Circular Supply Chain von Mastercard, Amazon und Accenture

Verbraucher und Produzenten sollen durch eine auf der Blockchain-Technologie basierende Lieferkette miteinander verbunden werden. Ein digitales Identitätsmanagement und die wegweisende Blockchain-Technologie in Form einer neuen Circular Supply Chain App sollen dazu dienen, eine kreisförmige Lieferkette aufzubauen. Im Rahmen der globalen Verknüpfung von Verbrauchern und Produzenten macht eine solche digitale Lieferkette durchaus Sinn.

Accenture Circular Supply Chain PDF
Accenture Circular Supply Chain PDF @accenture.com

Aufklärung für die Verbraucher

Studien haben gerade herausgefunden, dass sich rund 2/3 der US-Amerikaner ein reibungsloses Einkaufserlebnis beim Online-Shopping wünschen. Dazu möchten sie aber auch regionale Produkte, nachhaltige Landwirtschaft und umweltfreundliche Produktion unterstützen. Derzeit aber sieht es so aus, dass Verbraucher meist völlig um Dunkeln tappen und nichts über die Werte des Produzenten, seiner Produktionsweise oder der Herkunft der Produkte weiß. 

Eine der großen Aufgaben der Circular Supply Chain (Was ist eine Supply Chain?) von Accenture wird es sein, auch kleine Bauern, regionale Läden und Einzelpersonen in die Portfolios mit aufzunehmen. Genau dieser Aufgaben wollen sich Master Card, Amazon und mehrere Partner von Accenture stellen. Accenture analysiert die Entwicklungen der Global TOP 500 Unternehmen und stellt Wege vor, wie diese die anspruchsvollsten Herausforderungen von Industrie und Unternehmen lösen können. Das irische Unternehmen mit Sitz in Dublin liefert Antworten auf strategische Fragen und ist weltweit im Bereich der Managementberatung sowie als Technologie- und Outsourcing Dienstleiter tätig. 

Accenture Circular Supply Chain
Accenture Circular Supply Chain @accenture.com

Von Anfang bis Ende soll die Produktion eines Produktes transparent in der Circular Supply Chain nachvollziehbar sein. Konsumenten erhalten dabei einen eindeutigen digitalen Identifikator für einen Artikel und erfahren so, welche Personen ihn produziert haben. Accenture geht davon aus, dass die App den Verbrauchern eine einfache Nachverfolgung der Herkunft ihrer gekauten Waren ermöglicht und so überprüft werden kann, ob der Hersteller beispielsweise über eine Zertifizierung verfügt oder nachhaltige Methoden verwendet. Verbraucher können aber auch aktiv den nachhaltigen Produktionsweg unterstützen, indem Sie eine Belohnung in Form eines Blockchain-basierten Tokens über eine Master Card Zahlungsebene an den Hersteller schicken. 

Von Anfang bis Ende soll die Produktion eines Produktes transparent in der Circular Supply Chain nachvollziehbar sein.

Circular Supply Chain für regionale Landwirte

Fast die Hälfte der Weltbevölkerung hat immer noch Schwierigkeiten ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Die digitale Technologie bleibt in vielen Ländern einem Großteil der Bevölkerung nicht zugänglich. Accenture betont, dass mit der Circular Supply Chain vor allem auch regionale Landwirte oder Kleinstbetriebe vor Ort profitieren können. Sie trägt dazu bei, dass die wirtschaftliche Auswirkung auf die Nachhaltigkeit gesteigert werden kann. Eine transparente Produktionskette vom Anfang bis zum Ende stellt einen emotionalen Wert für den Verbraucher dar und er kann sich mithilfe seines eigenen Engagements an der Verbesserung von globalem Handel, regionalen Produkten und nachhaltigen Anbauweisen direkte einbringen. 

Circular Supply Chain – Stand der Dinge

Derzeit befindet sich das Projekt der Circular Supply Chain noch in der Testphase und es werden unterschiedliche landwirtschaftliche Programme in das aktuelle Produktportfolio eingepflegt. Damit soll getestet werden, wie die kreisrunden Lieferkette am Besten funktionieren können und vor allem, für welche Produkte sie sich eignet. Fakt aber scheint so sein, dass es dabei nicht um Massengüter geht. Vielmehr stehen sogenannten Boutique-Konsumgüter im Fokus des Projektes. Die Individualisierung einzelner Massengüter, wie beispielsweise Kaffeebohnen auf einer kleinen Farm in Kenia oder andere Speciality Goods, die höherwertig sind und nur selten gekauft werden, könnten damit einen digitalen Aufschwung erleben. 

Master Card bringt sein Know-how aus den Bereichen Distributed-Ledger-basierter Zahlungssysteme ein und greift auf die ideal geeignete Community zu. Die Rolle des Zahlungsriesen soll in dem Projekt aber noch weiter wachsen, so die Sprecher von Accenture und Master Card. Die Zusammenarbeit ist aber unerlässlich, wenn Kleinbauern in Kenia, Indien, Mexiko oder sonst wo von digitalen Lösungen profitieren sollen. Ziel ist es, kommerziell nachhaltige Auswirkungen zu erzielen und auch die kleinen Betriebe davon profitieren zu lassen.

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