IOTA 2.0 Liste aller wichtigen Begriffe

IOTA 2.0 Internet der Dinge

Das Internet der Dinge zählt zu einem der vielversprechendsten Neuerungen im Bereich von Blockchain und Kryptowährungen. Dabei zählt besonders die IOTA Foundation zu den Favoriten und könnte für eine solide Infrastruktur in diesem Bereich sorgen. Mit der Veröffentlichung von IOTA 2.0 könnte die Kryptowährung einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Massenadaption machen.

Durch die fortschreitende Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an den Datenverkehr und die Kommunikation zwischen den Geräten. IOTA setzt hier auf die Technologie des Tangle, um einen dezentralen und sicheren Austausch von sensiblen Daten zu gewährleisten. Die im Netzwerk verwendete Währung MIOTA sorgt vor allem bei Investoren und Spekulanten für Aufsehen. Die IOTA Prognose bis zum Jahr 2025 fällt dabei überwiegend positiv aus.

Da es sich bei IOTA nicht um eine reguläre Blockchain handelt, sondern ein alternatives System zum Einsatz kommt, sorgen die IOTA Fachbegriffe bei viele Einsteigern für Verwirrung. Da das Netzwerk stetig wächst und neue Funktionen hinzukommen, müssen dort auch die einzelnen Bereiche klar definiert sein.

Was ist IOTA?

Die IOTA Foundation wurde 2015 gegründet und konzentriert sich auf das Internet der Dinge. Dies bezeichnet im Allgemeinen die Infrastruktur für effizienten Datenaustausch. Während etwa bei Bitcoin der Transfer zwischen zwei Nutzern im Vordergrund steht (Peer to Peer), legt IOTA den Fokus auf den automatisierten Datenaustausch zwischen Geräten (Maschine to Maschine). Neben David Sønstebø, Sergey Ivancheglo und Sergei Popo befindet sich auch der deutsche Dominik Schiener im Gründerteam. Die IOTA Foundation selbst ist eine Non Profit Organisation, welche sich auf die Entwicklung der Technologie konzentriert und diese lizenzfrei hält.

Da durch den Verzicht auf eine klassische Blockchain eine sehr hohe Skalierbarkeit erreicht werden kann, sind Transaktionen deutlich schneller als in anderen Netzwerken. Zudem kann bereits mit einer geringen Rechenleistung effizienter Datenverkehr stattfinden. Ebenso können wirtschaftliche Kreisläufe überwacht und automatisiert stattfinden, während gleichzeitig geringere Kosten dafür anfallen. Diese Faktoren machen das Projekt besonders für Industrie und Wirtschaft interessant und namhafte Investoren wie Volkswagen und Bosch haben bereits investiert.

“Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.” – Carly Fiorina

Zu den wichtigsten Kooperationen der IOTA Stiftung zählen die Linux Foundation, die Deutsche Telekom, Fujitsu und Samsung. Zusammen mit diesen Partnern möchte IOTA einen Datenmarkt etablieren, welcher auf der eigenen Technik basiert. Daten und Nutzerverhalten zählen zu den wichtigsten Ressourcen in vielen Bereichen und haben dadurch einen sehr hohen Wert.

Durch die Einführung von IOTA 2.0 erfolgt der nächste wichtige Schritt, um dieses Vorhaben zu ermöglichen. So soll das Projekt in Zukunft vollständig dezentral funktionieren und der bisher zentrale Koordinator abgeschafft werden. In mehreren Testphasen erfolgt dann der Übergang zum eigentlichen Mainnet. Für eine bessere Übersicht hat die IOTA Foundation die einzelnen Abschnitte mit eigenen Fachbegriffen versehen und auf ihrer Webseite veröffentlicht.

IOTA 2.0 Smart Home

IOTA 2.0 Fachbegriffe einfach erklärt

Tangle

Anstelle einer zyklischen Blockchain setzt IOTA auf eine andere Technologie, nämlich den Tangle (deutsch: Gewirr). Dieser ist ein gerichteter azyklischer Graph (DAG) und sorgt für eine höhere Skalierbarkeit, sowie für niedrigere Transaktionskosten. Während bei einer Blockchain alle Blöcke strikt nacheinander erfolgen, ist dies beim Tangle nicht der Fall. Viel mehr handelt es sich um ein Netzwerk aus Teilnehmern, welche zueinander in Kontakt stehen. Um eine Transaktion zu tätigen, muss ein Teilnehmer zuerst mindestens zwei Transaktionen im Netzwerk verifizieren. Die Kosten für die Transaktion belaufen sich dabei ausschließlich auf die nötige Rechenleistung. Durch den Tangle können alle Transaktionen gleichzeitig ablaufen. Zudem steigt mit wachsender Anzahl der Teilnehmer auch die Skalierbarkeit.

Koordinator

Der Koordinator ist eine zentrale Instanz, welche für die Endgültigkeit von Transaktionen sorgt. Er dient also als Basis für Vertrauen im Netzwerk und soll ab IOTA 2.0 dezentral funktionieren. Der Koordinator dient ebenso als Schutz für den Tangle und erschwert Angriffe von außen.

Bislang ist der Koordinator eine Node, welche die IOTA Foundation selbst betreibt. In regelmäßigen Abständen sendet sie Transaktionen ohne Wert, welche für den Tangle als Checkpoint dienen. Jede Transaktion ist erst dann gültig, wenn sie direkt oder indirekt durch den Koordinator bestätigt wurde (Meilensteine).

GoShimmer

Bei GoShimmer handelt es sich um einen Prototyp des Shimmer in der Programmiersprache Go. Diese Node Software erzielt einen Konsens, welcher bereits ohne Koordinator auskommt. Außerdem sind bereits mehrere Module aus Coordicide inbegriffen, beispielsweise Autopeering und Mana.

Mana

Bei Mana handelt es sich um einen Mechanismus, welcher ab IOTA 2.0 vor Sybill-Attacken schützen soll. Dieser Mechanismus garantiert, dass das Konsensergebniss die richtigen Entscheidungen trifft, während über zwei widersprüchliche Transaktionen abgestimmt wird. Es handelt sich also um ein paralleles Reputationssystem, welches durch Token (Mana) Vetrauen widerspiegelt. Die Menge an Mana ist dabei immer genauso hoch, wie die Menge an MIOTA in einer Transaktion. So entsteht ein System, welches vertrauenswürdige Nodes von neuen Nodes unterscheiden kann.

Streams

Bei Streams handelt es sich um eine Weiterentwicklung von Masked-Authenticated-Messaging (MAM). Diese ermöglicht Entwicklern das Erstellen von kryptografischen Protokollen in der Programmiersprache Rust. Als Framework bietet es die Möglichkeit, spezifische Protokolle zu erstellen. Diese können für verschiedene Arten von Datenübertragung, wie beispielsweise das Streaming, verwendet werden. Solche Datenströme können dann verschlüsselt über den IOTA Tangle kommunizieren.

Chronicle

Chronicle bietet eine Lösung, um Daten aus dem Tangle dauerhaft zu speichern. Dadurch ist es für Nodes einfacher, Transaktionen in einer schnellen, sicheren und skalierbaren Datenbank zu sichern. Somit ermöglicht Chronicle eine permanente Speicherung der gesamten Historie des Tangle.

IOTA 1.5: Chrysalis bis Ende 2020

Die erste Phase des IOTA 1.5 Chrysalis Update steht kurz vor der Veröffentlichung auf dem Mainnet. Die Änderungen bringen vor allem Verbesserungen in den Bereichen Leistung, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Durch die massive Leistungssteigerung können Nutzer MIOTA Token innerhalb von zehn Sekunden versenden und empfangen.

Folgende Funktionen sind in der Version IOTA 1.5 enthalten:

  • URTS Tip Selection Algorithmus
  • Verbesserung bei der Auswahl von Meilensteinen
  • White Flag
  • Autopeering

Die Anzahl der Transaktionen pro Sekunde (TPS) steigt dadurch signifikant auf 1.000 TPS. Die Zeit zur Bestätigung einer Transaktion (Milestone Insurance Rate) verringert sich um das achtfache auf 10 Sekunden. Zudem zeigen sich Verbesserung in der Zuverlässigkeit und Leistung der Node Software und ein schnelleres Setup durch Autopeering.

Für die zweite Phase des Chrysalis sollen Funktionen wie UTXO, Atomic Transactions, wiederverwendbare Adressen und ein binäres Transaktionslayout möglich sein.

IOTA 2.0: Coordicide bis 2021

Bis zur Fertigstellung von IOTA 2.0 könnte es noch ein langer Weg sein. Jedoch können durch die Einführung von verschiedenen Modulen viele Probleme im Netzwerk bekämpft werden. Dies betrifft sowohl den Konflikt bei der Abstimmung, als auch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen. Um ein fertiges Produkt auf den Markt zu bringen, müssen folgende Funktionen gewährleistet sein:

  • Verantwortlichkeit der Nodes (Identifizierung der Netzwerkteilnehmer)
  • Reputationssystem durch Mana (Vertrauen und Reputation)
  • Autopeering (Sicherheit von Nodes)
  • Ratensteuerung (Spam und Regulierung)
  • Abstimmungen (Konfliktlösung)

Das Upgrade zu IOTA 2.0 Coordicide soll über mehrere Testphasen erfolgen.

Testphase 1: Pollen

Die erste von drei Testphasen trägt den Namen Pollen und dient als Protoversion eines Netzwerkes ohne Koordinator. Es funktioniert als Forschungsprüfstand und verbindet die Version IOTA 1.5 mit der Version IOTA 2.0. Mit der Implementierung von GoShimmer, einer Node-Software, sollen mehrere Module für Entwickler in das Netzwerk zur Abschaffung des Koordinators mit einfließen.

Testphase 2: Nectar

Bei der zweiten Testphase namens Nectar handelt es sich um die volle Implementierung von Modulen aus dem Coordicide. Dieses dient zur Behebung von Fehlern und Problemen, bevor die Module in das Mainnet eingeführt werden. Teilnehmer erhalten für die Fehlersuche progressiv steigende Belohnungen (Bug Bounty)

Testphase 3: Honey

Die letzte Testphase Honey ist die vollständige Version und der Vorreiter für IOTA 2.0. In diesem Netzwerk sind alle Funktionen und Module integriert. Ebenso gehen dieser Version zahlreiche Teststunden und Audits voraus. Honey ist somit die endgültige Spezifikation von Coordicide.

IOTA 2.0 Fachbegriffe

IOTA 2.0: Bee

Als fertiges Produkt und produktionsreife Implementierung des Core Client trägt IOTA 2.0 den Namen Bee. Dieses basiert auf der Programmiersprache Rust und kommt ohne Koordinator aus. Alle vorherigen Entwicklungen sind in dieser Version inbegriffen und als einheitliche Plattform zusammengeführt. Wann die endgültige Version veröffentlicht wird, lässt sich jedoch nur schwer prognostizieren.

Das Ziel von Bee ist es, eine unternehmensfertige und standardisierte modulare EEE (Environment Entity Effect) Softwarearchitektur zu entwickeln. Diese stellt die gesamte Infrastruktur für die Kommunikation zwischen den Softwarekomponenten bereit.

Fazit: IOTA 2.0 bringt das Internet der Dinge voran

Die IOTA Foundation gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Akteuren im Kryptomarkt. Denn im Gegensatz zu viele andere Kryptowährungen versucht das Unternehmen ein bestehendes Problem zu lösen. Hierfür spricht die Nachfrage aus Industrie und Wirtschaft nach technischen Lösungen, sowie die gute Reputation.

Besonders durch die Digitalisierung entsteht eine hohe Nachfrage nach einer geeigneten Infrastruktur für Daten. Diese müssen dezentral, anonym und gesichert den Besitzer wechseln können. Nur so können Nutzer einem Missbrauch ihrer persönlichen Informationen vorbeugen. Ebenso können Privatleute die volle Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten und selbst entscheiden, wie und von wem diese genutzt werden.

“Wir leben in einer Welt, die in Daten ertrinkt. Wir haben die Wahl, ob wir sie weiterhin ignorieren und als großes Rauschen abtun oder ob wir sie nutzen wollen.” – Jorn Lyseggen

Zudem gelten die zahlreichen namhaften Kooperationen als Faktor für die Seriosität und den Erfolg von IOTA 2.0. Neben Volkswagen, Bosch, Dell und Jaguar zählen viele weitere große Unternehmen zu den Partnern und hoffen auf einen Durchbruch.

Ebenso zählt MIOTA zu den beliebtesten Kryptowährungen bei Investoren und Anlegern, welche auf einen Wertzuwachs spekulieren. Diese sind unter anderem erhältlich bei Binance und anderen seriösen Börsen.

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