt.

Gute Zukunft Sonnenscheint

Wenn es um Neuerungen im Bereich von Kryptowährungen geht, so passieren diese meist erst in den USA. Doch das ist jetzt anders, denn in Australien wurde der Weg für Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs freigemacht. Ursprünglich war der Start schon für Ende April angekündigt.

Doch aufgrund von Verzögerungen, unter anderem beim Genehmigungsprozess, ist der Start erst heute möglich. Doch die Genehmigung durch die australischen Wertpapierbörse (ASX) Clear Capital Markets Clearinghouse ist erteilt.

Interessant dabei ist, dass die gleichen Pläne in den USA von der dortigen Aufsicht bisher nicht genehmigt wurden. Bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) sieht man hier gleich mehrere Probleme. Zum einen das Risiko durch einen Verlust vom Kapital, aber auch die hohe Nachfrage. So zeigte eine Umfrage, dass allein in den USA rund 72 Prozent der Anleger an Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs ein Interesse haben.

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Hohe Nachfrage unter Investoren erwartet

Natürlich stellt sich bei Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs zwangsläufig die Frage, was daran so besonders ist? Die Besonderheit oder gleich zwei Besonderheiten gibt es. Die Erste ist die Brücke, die geschlagen wird, da es jetzt einen Fonds gibt. Man muss jetzt nicht direkt BTC zum Beispiel kaufen, sondern kann dies über einen Fonds indirekt tun.

Damit sind wir auch schon bei der zweiten Besonderheit, nämlich der Investition in den Fonds und damit auch direkt in Bitcoin und Ethereum. Das Investment erfolgt hier über einen Spot-Bitcoin-ETF. Und damit investiert man richtig in Bitcoin und Ethereum und setzt nicht nur auf eventuelle Kursgewinne und Verluste, wie es bisher der Fall war.

Aufgelegt für den heutigen Start ist jetzt nicht nur ein Fonds, sondern gleich drei Fonds auf die Anleger für ein Investment zugreifen können. Man rechnet beim Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs mit einer großen Nachfrage. So gehen Analysten hier von einem Investment von bis zu einer Milliarde aus. Ob das realistisch ist, wird sich heute und in den nächsten Tagen recht schnell zeigen.

Das sollte man noch wissen

Der eine Fond wird von Cosmos Asset Management aufgelegt. Es wird ein Purpose Bitcoin ETF (BTCC-B.TO) und der wird an der Börse von Toronto gehandelt. Comos ist im Krypto-Bereich nicht unbekannt. Gibt es doch schon den Bitcoin Wholesale Access Fund und letztlich noch den Global Digital Miners Access ETF raus. Wenngleich das Nettovermögen dieser Fonds mit 2,1 Millionen Dollar eher klein ist.

Übrigens wird Cosmos, als Entschädigung für den verspäteten Start, den Anlegern die ersten zwei Monate keine Gebühren für den ETF berechnen.

Flagge von Australien
Australien genehmigt ETFs

Die beiden anderen Fonds werden von der australischen ETFS Management (AUS) Ltd. gemeinsam mit der Swiss 21Shares AG aufgelegt. Hier wird ein Bitcoin ETF (EBTC) und ein Ether ETF (EETH) entstehen.

Die jetzige Einführung dieser drei ETFs kommt in für den gesamten Kryptomarkt turbulenten Zeiten, in denen viele Kryptowährungen und Blockchain Firmen stark an Wert verloren haben. Dies gilt auch für den Bitcoin und ebenfalls für Ether, die beide ihren Jahres Tiefstwert verzeichnen müssen.

Fazit zur Einführung der ETFs in Australien

Während die US-amerikanischen Finanz- und Börsenaufsichtsbehörden sich mit aller Macht gegen die Genehmigung von ETFs an amerikanischen Börsen stellen, haben sowohl Kanada als jetzt auch Australien diese erteilt und den Weg frei gemacht.

Jetzt müssen Anleger nicht mehr auf lateinamerikanische oder asiatische Börsen zurückgreifen, wenn sie in ETFs investieren wollen. Mit Kanada und Australien stehen gleich zwei Alternativen aus dem westlichen Wirtschaftssystem zu Wahl.

Wenn es weiterhin keine Genehmigung für die Börsen in den USA geben wird, dann werden wohl Millionen von Anlegern aus den USA mit ihren Milliarden von US-Dollars an Anlagevermögen nach Kanada oder Australien auswandern. Das kann sich das US-amerikanische Finanzsystem eigentlich nicht leisten.

Autor

Als ausgebildeter Finanzberater und Reisekaufmann sowie Hobby-Journalist mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, bin ich heute als Autor für touristische Beiträge und Reiseführer genauso zu Hause, wie in der Finanzwelt. Das Thema Kryptowährung fasziniert mich schon seit Jahren und ich habe bereits unzählige Artikel geschrieben, die auf verschiedenen Krypto Portalen und in etlichen Magazinen veröffentlicht wurden.

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