IOTA Assembly: Was war geplant – und was kam danach?
IOTA Assembly war ein von der IOTA Foundation angekündigtes Projekt, das das IOTA‑Ökosystem um eine skalierbare Smart‑Contract‑Schicht erweitern sollte.
Wichtiges Update: Die IOTA Foundation kündigte am 15. September 2023 an, das Assembly‑Projekt und den ASMB‑Token einzustellen und die Entwicklung stattdessen auf IOTA Chains sowie L1‑Smart‑Contracts zu fokussieren.

Was war das Ziel von IOTA Assembly?
IOTA Assembly sollte eine Umgebung schaffen, in der Smart‑Contract‑Chains parallel betrieben werden können, statt dass jede Ausführung von allen Nodes eines einzigen Netzwerks verarbeitet werden muss.
Dadurch sollte Skalierung ermöglicht werden, ohne Smart‑Contract‑Funktionalität ausschließlich über eine monolithische Chain abzuwickeln.
Wie Assembly funktionieren sollte (Konzept)
In der ursprünglichen Beschreibung sollte Assembly „über“ dem IOTA‑Basis‑Layer liegen und als permissionless Multi‑Chain‑Netzwerk für Smart‑Contracts dienen.
Smart‑Contract‑Chains hätten auf Assembly gestartet; deren Ausführung/Validierung sollte über Validatoren und Komitees organisiert werden, sodass nicht ein einzelner Akteur die Kontrolle über Ergebnisse hat.
Die Basisschicht von IOTA sollte dabei als Vertrauensanker dienen, indem Aktivitäten bzw. Zustände aus Shimmer/Assembly‑Chains in IOTA verankert und im Nachhinein überprüfbar gemacht werden.
Rolle von Token, Staking und Governance
Im ursprünglich kommunizierten Design sollte der ASMB‑Token das „Sicherheits- und Koordinationsmittel“ von Assembly sein.
Validatoren hätten ASMB als Sicherheitsleistung hinterlegt, um Smart‑Contract‑Chains zu validieren und ökonomisch für korrektes Verhalten zu haften.
Das Modell setzt auf ein klassisches Anreizprinzip: Wer viel „Stake“ hinterlegt, hat mehr zu verlieren, wenn er betrügt, und erhält im Gegenzug Belohnungen für ehrliche Validierungsarbeit.
Der Token sollte zusätzlich Governance-Funktionen tragen. ASMB war als „native Einheit“ vorgesehen, um Parameter des Netzwerks bzw. der Smart‑Contract‑Chains (z. B. Validator‑Setups/Anreizstrukturen) über Governance‑Prozesse zu koordinieren und die Kerninfrastruktur langfristig zu finanzieren.
Genau dieses Token-zentrierte Sicherheitsmodell wurde später von der IOTA Foundation als weniger attraktiv bewertet, weil neuere Ansätze wie zkRollups L1‑Sicherheit über kryptografische Beweise ableiten können und damit komplexe Mechanismen zur ökonomischen Absicherung über einen nativen Token weniger zwingend machen.
Warum wurde Assembly eingestellt?
Laut IOTA Foundation war Assembly technisch grundsätzlich umsetzbar, hätte aber zu viel Verzögerung in der technischen Roadmap verursacht und wäre gegenüber neueren Ansätzen eine unterlegene Lösung gewesen.
Als Beispiel nennt die Foundation zkRollups, die Sicherheit von L1 durch kryptografische Beweise „erben“ können und dadurch komplexe ökonomische Sicherheitsmechanismen über einen nativen Token weniger zwingend machen.
Statt Assembly wollte die Foundation die Entwicklung auf IOTA Chains (als Rahmen zum Anchoring von L2‑Blockchains auf IOTA) und die Entwicklung von L1‑Smart‑Contracts fokussieren.
Wie sieht es aktuell aus?
Assembly ist vor allem als historischer Roadmap‑Baustein relevant: Es zeigt, wie IOTA Smart‑Contract‑Skalierung über parallele Chains, Validator‑Sets und Anchoring gedacht hat.
Für den aktuellen Stand im IOTA‑Ökosystem sind die von der Foundation priorisierten Themen, IOTA Chains, L1‑Smart‑Contracts, ISC/ShimmerEVM‑Umfeld, der bessere Anknüpfungspunkt als „Assembly“ selbst

