Folgen von Celsius Drama: Nuri gerät in Schwierigkeiten

Die Probleme zu von Celsius sorgen dafür, dass nun auch andere Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. So auch das deutsche Start-up Nuri, welches ein Zinskonto bei Celsius hat und inzwischen keinen Zugriff auf seine Wallet mehr erhält.

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Das Bitcoin-Zinskonto von Nuri betroffen

Eine neue Erklärung der deutschen Krypto-Bank Nuri hat bekannt gegeben, dass ihre Bitcoin-Zinskonten aufgrund des massiven Abschwungs, der durch den großen Krypto-Kreditgeber Celsius angeheizt wird, der weiterhin zahlreiche Krypto-Unternehmen weltweit überrollt, betroffen sind. Über die dramatischen Probleme von Celsius wurde bereits berichtet.

Nuri sagte nun vor kurzem, dass Celsius zu seinem Bedauern beschlossen habe, alle Abhebungen und Überweisungen zwischen Konten aufgrund der derzeitigen extremen Marktbedingungen vorübergehend zu pausieren, und fügte hinzu, dass „diese Entscheidung auch unser Bitcoin-Zinskonto betrifft“.

Weitere Folgen für die Kunden von Nuri

Es ist auch notwendig, die Kosten für Liquidität und Betrieb zum Nutzen der gesamten Gemeinschaft zu erhöhen. Die Erhöhung der Preise wird zur Stabilisierung der Liquidität und des Betriebs beitragen, was den Mitgliedern der Gemeinschaft insgesamt zugutekommt. Weiter heißt es:

Während der Unterbrechung der Abhebungsfunktion laufen die Zinsen jedoch weiter auf.

Die Entscheidung der Bank bedeutet, dass sie weiterhin Zinsen auf ihr Nuri-Bitcoin-Zinskonto auszahlen kann und dass sie die Maßnahme abschaffen wird, sobald diese Einschränkung aufgehoben werden.

Bis es weitere Updates gibt, haben wir außerdem beschlossen, die Investitionsfunktion für unser Bitcoin-Zinskonto vorübergehend auszusetzen.

Die Nuri-Bank wurde 2015 gegründet und hat heute mehr als 400.000 Kunden. Ihr Partner, die deutsche Solarisbank, verwahrt und sichert 100.000 Euro an Kundengeldern. Sie ist für Millennials gedacht, die mit Kryptowährungen in umweltfreundliche Projekte investieren wollen. Unsere eigenen Nuri-Erfahrungen sind durchweg positiv.

Gründer versuchen zu beruhigen

Der Mitbegründer und Chief Growth Officer von Nuri, Philipp Beer, erklärte, dass sich die Auswirkungen von Celsius auf die Bank lediglich auf das Bitcoin-Zinskonto beschränken, das über das Nuri-Kontrollpanel angeboten wird. Genauer sagte er:

Die Nuri-App hat eine reine Vermittlungsfunktion, um den Kunden mit Celsius zu verbinden. Nuri tut dies unter dem Lizenzdach der Solarisbank, um der Anlagevermittler in der Beziehung zwischen Celsius und dem Kunden zu sein.

Alle anderen von Nuri angebotenen Dienstleistungen und Produkte wie die Handelsplattform von Nuri, Bankkonten und Debitkarten sind davon nicht betroffen.

Was wird unternommen?

Auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen der Maßnahmen von Celsius antwortete die CGO von Nuri, dass es sich dabei um eine vorübergehende Maßnahme handele, die schließlich wieder rückgängig gemacht werde.

Das Unternehmen setzte sich mit Experten vor Ort in Verbindung, um weitere Informationen über das Problem zu erhalten und zu erfahren, wann es behoben sein könnte. Beer sagte dazu weiter:

Sobald wir weitere Informationen erhalten, werden wir diese unverzüglich an unsere betroffenen Kunden weitergeben.

Die jüngste Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass Akteure der Krypto-Finanzbranche daran arbeiten, Ängste hinsichtlich des Schutzes ihrer digitalen Vermögenswerte abzubauen.

Schlechte Marktlage beeinflusst die ganze Kryptobranche

Die große kanadische Vermögensverwaltungsgesellschaft Caisse de Depot et Placement du Quebec (CDPQ) erklärte, dass „in einem Umfeld allgemeiner Marktrückgänge (Aktienmärkte und Anleihen – zum ersten Mal seit 50 Jahren) die Anleger ihr Risiko in allen Anlageklassen reduzieren. In diesem Zusammenhang war Celsius in den letzten Wochen von sehr schwierigen Märkten betroffen, insbesondere von den starken Abhebungen der Kunden.“

In einer Erklärung schrieb der Kommunikationsdirektor, dass Celsius proaktive Maßnahmen ergreift, um seine Kunden zu beruhigen und dass es alle Zusagen eingehalten hat. Für den Fall möglicher Auswirkungen wird die Situation genau beobachtet.

Celsius ist nicht das einzige Unternehmen, dass unter dem Abschwung leidet. So wurde gestern berichtet, dass Vorzeigeunternehmen der Branche, wie BlockFi, nun 20 Prozent des Personals entlassen müssen. Nur so ist eine weitere wirtschaftliche Tätigkeit für diese Unternehmen im aktuellen Marktumfeld möglich.

Auch Gemini hängt an Celsius

In der Zwischenzeit erklärte Gemini, dass die jüngsten Nachrichten von Celsius keine Auswirkungen auf den Betrieb seines Stablecoins, Gemini US-Dollar (GUSD), haben. Das Unternehmen fügte weiter hinzu:

Jeder GUSD entspricht einem US-Dollar, der von Gemini in US FDIC [Federal Deposit Insurance Corporation]-versicherten Bankkonten oder Geldmarktfonds gehalten wird. Kunden können einen GUSD für [1 USD] bei Gemini einlösen.

CEL ist ein kryptographischer Token, der auf Ethereum aufbaut. Er wird derzeit mit 0,332 US-Dollar bewertet, was einem Anstieg von 73,4% pro Token und einem Rückgang von 52,1% auf Wochenbasis entspricht.

Autor

Eva Steinmetz zeigt großes Interesse an den Themen Krytowährungen, Tokenisierung und Künstliche Intelligenz zur Optimierung von bereits bestehenden Systemen, wie der Immobilien- oder Finanzbranche. In diesem Zuge liegt ein Fokus auf die Veränderungen zur Regulierungen der Kryptowährungen weltweit.

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