Ethereum-Transaktionsgebühren im freien Fall

Ethereum auf Wachstumskurs

Bei der zweitwichtigsten globalen Kryptowährung, Ethereum, gibt es eine interessante Entwicklung zu vermelden. Hierbei geht es um die Ethereum-Transaktionskosten. Diese befinden sich zurzeit in einem sehr starken Abwärtstrend und vielleicht geht dieses Tief noch weiter.

Die Zeiten, in denen die Ethereum-Transaktionskosten als hoch bezeichnet wurden, sind laut dem Blockchain-Analytik-Unternehmen Arcane Research erst mal vorbei. Wie die deren CoinMetrics-Daten einem verraten, ging es mit dem Sinkflug der Ethereum-Transaktionskosten in der zweiten Januarwoche dieses Jahres los. Mittlerweile wurde der niedrigste Stand seit August letztem Jahr erreicht.

Gerade, wer in Ethereum investiert hat, kann natürlich jetzt von diesem Sechsmonatstief profitieren und wieder vermehrt seine Token tauschen. Wie Arcane in seinem Bericht deutlich macht, müssen Nutzer hier für einen sogenannten Token-Swap derzeit nur noch mit 15 US-Dollar Transaktionskosten rechnen.

Im Vergleich zum Herbst 2021 sind das Welten. Hier musste man nämlich Kosten von gut 200 US-Dollar einplanen. Gerade in der aktuellen Phase kann man damit deutliche Einsparungen bei seinen Transaktionen erzielen.

Nicht nur die Ethereum-Transaktionskosten sinken

Wenn man sich die Entwicklung von Ethereum im Detail anschaut, so wird man hier nicht nur eine Änderung bezüglich der Ethereum-Transaktionskosten feststellen können. Auch der Wert des Ethereum-Token ETH selbst ist gefallen.

Waren es im gesamten letzten Monat rund 15 Prozent Wertverfall, kam es allein in der letzten Woche zu weiteren 12 Prozent. Gerade das Absinken des ETH-Kurses ist ein wesentlicher Grund, warum auch die Ethereum-Transaktionskosten fallen. Denn ist Ethereum weniger Wert, macht sich dieses am Ende auch bei den Transaktionskosten bemerkbar. Doch das ist nur ein Grund.

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Gründe für das Fallen der Transaktionsgebühren

Ein weiterer Grund ist schlicht und einfach ein sinkendes Interesse an Ethereum. Das belegen auch klar die CoinMetrics-Daten. Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit spielen natürlich bei Ethereum auch eine Rolle, was zuletzt nicht überzeugend war.

Gerade, weil es hier immer wieder zu Staus bei Transaktionen gekommen ist. Und letztlich ist es auch die Konkurrenz, die zunehmend für Ethereum zu einer Belastung wird. Bei anderen Netzwerken, wie Avalanche oder aber auch Solana, hat man teilweise nicht nur technisch bessere Lösungen, sondern auch die Gebühren sind ein gutes Argument für die Nutzer.

Bei den technischen Details sowie der Schnelligkeit können sie ebenfalls überzeugen – insbesondere wenn es um Spiele, NFTs geht, ist das nicht unwesentlich. Und wenn dann auch noch die Gebühren im direkten Vergleich niedriger sind, hat Ethereum kaum eine Chance.

Damit fehlt es beim Ethereum an der Konkurrenzfähigkeit. Letztlich kann man bei den Gründen für die sinkenden Ethereum-Transaktionskosten festhalten, es gibt mehrere Gründe. Alle diese Gründe stehen in einem direkten Zusammenhang.

Unterschiedliche Meinungen

Diese Sichtweise in der Analyse wird nicht von allen geteilt. Einige Analysten sehen bei Ethereum immer noch eine konstante Nutzung und eben nicht ein nachlassendes Interesse an Ethereum an sich. Vielmehr sehen sie im sinkenden Wert und den Ethereum-Transaktionskosten ein Problem in der Ausgestaltung der NFTs.

Gerade die nicht fungiblen Token hatten zwar zeitweise eine hohe Popularität und sorgten für eine ordentliche Auslastung im Netzwerk. Doch gerade diese hohe Nachfrage sorgte auch für Probleme, wie Staus bei den Transaktionen. Dieses Problem wurde erkannt und es soll zwischen April und Juni Abhilfe geschaffen werden, in dem durch „Shard Chains“ mehr Transaktionen möglich sein sollen.

Das Ziel ist ein Proof-of-Stake-Netzwerk. Gerade durch diese Ausweitung sollen Staus der Vergangenheit angehören und die Attraktivität erhöhen. Ob sich das am Ende auch im Wert und damit letztlich auch bei den Ethereum-Transaktionsgebühren bemerkbar macht, bleibt abzuwarten. Der Aufstieg soll auf alle Fälle wieder das Ziel sein.

Fazit zum Sinkflug der Transaktionsgebühren und dem Token bei Ethereum

Gerade in der schnelllebigen Kryptowelt gilt nicht das Prinzip „die Großen fressen die Kleinen“, sondern viel mehr „die Schnellen fressen die Langsamen“! Dies macht auch vor den Urgesteinen der Kryptobranche wie Ethereum nicht halt. Mittlerweile sind etliche Mitbewerber viel schneller und günstiger als Ethereum.

Wenn die Entwickler bei Ethereum da nicht ganz schnell und mit großen Schritten gegensteuern und wesentliche Verbesserungen der Software und des gesamten Systems umsetzen, dann wird auch für Ethereum die Luft knapp. Hier schützt Größe und Markterfahrung nicht vor dem Absturz. Ob Ethereum die Kurve kriegt, wird die nahe Zukunft zeigen.

Autor

Als ausgebildeter Finanzberater und Reisekaufmann sowie Hobby-Journalist mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, bin ich heute als Autor für touristische Beiträge und Reiseführer genauso zu Hause, wie in der Finanzwelt. Das Thema Kryptowährung fasziniert mich schon seit Jahren und ich habe bereits unzählige Artikel geschrieben, die auf verschiedenen Krypto Portalen und in etlichen Magazinen veröffentlicht wurden.

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