Krypto-Börse Coinbase verliert in UK den Rückhalt der Finanzbranche

Wie verschiedene Nachrichten verdeutlichen, haben die Krypto-Börse Coinbase und zwei führende britische Banken die Kooperation aufgelöst. Mehrere Quellen belegten, dass die britische Barclays Bank Ihre unterstützende Haltung gegenüber dem Handelsplatz aufgibt. Nur kurze Zeit später gab auch die britische Santander bekannt, dass sie in Zukunft nicht weiter mit dem Blockchain-Unternehmen kooperieren wird. 

Coinbase Logo Monitor
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Barclays beendet Partnerschaft mit der US-amerikanischen Krypto-Börse

Von 2018 bis jetzt führte der US-amerikanische Handelsplatz für Kryptowährungen Konten bei der britischen Barclays Bank. Insbesondere Kunden aus dem Vereinigten Königreich konnten von diesem Umstand profitieren und das sogenannte Faster Payments Scheme (FPS) wahrnehmen. Mithilfe von FPS ließen sich Zahlungen auf das eigene Verrechnungskonto schneller ausführen. Folglich ergaben sich Vorteile, die Kunden internationaler Transaktionen sonst nicht haben. 

Das Ende der gemeinsamen Kooperation bedeutet für die Kunden nun, dass die schnelle Zahlungsabwicklung vorerst wegfällt. Allerdings gab die Krypto-Börse mit der ClearBank bereits einen Nachfolger für die Kooperation innerhalb Großbritanniens bekannt. Auch das Startup ClearBank gehört zum FPS und kann den Kunden somit die bekannten Vorteile einräumen. Konkrete Aussagen zur Beendigung der Zusammenarbeit haben die Parteien nicht preisgegeben. Nichtsdestotrotz deutete ein Vertrauter des US-Handelsplatzes an, dass bereits das Löschen von ZCash von der Liste der handelbaren Währungen zum Wochenbeginn verdeutlichte, dass ein Wandel stattfinde. Vor allem die Anonymisierung der Nutzer stellt für ClearBank eine Herausforderung bei der Kooperation mit staatlichen Behörden dar. 

Auch Santander setzt auf striktere Kontrollen

Außerdem gab ein Reddit-Benutzer am 14. August 2019 bekannt, dass die britische Santander alle Transaktionen an die Krypto-Börse eingestellt habe. Nutz kurze Zeit später beruhigte die Bank die Situation und gab zu verstehen, dass keine ausgehenden Zahlungen gestoppt werden. Nichtsdestotrotz gäbe es die Möglichkeit, gefährdete Transaktionen abzufangen und hinsichtlich der Korrektheit zu untersuchen. 

Eben solche absichernden Maßnahmen haben einige Nutzer identifiziert. Hierbei handele es sich allerdings lediglich um Sicherheitsmaßnahmen, welche aufgrund der vielen Betrugsfälle eingeführt wurden. Zahlreiche Benutzer gaben jedoch auch zu verstehen, dass es keine erkennbaren Überprüfungen gäbe, sodass die Transaktionen in gewohnter Geschwindigkeit stattfinden. Schlussendlich legte auch der initialisierende Reddit-Nutzer nach und gab zu verstehen, dass es sich um eine Coinbase-bezogene Maßnahme handle. Folglich sind Kryptowährungen im Allgemeinen nicht von der Entwicklung betroffen.