AfD startet Initiative gegen digitalen Euro im EU-Parlament

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Alternative für Deutschland führt eine Kampagne gegen den digitalen Euro und das European Democracy Shield, welche von der EU vorangetrieben werden.
  • Weil sie den digitalen Euro als Gefahr für die Freiheit der Bürger einstuft, stemmt sich die AfD gegen das digitale Zentralbankgeld, das seine Marktreife bis 2029 erlangen soll.
  • Eine Petition erreichte seit Juli rund 6.500 Stimmen. Das Ziel liegt bei 50.000 Unterschriften.

AfD startet Initiative gegen digitalen Euro im EU-Parlament

Die politische Partei AfD startet eine Initiative gegen den digitalen Euro. Dazu veröffentlichte die AfD im EU-Parlament gestern ein Video, in dem sich der Abgeordnete Siegbert Droese kritisch über die geplante CBDC äußert. Ihre Anhänger ruft die Partei dazu auf, eine Petition gegen die CBDC zu unterzeichnen.

“Diese EU plant den Angriff auf unser Bargeld und führt den digitalen Euro ein”, warnt Droese darin.

Tatsächlich arbeitet die Europäische Union zuweilen auf Hochtouren an der Etablierung des digitalen Zentralbankgelds. Im November 2025 berichtete Blockchainwelt über die jüngsten Entwicklungen rund um den digitalen Euro. Damals hatten sich die EZB und der EU-Rat auf eine Beschleunigung der Entwicklungsarbeit geeinigt.

Förderer der CBDC – dazu zählt bekannterweise die EZB-Präsidentin Christine Lagarde – sehen sie als Konkurrenten der Kryptowährungen. Deren Erstarken möchten sie mithilfe der CBDC eindämmen. Die vollumfängliche Veröffentlichung des digitalen Euros ist aktuell für das Kalenderjahr 2029 geplant.

Die Krypto-Szene sieht in CBDCs keine Alternative, sondern lediglich eine Bedrohung. Während Kryptowährungen wie der Bitcoin neue Freiheiten ermöglichen, handelt es sich bei CDBCs um ein beliebtes Instrument autoritärer Überwachungsstaaten.

“Der digitale Euro wird gerade aufs Gleis gesetzt. Das bedeutet: Absolute Unfreiheit, was Sie mit ihrem Geld machen können. (…) Das Absolute ist: Kontrolle über Sie, Ihr Konsumverhalten und das wollen wir nicht”, beschreibt Droese die Gefahren der CBDC.

Zudem seien die Kosten für die Entwicklung der neuen Struktur enorm. Besonders kritisch beäugt der Abgeordnete die potenzielle Programmierbarkeit der CBDC. Durch diese könnte die Europäische Zentralbank als kontrollierende Instanz Bedingungen einrichten, die Zahlungen verhindern könnten.

Zwar beteuert die EZB bislang, dass der digitale Euro niemals programmierbar werden soll, allerdings befürchten Kritiker den Einsatz einer Fuß-In-Die-Tür-Technik, über die das Projekt zunächst grundlegend etabliert und dann später um drastischere Maßnahmen erweitert werden könnte.

Petition strebt 50.000 Unterschriften an

Die AfD äußerte sich bereits wiederholt gegen den digitalen Euro. Dessen Etablierung lehnt sie strikt ab. So forderte die AfD-Bundestagsfraktion die Bundesregierung schon im November 2025 dazu auf, die CBDC zu verhindern.

Siegbert Droese bezeichnet das digitale Zentralbankgeld als Gefahr für die Freiheit eines jeden EU-Bürgers. Damit vertritt er die einhellige Meinung seiner Partei.

“Wer Ihr Geld kontrolliert, kontrolliert am Ende Sie. Wir als ESN, als Alternative für Deutschland wollen das nicht. Wir stehen an der Bürgerseite, wir stehen für die Freiheit des Geldes, für Bargeld in uneingeschränkter Form”, sagt der Abgeordnete.

Im EU-Parlament gehört die AfD der ESN-Fraktion an, welche das Gesuch gemeinsam unterstützt. Zu den Mitgliedern zählen auch kleinere Parteien wie die französische Reconquête oder die bulgarische Wasraschdane.

Über eine Webseite namens Underattack.info ruft die AfD dazu auf, eine Petition zu unterzeichnen. Nach Recherchen von Blockchainwelt startete diese bereits im Juli. Sie richtet sich nicht nur gegen den digitalen Euro, sondern auch gegen das “European Democracy Shield”.

Dabei handelt es sich um eine Strategie der EU-Kommission, die vorgeblich das Ziel verfolgt, Desinformationen und ausländische Manipulationen innerhalb der Europäischen Union zu bekämpfen. Die AfD sieht darin jedoch eher einen Eingriff in die Meinungs- und Wahlfreiheit der Bürger.

“Sie sagen, es gehe um Schutz vor Desinformation. In Wahrheit geht es um Zensur und Meinungskontrolle”, heißt es dazu.

Bis zum Redaktionsschluss sammelte die Petition 6.582 Unterschriften ein. Das Ziel liegt bei 50.000 Autogrammen. Ihre Aufgabe ist es, den digitalen Euro und das European Democracy Shield zu kippen.

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5+ Jahre Erfahrung

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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