Moody Studie belegt Standardisierung der Blockchain-Technologie

Der amerikanische Finanz- und Geschäftsdienstleister Moody erwartet eine Standardisierung der Blockchain-Technologie bis 2021. Wie eine Studie verdeutlicht, sollen sich die benötigen Standards im Laufe der kommenden zwei Jahre etablieren. Mithilfe von Branchenstandards ließen sich Zeit- und Kostenersparnisse durch ein besseres Maß an Automatisierung realisieren. 

Moodys Studie belegt Standardisierung der Blockchain @Moodys.com
Moodys Studie belegt Standardisierung der Blockchain @Moodys.com

Interoperabilität von Blockchain-Applikationen laut Studie in Aussicht 

Eine Studie des Finanzdienstleisters Moody vom 5. September 2019 hebt hervor, dass die Standardisierung der Distributed Ledger Technologien bereits im Jahre 2021 stattfinden könnte. Insbesondere im Bereich der Datensicherheit soll die Technologie unterstützen. Wie das Unternehmen hervorhebt, könnte die fortschreitende Interoperabilität der Technologie zu höheren Kosteneinsparungen, Automatisierungen und einer optimierten Verfügbarkeit von Daten beitragen. 

Außerdem hebt das Unternehmen hervor, dass die neuen Industriestandards zu einer verbesserten Interoperabilität verschiedener Blockchain-Lösungen sowie zu operativen Effizienzen beitragen können. Mit Frank Cerveny, Senior Research Analyst bei Moody, bergen technologische Standards zahlreiche Vorteile. Neben einer einfachen Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen sei auch eine größere Adaption bei den Marktteilnehmern zu erwarten. Außerdem könnten zu diesem Zeitpunkt bereits die wichtigen regulatorischen Fragen geklärt und somit die Gefahren bei einer Nutzung entsprechender Lösungen minimiert sein. 

International Organization for Standardization gilt als Treiber 

Folglich sorgt die Entwicklung neuer Standards für bessere Einsatzmöglichkeiten einer Technologie in zahlreichen Branchen. Dabei übernimmt die International Organization for Standardisation (ISO) diese Aufgabe und treibt die Entwicklungen in der Blockchain-Branche voran. Das aktuelle Marktumfeld ist durch zahlreiche Blockchains geprägt. Dabei fokussieren sich die Entwickler zumeist auf spezifische Einsatzgebiete, sodass es keine wirkliche Normierung gibt. Folglich sind auch die operativen Effizienzgewinne noch nicht ausgereizt. 

Grundsätzlich ist der Ansatz zur Schaffung einer allgemeingültigen Normierung im Bereich der Distributed Ledger Technologien erstrebenswert. Hierdurch erhielten Unternehmen die Möglichkeit, eine Kommunikation zwischen verschiedenen technologischen Lösungen zu ermöglichen. Seit der Veröffentlichung der ersten Blockhain, Bitcoin, sind bereits 10 Jahre vergangen. Mittlerweile setzen immer mehr Unternehmen auf das Potenzial der Technologie, sodass eine Adaption im Mainstream kurz bevorsteht. Mit der Eigenschaft der Interoperabilität können Unternehmen auf Informationen einer anderen Chain zurückgreifen und somit einen besseren Informationsfluss gewährleisten. Aktuell versuchen Multichains wie Polkadot diese Kommunikation zu gewährleisten.