Krypto-News der Woche 22. März 2024

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Börsenaufsichtsbehörde SEC nahm augenscheinlich Kontakt zur Ethereum Stiftung auf, um Details über die Eigenschaften von ETH zu klären. Hintergrund dürfte eine rechtliche Einstufung sein, die für die Zukunft von Ethereum-Spot-ETFs wichtig ist.
  • Cardano erhält mit USDM seinen ersten zentralisierten Stablecoin, der rasch deutlich über dem US-Dollar gehandelt wurde.
  • KI soll mithilfe eines neuen Protokolls zu Bitcoin kommen.
  • Der Kryptomarkt sinkt nach den Gewinnen letzter Woche deutlich.

SEC untersucht Ethereum

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC untersucht Ethereum offenbar genauer. Am 26. Februar veränderte die Ethereum Stiftung ihre Webseite, wie Aufzeichnungen von Github zeigen.

Entwickler Pablo Pettinari entfernte eine Fußnote, in der die Stiftung erklärte, bisher keine geheimen Absprachen mit Behörden getroffen zu haben.

“Die Ethereum Stiftung wurde noch nie von irgendeiner Behörde auf der Welt in einer Weise kontaktiert, die dafür sorgte, dass dieser Kontakt nicht offengelegt werden darf. Die Ethereum Stiftung informiert über jede behördliche Anfrage, die abseits der normalen Betriebstätigkeit stattfindet”, hieß es dort ursprünglich.

Diese Fußnote wurde mittlerweile allerdings entfernt, da ihr Inhalt veraltet ist. Wie Pettinari auf Github schrieb, habe es eine behördliche Anfrage gegeben, die eine Vertraulichkeitsvereinbarung enthielt.

Eine öffentliche Stellungnahme zu dem Vorfall gab es seitens der Stiftung bislang nicht, weshalb genaue Details weiter verborgen bleiben.

Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins Fortune handelt es sich jedoch um eine Anfrage der SEC.

Die US-Börsenaufsicht bearbeitet aktuell acht Anträge auf Ethereum Spot ETFs. Bis vor Kurzem galt deren Zulassung noch als sicher.

Inzwischen könnte sich der Tenor innerhalb der Behörde jedoch geändert haben, nachdem es Kritik seitens der Demokratischen Partei gegeben hatte.

Denkbar wäre, dass die SEC Ethereum als illegales Wertpapier nach US-Recht klassifiziert. Schuld daran könnten der Proof-of-Work-Algorithmus sowie eine Premine sein.

Sollte diese Einschätzung so stattfinden, hätten Ethereum Spot ETFs keine Zukunft. Gleichwohl müssten bereits genehmigte Ethereum Futures ETFs wieder vom Markt verbannt werden.

Fortune beruft sich in seinem Bericht auf die Aussagen drei verschiedener Firmen, die unabhängig voneinander Kontakt zur SEC haben.

Einzelne Personen seien als Informanten auf Fortune zugekommen und hätten nahegelegt, dass es sich bei dem Vorfall um eine entsprechende Untersuchung handelt.

Cardano erhält ersten zentralisierten Stablecoin

Cardano erhält mit dem USDM seinen ersten zentralisierten Stablecoin. Der Token ist laut den Betreibern von Mehen Finance 1:1 mit US-Dollar gedeckt.

USDM kommt USDA zuvor, der eigentlich als erster zentralisierter Stablecoin auf Cardano veröffentlicht werden sollte.

Die Entwicklung des USDA verzögert sich aufgrund regulatorischer Schwierigkeiten, wie Entwickler Emurgo im Juli 2023 bekannt gab.

Mit Djed existiert auf Cardano zudem ein dezentralisierter Stablecoin, der mit einer Marktkapitalisierung von nur 3,2 Millionen US-Dollar bislang jedoch sehr unbeliebt ist.

Auch USDM benötigte bis zum Marktstart einige Zeit. Zwei Jahre sind seit der erstmaligen Vorstellung vergangen.

Unter ADA-Investoren herrscht derzeit einige Euphorie. Die Hoffnung, dass Cardano unter die größten Blockchains in puncto Stablecoins aufsteigen könnte, ist groß. Am Markt kam USDM bislang tatsächlich auffällig gut an.

Mehen veröffentlicht USDM nur zögerlich, weshalb die Versorgung des Tokens bisher gering ist. Infolgedessen wurde der Token zum Objekt der Spekulationen und erreichte zeitweise einen Wert von fünf US-Dollar, obwohl er den US-Dollar eigentlich exakt abbilden soll.

“Hallo zusammen! Wir schätzen den Enthusiasmus, aber bitte kauft USDM nicht für 3 US-Dollar! Aktuell gibt es nur geringe Mengen an Testliquidität”, schrieben die Entwickler von USDM auf Twitter.

Auch sonst wächst das Ökosystem von Cardano prächtig. Wie neue Daten zeigen, entstanden 2024 bislang rund 40.000 neue Smart Contracts auf der Blockchain.

Künstliche Intelligenz soll zu Bitcoin kommen

Das Trendthema künstliche Intelligenz soll zu Bitcoin kommen – diesen Wunsch äußerte jüngst der Bitcoiner Punk3700 auf Twitter.

Dort stellte er seine neue Idee vor. So sollen KI-Projekte künftig über die Blockchain laufen und auf diese Weise „wirklich offen“ sein.

Das Projekt soll allerdings nicht nativ auf Bitcoin, sondern lediglich auf einem Layer-2 gestartet werden, der den Namen Bitcoin Virtual Machine (BVM) trägt.

Das sogenannte Projekt Truly Open AI soll künstliche Intelligenz so dezentralisieren und das wirkliche Potenzial der KI freilegen.

Punk3700 glaubt, dass die bisherige Zentralisierung der Branche die tatsächlichen Fähigkeiten verfügbarer Modelle hemmt.

Kryptomarkt verzeichnet deutliche Verluste

Der Kryptomarkt verzeichnet diese Woche deutliche Verluste, nachdem der Bitcoin vergangene Woche ein neues Allzeithoch aufgestellt hatte.

Seither hat sich BTC vom neuen Rekordwert von rund 73.000 US-Dollar deutlich entfernt.

Zu Redaktionsschluss notiert die größte Kryptowährung bei 63.100 US-Dollar. Allein seit gestern sank BTC um 6,20 Prozent. Im Wochentrend liegt das Minus bei 7,30 Prozent. Trotzdem sei am Markt laut Fear & Greed Index noch deutliche Gier zu spüren.

Der gesamte Kryptomarkt fällt über die letzten 24 Stunden um 6 Prozent auf einen Gesamtwert von 2,4 Billionen US-Dollar.

Besonders groß sind die Verluste aktuell bei den Memecoins, die in die Höhe geschossen waren, nachdem Bitcoin ein neues Allzeithoch erreichte. Bonk, Dogwifhat und Pepe sinken im Wochentrend zwischen 30 und 18 Prozent.

Trotz zunehmend negativer Stimmung gibt es auch deutliche Gewinner. Smart-Contract-Plattform Fantom (FTM) legt im Wochentrend um 40 Prozent zu und ist damit Wochensieger.

Auf Rang zwei folgt Ondo (ONDO) mit +37 Prozent. Der Token schafft es damit erstmals unter die Top-100. Es handelt sich um ein Projekt, das Wertpapiere tokenisieren will. Es genießt unter anderem die Unterstützung der Krypto-Börse Coinbase.

Auf Rang drei folgt mit Sui eine weitere Smart-Contract-Plattform. Der Coin gewann über die letzten sieben Tage rund 25 Prozent.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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