Bitcoin-Kurs-Crash: BTC fällt durch Irankrieg unter 73.000 USD

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bitcoin-Kurs stürzt über die letzten Stunden ab und erreicht erstmals seit dem 13. April ein Tief bei 72.745 US-Dollar. Gleichzeitig entwickelt sich ein deutliches Blutbad am gesamten Kryptomarkt.
  • Schuld an den Kursverlusten ist eine erneute Intensivierung des Irankriegs, nachdem Friedensverhandlungen und Waffenruhen gescheitert waren.
  • Laut Angaben von CoinShares verzeichnet Krypto aktuell die größten Abflüsse des gesamten Kalenderjahres 2026. Kursanalyst Benjamin Cowen erwartet einen Bärenmarkt bis zum Ende des Jahres.

Bitcoin-Kurs-Crash: BTC fällt durch Irankrieg unter 73.000 USD

Der Bitcoin-Kurs verzeichnet derzeit einen deutlichen Kurscrash. Parallel dazu steigt auch der gesamte Kryptomarkt ab. Die Verluste vieler Top-Kryptowährungen sind riesig, während es nur wenigen Projekten gelingt, grüne Zahlen zu erhalten.

Zum Redaktionsschluss notiert BTC bei 73.200 US-Dollar. Über die letzten 24 Stunden verlor die größte Kryptowährung 3,36 Prozent ihres Marktwerts. Im Wochentrend summieren sich die Verluste bereits auf 6,00 Prozent.

Gegen 8.35 Uhr deutscher Zeit erreichte BTC heute ein regionales Tief bei 72.745 US-Dollar. Zuletzt notierte der Bitcoin Mitte April zu diesem Preis. Seither hatte der Kurs eine steigende Tendenz verzeichnet.

Die jüngsten Kursverluste sind eine direkte Folge der fortgesetzten Feindseligkeiten im Irankrieg. Am 7. April hatten die Kriegsparteien zunächst eine mehrwöchige Waffenruhe beschlossen, die von Beginn an strittig war. Bis heute ist die Herstellung eines nachhaltigen Friedens misslungen.

Über die letzten Tage zeichnete sich bereits ein Stimmungswandel am Kryptomarkt ab. Die wachsende Euphorie wurde durch einen steigenden Pessimismus ersetzt. Die Unsicherheit vieler Anleger über die Zukunft des Irankriegs wurde sichtbar.

Inzwischen erfolgte eine erneute Intensivierung des Krieges. Laut Informationen von The Guardian soll Israel seine Offensive im Libanon fortsetzen. Währenddessen sei es über die letzten Stunden zu gegenseitigen Luftschlägen zwischen den USA und dem Iran gekommen. Sidhant Sibal vom Nachrichtenmagazin Wion bestätigte diese Angaben auf X.

Krypto verzeichnet stärkste Abflüsse des Jahres 2026

Krypto leidet massiv unter der Zunahme des militärischen Konflikts. Der gesamte Markt verlor über die letzten 24 Stunden ganze 3,41 Prozent seines Werts. Inzwischen liegt seine Marktkapitalisierung bei nur noch 2,45 Billionen US-Dollar.

Etwa zwei Drittel der 100 größten Kryptowährungen verzeichnen im Tagestrend Verluste von mehr als drei Prozent. Laut den Stimmungsindizes von Alternate.me und CoinMarketCap liegt das Marktsentiment derzeit zwischen Furcht und extremer Furcht.

Vermögensverwalter CoinShares wies Blockchainwelt bereits gestern in einer E-Mail darauf hin, dass der Kryptomarkt in der 21. Kalenderwoche die größten Abflüsse des Jahres 2026 erlebte. Dieser Trend scheint sich aktuell weiter zu vertiefen.

“Bei Bitcoin beliefen sich die Abflüsse auf 1,315 Milliarden US-Dollar, den stärksten wöchentlichen Rückfluss im Jahr 2026. Ethereum kam auf 223 Millionen US-Dollar, während die Beteiligung an Altcoins spürbar nachließ”, schrieb CoinShares und wertet damit die Daten börsennotierter Krypto-Anlageprodukte aus.

Die jüngsten Verluste könnten die Aussichten des Kryptomarkts über die nächsten Monate nachhaltig verändern. Kursanalyst Benjamin Cowen passte seine Prognose bereits an. Ihm zufolge setzt sich bis zum Ende des Jahres demnach ein Bärenmarkt fort.

 

Laut Cowen sei also kein neues Bitcoin-Allzeithoch vor 2027 zu erwarten. So lange soll der bestehende Rekordwert bei 126.200 US-Dollar erhalten bleiben, den die Kryptowährung im Oktober 2025 aufgestellt hatte.

Seine Leser beruhigt Cowen gleichzeitig. Ein Bärenmarkt sei für die langfristige Gesundheit eines Anlagemarktes von entscheidender Bedeutung.

“In Bärenmärkten büßen schwache Narrative an Bedeutung ein, übermäßige Verschuldung wird abgebaut, und das Kapital fließt allmählich wieder in stärkere Projekte und eine nachhaltigere Infrastruktur”, so Cowen.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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