Kryptomarkt blutet: BlockFi entlässt 20 Prozent des Personals

BlockFi gab am Dienstag bekannt, dass das Unternehmen eine beträchtliche Anzahl von Mitarbeitern entlässt: etwa 20 Prozent der Gesamtbelegschaft. Dies entspricht etwa 170 bis 200 Mitarbeiter.

Blut auf Asphalt Handy zersprungen

Hunderten wird gekündigt

BlockFi und Crypto.com sind zwei Unternehmen, die Hunderte von Mitarbeitern arbeitslos gemacht haben, während der Kryptomarkt ausblutet. Zac Prince, der CEO der Krypto-Handels- und Kreditplattform BlockFi, twitterte, dass der Stellenabbau auf eine „dramatische Veränderung der makroökonomischen Bedingungen“ und die Bemühungen von BlockFi, die Rentabilität wiederherzustellen, zurückzuführen ist.

Jüngste Personalmeldungen haben gezeigt, dass Kryptounternehmen insgesamt Personal abbauen. BlockFi ist da keine Ausnahme. Die Mitbegründer von BlockFi, Prince und Flori Marquez, warnen ihre Mitarbeiter, dass sie ihr Geschäftsmodell in den nächsten Monaten auf den Prüfstand stellen werden müssen.

BlockFi ist ein in New York ansässiges Krypto-Kreditunternehmen, das Berichten zufolge bis heute 957 Millionen US-Dollar aufgebracht hat und für 2018 eine Bewertung von etwa 5 Milliarden US-Dollar anstrebt.

Vor kurzem noch Unicorns

BlockFi ist seit der Unterstützung durch Peter Thiel und anderen prominenten Investoren schnell gewachsen. Die Zahl der Mitarbeiter des Unternehmens ist von 150 Ende 2020 auf über 850 gestiegen.

Das Unternehmen hat in den letzten Jahren ein enormes Wachstum erlebt, das durch die niedrigen Kreditkosten und den sprunghaften Anstieg der Kryptowährungswerte angeheizt wurde. Doch nun drohen Massenentlassungen.

Obwohl Crypto.com 33 Millionen US-Dollar von einigen der größten Namen im Kryptobereich erhalten hat, hat das Unternehmen damit begonnen, seine Belegschaft zu entlassen, um den Betrieb zu verlangsamen und die finanzielle Stabilität zu erhalten.

BlockFi und Crypto.com unter extremen Druck

In einer Mitteilung via Twitter erklärte Marzalek, dass die harten Entscheidungen getroffen wurden, um das Überleben des Unternehmens trotz schwieriger Umstände zu sichern.

 

Die Entlassungen sind ein weiteres Zeichen für die Probleme des einst dominierenden Kryptomarktes. Celsius hat kürzlich alle Kontoabhebungen und Transaktionen unter Berufung auf „extreme Marktbedingungen“ gestoppt.

Das Krypto-Kreditunternehmen hat seinen Kunden mehr als 8 Milliarden US-Dollar geliehen und ist damit einer der größten Akteure im Krypto-Kreditsektor.

Celsius: Droht die Insolvenz?

Weitere Kryptobörsen entlassen Personal

Gemini Trust berichtete ebenfalls, dass sie beabsichtigt, 10 Prozent ihres Personals zu entlassen. Darauf folgte die Ankündigung von Coinbase Global, dass sie alle angebotenen Arbeitsverträge aufheben und die aktuelle Einstellungsoffensive beenden werden. Zwei Tage später kündigte Bitso Entlassungen an und reduzierte ebenfalls seinen Personalbestand.

Analysten und Krypto-Händlern zufolge ist die Krypto-Wirtschaft am Montag unter die 1-Billion-Dollar-Marke gefallen, da das gesamte Krypto-Geschäft am Vortag fast 15 Prozent seines Wertes in US-Dollar verloren hat.

Bitcoin, die Nummer eins unter den Kryptowährungen der Welt, ist am Montag auf einen Tiefstand von 22.600 US-Dollar gesunken.

Bitcoin ist aufgrund des Preisverfalls, der sich auf eine Vielzahl von Kryptowährungen auswirkte, knapper geworden. Infolgedessen haben respektive werden eine Reihe von Krypto-Organisationen auch ihr Personal abbauen müssen.

Autor

Eva Steinmetz zeigt großes Interesse an den Themen Krytowährungen, Tokenisierung und Künstliche Intelligenz zur Optimierung von bereits bestehenden Systemen, wie der Immobilien- oder Finanzbranche. In diesem Zuge liegt ein Fokus auf die Veränderungen zur Regulierungen der Kryptowährungen weltweit.

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