IBM mit Patent für Blockchain-basiertes AR-System

Der US-amerikanische Technologieriese IBM hat ein Patent für ein Blockchain-basiertes System entwickelt, welches Spieler von AR-basierten Spielen vom Betreten gefährlicher Umgebungen abhalten soll.

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IBM Office in Kalifornien

Blockchain-System als Unterstützung für AR-Spiele

Mit der Einführung von Pokemon Go zeigte die Spieleindustrie, welches Potenzial die Augmented Reality (AR) Technologie in der Spielebranche besitzt. Nun hat auch IBM auf diese Technologie reagiert und ein Patent zur Entwicklung eines Blockchain-basierten Systems erhalten, welches dem Schutz der Spieler dient.

Das im Patent beschriebene System soll die Spieler von gewissen Standorten fernhalten. Laut IBM handelt es sich vor allem um risikobehaftete, kulturell relevante Standort sowie um Privatgrundstücke.

Bei Augmented Reality handelt es sich um eine Technologie, welche die reale Welt mit digitalen Inhalten anreichert. So greift ein entsprechendes Spiel auf die Kamera des Smartphones oder Tablets zu, um digitale Inhalte in die reale Welt zur projizieren. Das neue System soll vor allem die unerlaubte und ungewollte Kollision zwischen AR und ausgewählten physischen Plätzen verhindern.

Aus dem Patent geht hervor, dass IBM ein Blockchain-basiertes System entwickeln möchte, welches aktuelle und wichtige Informationen zu verschiedenen Standorten beinhaltet, welche von AR-Spielen genutzt werden. Demnach muss ein entsprechendes System sämtliche Transaktionen für diese Standorte beinhalten. Aus diesem Grund setzt IBM auf verschiedene Verweise, sodass das System stets Informationen über die neusten Events und Besonderheiten an Standorten bietet. Diese Daten werden in einer Blockchain gespeichert, welche eine Manipulation verhindert.

Blockchain-basierte Datenbank bietet aktuelle Informationen

Die Auswertungen des Blockchain-Systems können direkt von den einzelnen Spielen aufgerufen werden. Diese können den Nutzer somit Hinweise auf mögliche Gefahren geben und diesen zu alternativen Standorten führen. Zudem werden kulturell relevante Standorte komplett aus diesen Spielen ausgeschlossen. Hiermit soll eine unerlaubte Nutzung wichtiger Sehenswürdigkeiten vermieden werden.

Im Rahmen des Patents merkt IBM an, dass das AR-Gaming an eine Kombination zwischen virtueller Welt und realen Standorten gebunden ist. Vor allem digitale Inhalte wie Charaktere, Items und spielinterne Ressourcen sind demnach an reale Standorte gebunden. Durch das neue Blockchain-System möchte IBM eine vertrauenswürdige Beziehung zwischen der realen und der virtuellen Welt etablieren.

Neben diesem Blockchain-System arbeitet IBM an zahlreichen Patenten und System, welche auf die Blockchain-Technologie zurückgreifen. Grundsätzlich reicht IBM neben Alibaba die meisten Blockchain-Patente ein. Bis zum 31. August 2018 hat IBM nunmehr 89 Blockchain-Patente eingereicht. Lediglich Alibaba reichte mit 90 Patenten mehr Patente zu Blockchain-basierten Systemen oder Lösungen ein. Diese Patente fokussieren sich allerdings nicht auf eine Branche. Im Fokus von Big Blue stehen dabei vor allem die Logistikbranche, das Internet der Dinge (IoT) und die Blockchain-Hardware.