Bitcoin-Kurs fällt unter 65.000 US-Dollar: 236 Mio. liquidiert

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bitcoin-Kurs fällt erstmals seit Anfang Februar unter einen Marktwert von 65.000 US-Dollar. Nach dem Tief in den Morgenstunden, konnte BTC bis zum Redaktionsschluss die Marke von 66.000 US-Dollar rückerobern.
- Kursanalyst Ali Martinez erwartet erst über die nächsten Tage das Markttief. BTC könne Verluste von bis zu 50 Prozent schreiben und bis auf 30.000 US-Dollar fallen.
- International sind bereits mehrheitlich Nachkäufe während der aktuellen Preise zu sehen. Der US-Markt bleibt weiterhin sehr pessimistisch.
Bitcoin-Kurs fällt unter 65.000 US-Dollar: 236 Mio. liquidiert
Der Bitcoin-Kurs schreibt weitere Verluste. Laut Angaben von CoinMarketCap sank der Marktwert der größten Kryptowährung heute Morgen gegen 3.00 Uhr deutscher Zeit auf 64.568 US-Dollar. Bis zum Redaktionsschluss verzeichnete BTC bereits eine milde Erholung und stieg immerhin zurück auf 66.157 US-Dollar.
Mitte Februar setzte eine Konsolidierungsphase ein, die Bitcoin über 66.000 US-Dollar hielt. Kurzzeitig konnte der Marktwert sogar auf 70.000 US-Dollar steigen. Die jüngsten Verluste führen im Tages- und Wochentrend zu einem deutlichen Minus. Über die letzten 24 Stunden schreibt BTC 2,92 Prozent Verlust.
Im Wochentrend liegen die Kursverluste bei 3,54 Prozent. BTC durchbrach infolgedessen erstmals seit dem 6. Februar die Schwelle von 65.000 US-Dollar. Eine schnelle Rückeroberung des Bereichs zeigt allerdings, dass der Markt diesen Bereich als unterbewertet empfindet.
Laut Einschätzung des ehemaligen Investmentbankers Pius Sprenger ist allerdings nicht die 65.000-US-Dollar-Marke entscheidend, sondern die 60.000-Dollar-Marke. In einer Analyse zum Beginn des Monats stufte er diesen Wert als absolute Untergrenze des Bärenmarktes ein.
Laut CoinMarketCap führte Bitcoins jüngste Preisentwicklung zu einer deutlichen Bereinigung des Optionsmarktes. Besonders Bullen mussten über die letzten Stunden Verluste einstecken. Im Tagestrend sind Liquidierungen in Höhe von 236 Millionen US-Dollar zusammengekommen.
Warum ein Kursanalyst enorme Bitcoin-Verluste erwartet
Kursanalyst Ali Martinez zeigt sich in einer neuen Kursprognose wenig euphorisch. Der Bitcoin-Kurs sei noch nicht an seinem Tief angelangt, vermutet Martinez. Stattdessen müsse sich der Markt auf weitere, drastische Verluste einstellen. Die Chartanalyse offenbare ein sich anbahnendes Todeskreuz, das bis zum Ende des Monats Realität werde, schreibt er.
“Wir nähern uns nun einem potenziellen Todeskreuz zwischen dem 50- und dem 200-Tage-Durchschnitt auf dem Dreitages-Chart, das voraussichtlich Ende Februar eintreten wird”, erklärte Martinez gestern über X.
— Ali Charts (@alicharts) February 22, 2026
Für den Kryptomarkt sei diese Entwicklung ein Hoffnungsträger. Sollte BTC seinen Tiefpunkt zum Ende des Monats erreichen, könne der Markt anschließend aufatmen und seine Erholung beginnen. Seit einem Bitcoin-Allzeithoch bei 126.200 US-Dollar im Oktober, geht es für den Kryptomarkt abwärts.
In seiner Analyse legt Martinez dar, wie weit der Bitcoin laut seiner Einschätzung noch fallen könnte. Ein Marktpreis von 40.000 bis 30.000 US-Dollar sei denkbar.
“Wenn sich die Geschichte wiederholt – auch nur teilweise – könnte dies den Beginn der letzten Abwärtsphase dieses Zyklus signalisieren. Basierend auf früheren Mustern würde ein weiterer Rückgang um 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau Bitcoin auf einen Wert von fast 40.000 US-Dollar bringen. Ein Rückgang um 50 Prozent könnte Bitcoin hingegen auf 30.000 US-Dollar fallen lassen.”
Vermögensverwalter CoinShares berichtet von anhaltend negativem Sentiment in den USA. Über die letzten fünf Wochen flossen bereits vier Milliarden US-Dollar aus internationalen Bitcoin-Investmentprodukten.
Die vergangene Woche zeigte: US-Investoren bleiben weiterhin pessimistisch, während Anleger aus Kanada und Europa in Bitcoin investieren. Altcoins rücken währenddessen in den Hintergrund.
“Regional zeigt sich weiterhin eine deutliche Divergenz. US-Investoren äußern erneut negative Stimmung und verursachen Abflüsse (…), während Anleger in anderen Regionen die jüngste Preisflaute als Kaufgelegenheit nutzen”, schreibt CoinShares.
Insgesamt bleiben “digitale Anlageprodukte weiterhin in der Flaute”, fährt CoinShares fort. Die Abflüsse aus den USA übersteigen die internationalen Zuflüsse bei weitem. Allein in der letzten Woche flossen in den USA 347 Millionen US-Dollar ab, während international 59 Millionen US-Dollar zuflossen.
