Coca-Cola | Mit Blockchain gegen Zwangsarbeit

Wie bekannt wurde, nehmen Bitfury, Coca-Cola, Emercoin und das amerikanische Außenministerium den Kampf gegen die Zwangsarbeit auf und setzen hierbei auf die Blockchain-Technologie. Durch die Nutzung der Ledger-Technologie der Blockchain soll ein sicheres Register geschaffen werden, welches im Kampf gegen Zwangs- sowie Kinderarbeit und andere ausbeutende Modelle helfen soll.

Während die Blockchain grundlegend für den Einsatz im Rahmen von Kryptowährungen wie Ethereum oder Bitcoin bekannt ist, gibt es mittlerweile auch andere Ansätze, die auf der Ledger-Technologie basieren und für soziale und humanistische Ziele angewendet werden. Des Weiteren stellt das aufgebaute Register die erste aktive Interaktion einer staatlichen Behörde mit einer Blockchain dar.

 

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Coca-Cola Dose

 

Die Ledger-Technologie für mehr Freiheit

Laut dem Blockchain Trust Accelerator, einer Non-Profit-Organisation, besteht das Ziel in der Verbreitung der Ledger-Technologie. Diese soll auf einem sicheren Weg die Verträge der Arbeitnehmer in großen Unternehmen wie Coca-Cola verifizieren. Doch auch andere multinationale Unternehmen stehen hierbei im Fokus des Blockchain Trust Accelerators. Die Rolle von Bitfury und Emercoin besteht in der Entwicklung und Bereitstellung der Blockchain, die für die Umsetzung des Projekts benötigt wird.

Das Außenministerium übernimmt zudem eine beratende Funktion. Diese besteht in der Bereitstellung von Expertise im Bereich des Arbeitsrechts sowie dem Schutz von Arbeitnehmern. Zudem hat der stellvertretende Minister Scott Busby in einem öffentlichen Brief angemerkt, dass die Blockchain-Technologie niemanden zwingen kann die bestehenden Verträge zu verändern. Dennoch würde dieser technologische Ansatz dazu führen, dass ausreichend Beweislast entstehe, um eine langfristige Änderung der Arbeitsbedingungen herbeizuführen.

Laut der International Labor Organization arbeiten weltweit rund 25 Millionen Menschen in Zwangsarbeit. Rund 47 % dieser Menschen leben in Asien, sodass dort zum aktuellen Zeitpunkt besonders schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Doch auch Getränkeproduzenten wie Coca-Cola haben in den letzten Jahren Einbußen beim Image hinnehmen müssen. Vor allem Arbeitnehmer, die das für die Produktion so wichtige Zuckerrohr ernten, werden nicht ausreichend von diesen Firmen geschützt. Laut einer Studie von KnowTheChain betrifft die mangelnde Kontrolle von Zwangsarbeit viele Getränkehersteller.

 

 

Coca-Cola möchte die aktuelle Situation verbessern

Um eine zeitnahe Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erzielen, hat Coca-Cola zugesagt, dass dieses Problem in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium adressiert und beseitigt werden soll. Hierfür nimmt Coca-Cola an mehreren Projekten teil, die allesamt auf der Blockchain-Technologie basieren und die Arbeitsbedingungen verbessern sollen.

Gegenüber Reuters erklärte Brent Wilton, der Personalchef von Coca-Cola, dass durch dieses Projekt die Transparenz innerhalb des Unternehmens sowie die Beziehung zu den Stakeholdern verbessert werden soll. Doch auch in Sachen Effizienz sollen Vorteile gehoben werden, da eine schnellere Kontrolle der Arbeitsbedingungen in der Zuliefererkette gewährleistet werden kann.

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