IOTA will „Tokenization of everything“ bieten

IOTA Tokenization Framework

Aus einem Ledger wird ein Multi Asset Ledger, so einfach lässt sich die Ankündigung des neuen Frameworks der IOTA Foundation zusammenfassen.

Mit dem Multi Asset Ledger geht IOTA den gleichen Weg wie schon Cardano.

IOTA Tokenization für digitale Assets

Ein Multi Asset Ledger ist in der Lage, eine Vielzahl an Funktionalitäten zu bieten und stellt zahlreiche Services, beispielsweise für Blockchain, Wallet, Kryptowährung oder als Banking Plattform bereit.

Das Update für die IOTA Tokenization enthält ein Framework, mit dem sich mehr als eine Art Vermögenswerte und deren Transaktionen durchführen lassen.

Benutzer können eine unbegrenzte Anzahl benutzerdefinierter Token und den IOTA Coin verwenden.

Die Tokenisierung ist eine Technologie, die auch die IOTA Foundation schon länger beschäftigt, sicherlich auch durch den Boom von DeFi und NFT.

Schon im Juni dieses Jahres wurde das native IOTA Tokenization Framework angekündigt. Damals noch als Testversion im IOTA 2.0 DevNet und mit einer Wallet als Grundlage, war es das Ziel der Foundation, dass sich jede Form von digitalen Assets abbilden lässt.

Über die Wallet konnte jeder Benutzer im IOTA 2.0 DevNet ausprobieren, wie einfach es sein kann, digitale Assets auf IOTA zu erstellen.

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IOTA Tokenization ist sicher und skalierbar

Nun hat IOTA die Spezifikationen für die erste DLT-Infrastruktur zur Erstellung von nativ gesicherten, digitalen Assets vorgestellt. Diese Assets sind so sicher und skalierbar wie der native IOTA Token.

Das künftige Upgrade wird das Mainnet-Protokoll nun also in einen Multi Asset Ledger mit Smart Contracts und nahtlosen sowie kettenübergreifenden Asset-Transfers verwandeln.

Die auf IOTA erstellten NFT basieren auf dem IOTA Token und der vertrauensvolle Bridge-Mechanismus stellt sicher, dass die Smart Contract Token problemlos in native Token ein- und ausgepackt werden können.

Nutzer können dann künftig ihre eigenen nativen Token und Assets direkt auf dem Tangle prägen. Diese sind dann genau wie die MIOTA gebührenfrei übertragbar.

Die IOTA Foundation veröffentlichte im Bericht auch ihre Vision der Tokenisierung:

Heute sind wir stolz, die Mainnet-Spezifikationen des IOTA Tokenization Framework präsentieren zu können und laden die Community ein, diesen aufregenden Raum mit uns zu erkunden, während wir unsere Reise beginnen, das größte Utility-Upgrade aller Zeiten in das IOTA-Mainnet zu bringen.

Einzigartige Tokenisierungs-Infrastruktur

Als Multi Asset Ledger ist der Tangle dann in der Lage, mehrere native Token in demselben Ledger zu verwalten, in dem bereits die Basiswährung verwaltet wird. Die Übertragung aller nativen Token ist bisher einzigartig in diesem Gebiet, so die IOTA Foundation weiter.

Die Spezifikation im Einzelnen:

  • Jedes Konto im Hauptbuch kann native Token halten und übertragen, wenn diese Token in bestehenden Protokollen geprägt wurden.
  • Es ist nicht mehr notwendig IOTA Coins zu „markieren“ oder zu „färben“.
  • Alle nativen Token sind eigenständige Token im Ledger.
  • Künftig wird die Firefly Wallet das IOTA 2.0 Protokoll und die Registrierung der digitalen Assets unterstützen.
  • Die Verwaltung von Assetnamen wird vollständig dezentralisiert sein.
  • Alles über einen Token kann dokumentiert und in der Kette gespeichert werden, und zwar direkt im UTXO-Ledger des IOTA Tangle.
  • Anhand einer Liste validierter Ausstelleridentitäten, die mit realen Identitäten verknüpft sind, können Wallets automatisch die Authentizität aller nativen Token bestimmen.
  • Es ist nicht nur möglich, native Assets in Smart Contract Chains zu hinterlegen, sondern die Ketten selbst können auch als Emittenten von nativen Assets fungieren.
  • Smart-Contract-Token können nahtlos in native Token eingebunden werden und umgekehrt.

IOTA Tangle bildet digitale Vermögenswerte aller Klassen ab

Durch die Kombination der Eigenschaften des IOTA Tangle als vertrauensvolle Ebene zwischen der physischen Welt aus Mensch und Maschinen mit der Fähigkeit, unveränderliche und überprüfbare Daten sowie Wertübertragungen abzuwickeln, können digitale Vermögenswerte in einem Distributed Ledger geschaffen werden.

Keine andere Technologie bietet diesen Handlungsrahmen. Digitale Zwillinge sind mit physischen Assets verknüpft und die Erfassung aller Daten innerhalb des Systems kann vollständig autonom ablaufen. IOTA geht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Tokenisierung, einschließlich anderer Kryptowährungen, Community-Token, digitaler Rechte, Lizenzen und Kunstwerke.

Jedes Konto, das native Token hält, muss eine Einzahlung in IOTA Coins tätigen, um den übermäßigen Ressourcenverbrauch, sprich den Speicher, bei der Erstellung und Nutzung von Token auszugleichen.

Abhängig von dem Token-Schema kann jeder native Token in IOTA ein dynamisches, festes oder begrenztes Gesamtangebot haben. Die Emittenten können eigene Token prägen und eine geeignete Angebotskontrollpolitik für ihre Anwendungsfälle auswählen.

Anhang der Token-ID lassen sich Informationen über jeden nativen Token ableiten, dazu gehören unter anderem:

  • Name und Token-Tags des Emittenten
  • Kontoinformationen des Emittenten
  • Token-Schema, das die Richtlinie zur Angebotssteuerung enthält
  • Anzahl umlaufender und maximaler Tokenbestand
  • In der Kette gespeicherte Metadaten des Tokens

IOTA wird zum Multi Asset Framework

Natürlich ist noch immer das Leitbild die digitale Maschinenökonomie bei der IOTA Foundation, aber auch sie müssen sich den aktuellen Trends anpassen.

Genau diese Anpassung findet gerade statt, denn der NFT-Boom ist auch an IOTA nicht vorbeigegangen.

Non-Fungible Token und die zunehmende Akzeptanz von DeFi verändern nun auch die Ausrichtung und machen aus der DLT ein Multi Asset Framework.

Das IOTA Tokenization Framework birgt spannende Möglichkeiten und ist offenbar vollständig skalierbar, sodass jeder seine NFT auf dem Tangle prägen, verwahren, handeln und übertragen kann.

Mit der ankündigten Version des Multi Asset Framework beweist IOTA einmal mehr seine Flexibilität und ein überaus schnelles Reaktionsvermögen, sich auf anhaltende Trends am Markt einzustellen.

Autor
Autorin

Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung im Bereich der Industrie 4.0, Digitalisierung und Blockchain bieten ihr den perfekten Background, um über Anwendungsfälle der Distributed-Ledger-Technologie in der globalen Industrie und Wirtschaft zu berichten.

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