Cardano gibt Zusammenarbeit mit Hyperledger bekannt

Cardano

Cardano kündigt “sein” Jahrzehnt an und mit IOHK beteiligt sich die Stiftung ab sofort am Hyperledger-Projekt. Hinter IOHK steht die Input Output Hongkong Limited, ein Unternehmen für P2P-Innovationen und Anbieter von moderner Technologie für Finanzdienstleister. Gegründet 2015 und mit Sitz in Hongkong gibt es derzeit neben mehr als 100 Mitarbeitern bei IOHK vor allem das bekannte Gesicht des Gründers, Charles Hoskinson, weswegen das Unternehmen häufig in den Medien auftaucht.

Neben Jeremy Wood kümmert sich Charles Hoskinson als CEO vor allem um die Blockchain-Technologie und alle Themen rund um Kryptowährungen. Zu den Kunden gehören akademische Einrichtungen und Institutionen, Regierungsbehörden und Unternehmen, die an dezentralen Lösungen interessiert sind. Insbesondere entwickelt IOHK Open-Source Bibliotheken für universelle Blockchain-Lösungen, darunter das unternehmenseigene Scorex-Projekt.

Cardano schließt sich Hyperledger Projekt an

Ganz aktuell ist diese Meldung in der Presse, dass sich Charles Hoskinson, seines Zeichens Gründer von Cardano, dem Hyperledger Projekt angeschlossen hat. Die Gründe dafür liegen laut Hoskinson vor allem in dem gemeinsamen Wissensaustausch und der Erforschung und Entwicklung weiterer Enterprise-Ledger-Anwendungsfälle.

Diese Vorschläge können anschließend innerhalb des Hyperledger Konsortiums weiter diskutiert und unter der Regie der technischen Kommission der Linux Foundation, verantwortlich für das Hyperledger Projekt, praxistauglich weiterentwickelt werden. Außerdem sieht Charles Hoskinso in der Zusammenarbeit die Möglichkeit das bekannte Hyperledger Projekt für eine breitere Akzeptanz der Cardano-Blockchain im unternehmerischen und öffentlichen Beschaffungswesen zu nutzen.

Von der gemeinsamen Entwicklungszusammenarbeit profitieren bereits zahlreiche andere Schwergewichte der Branche. Federführend stehen IBM und Linux hinter dem Hyperledger Projekt, dass bereits mit Hyperledger Fabric und Sawtooth überaus erfolgreiche, praktikable Lösungen auf ihrer Open-Source Blockchain-Plattform vorgestellt hat. Das Ziel liegt in der Standardisierung des Internets für die Blockchain-Technologie und in der Entwicklung einer offenen Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter gleichzeitiger Bereitstellung von Ressourcen für Lösungen basierend auf der Blockchain-Technologie.

Auch mit IHOK will Cardano weiterarbeiten, die Vertragsverlängerung für weitere 5 Jahre steht nach Unternehmensangaben kurz bevor. Im Vertragsentwurf, der teilweise veröffentlicht wurde, findet sich auch der Hinweis auf die Entwicklung einer Enterprise-fähigen Cardano-Version, die vor allem für eine breitere Akzeptanz der Blockchain-Technologie im Unternehmenskontext sorgen soll. Diese Strategie soll auch mithilfe der Hyperledger Projektgruppe der Linux Foundation umgesetzt werden.

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Ist Cardano Blockchain besser als Ethereum 2.0?

Cardano erlaubt den einfachen Wechsel zwischen einem permissionless und einem permissioned Modus und ist damit eine Alternative zu den bisher häufig festgezurrten Blockchain-Lösungen anderer Entwickler. Vor allem aber im Unternehmensbereich sieht Hoskinson großes Potenzial, wenn es um die Zuteilung von besonderen Rechten oder Privilegien im Netzwerk geht. Die Konfiguration dieser Blockchain ist individuell an die Bedürfnisse des Unternehmens möglich.

Es sind große Ziele die Cardano da verfolgt, denn nicht weniger als Ethereum 2.0 will das Blockchain-Projekt laut dem CEO in den Schatten stellen. Das neue Cardano soll alle bisherigen Features von Ethereum 2.0 enthalten und in weiten Teilen sogar noch darüber hinaus gehen. Grund für diese Aussagen sind wohl die Befürchtungen einiger Branchenkenner, dass Cardano mit der Einführung von Ethereum 2.0 überflüssig werden könnte.

Hoskinson spricht davon, dass in der Zukunft mehr als eine Million Transaktionen pro Sekunde möglich sein sollen. Visa, das derzeit schnellste Finanztransaktions-Netzwerk, schafft 24.000 Transaktionen pro Sekunde und lässt damit derzeit Konkurrenten weit hinter sich. Es ist also schon eine wirklich gewagte These, die Charles Hoskinson da aufstellt. Auch Vitalik Buterin hatte bereits auf diese Zahl verwiesen und bisher ist auch hier zwar viel entwickelt worden, aber diese Zahl noch weit entfernt.

CEO Hoskinson präsentiert Shelley Testnet

Im Internet kursieren schon seit längerem Gerüchte, dass das angekündigte Shelley Projekt von Cardano nicht wie angekündigt umgesetzt werden kann. Doch Anfang 2020 war es dann so weit und IOHK präsentiert die neue Ära der kommenden Shelley-Blockchain. Als private Beta-Version ist der Genesis-Block erstellt worden.  Dieser befindet sich im Testlauf und soll online gehen, sobald das Mainnet verfügbar ist.

Die Weiterentwicklung des Cardano-Netzwerkes verteilt Belohnungen an Besitzer der Cardano Kryptowährung ADA für ihre Mitarbeit im Open-Source-Protokoll. Langfristig will Cardano damit die am stärksten dezentrale Blockchain-Plattform auf dem Markt werden. Shelley soll das vollständig dezentrale Netzwerk sein, dass intelligente Verträge bietet und selbsttragende Governanceregeln aufrechterhält. Mit dem Konsens-Algorithmus Ouroboros ist Cardano die weltweit einzige und nachweislich sichere Blockchain-Plattform dieser Art und ist vor allem für den Einsatz in unternehmenskritischen Umgebungen wie der Luft- und Raumfahrt oder medizinischen Applikationen geeignet.

Das Belohnungs-orientierte Testnet von Shelley soll ein weiterer Meilenstein sein, auf dem Weg zu einem global skalierbarem, selbsttragendem Netzwerk mit Funktionalität und Leistungen speziell für die Enterprise-Nutzung sein. Der Aufbau der sogenannten Stakepools hat bisher rund 300 Registrierungen gebracht. Diese arbeiten jetzt an dem Proof-of-Stake-basiertem Cardano Netzwerk und arbeiten an einem einfachen, modularen und leicht bedienbarem Konzept mit Zugang zu einer breiten Masse an Nutzern.

98 % der afrikanischen Bauern haben keinen Zugang zum Geldsystem

Cardano Blockchain

So passt auch das jüngst verkündete Projekt eines Chips zum Gesamtkonzept von Cardano. Dabei sollen zusammen mit IOHK 98 % der afrikanischen Bauern Zugang über ein hierarchisches System zu Finanzdienstleistungen erhalten. In Zusammenarbeit mit der Universität von Wyoming soll der bestehende ADA Token erweitert werden und ein sicheres Hardware-Modul ins Spiel kommen. Mit diesem können dann kryptographische Operationen durchgeführt werden.

Mit den sicheren Schaltkreisen auf diesem Chip lassen sich Transaktionen manipulationssicher und abgetrennt vom Rest des Systems durchführen. Private Schlüssel dienen dabei als Zugang. Antennen ermöglichen die Kommunikation mit der Radiofrequenz-Identifikation RFID und der Nahfeldkommunikation NFC.

Hintergrundwissen:

  • RFID steht für Radiofrequenz-Identifikation und beschreibt eine innovative Technologie auf Basis von elektromagnetischen Wechselfeldern. Im Etikett befindet sich ein programmierbarer Chip und eine damit verbundene Miniatur-Antenne. Dieser Transponder kann ohne Sichtverbindung mit einem Lesegerät kommunizieren und hat eine Reichweite von bis zu 1 Meter, in der Logistik sogar bis zu 10 Meter. Typische Einsatzbereiche dieses Systems sind Warenein- und Ausgangsbereiche in Supermärkten oder Zentrallagern. Folglich gilt das System als ein innovativer Baustein zur Optimierung von Prozessketten und leistungsfähige Alternative zu Strichcodes.
  • Die Nahfeldkommunikation NFC ist eine Form des kontaktlosen Bezahlens, die als überaus sicher gilt. Drahtlose Datenübertragungen können zwischen zwei Geräten stattfinden, die nur wenige Zentimeter Abstand aufweisen. Damit ist der Prozess schwer von außen einzulesen und die gesendeten Daten sind nur unter großem Aufwand auszuspionieren. Die Methode wird im Bereich der sogenannten Micropayments eingesetzt. Vor allem in Supermärkten, Fahrscheinautomaten oder innovativen Bezahlmethoden etwa in der Uni-Mensa.

Hardware mit Cardano-Chip für Afrika

Cardano will den Chip aber für eine smarte Idee einsetzen. Etwa bei der Entstehung neuer Standards zur Produktauthentifizierung in der Lieferkette. Und der Chip könnte laut Hoskinson, genau wie Bitcoin, eines Tages das Bargeld ersetzen. Der Gründer von Cardano sieht darin auch die Notwendigkeit der Entwicklung einer Hardware-Komponente. Während in Afrika rund 98 % der Bauern keinen Zugang zum Internet haben, bietet sich eine solche Hardware-Komponente natürlich an. Damit erhalten auch diese Menschen Zugang zum Geldsystem und nehmen in Folge am wirtschaftlichen Kreislauf teil. Das stellt sich Hoskinson genauergesagt so vor:

Während 98 % der Bauern in Afrika den Chip nutzen, weil sie nicht anders an das Finanzsystem angeschlossen sind, validieren die restlichen 2 % der Bevölkerung die Transaktionen und die Ausgabe der Token. Dies geschieht über lokale Telefone und ein Blockchain-Backend. Die privaten Schlüssel auf dem Chip lassen sich problemlos auf einen anderen übertragen. Ein Löschnachweis garantiert, dass dieser Schlüssel nur auf einem Chip existiert. Damit ist es also möglich, Telefone ohne Internetverbindung zu nutzen und die auf dem Chip gespeicherten Werte zu verschieben. Dabei finden die Transaktionen nicht in der Blockchain selbst statt und sind folglich auch unendlich skalierbar.

2020 wird das Cardano Jahrzehnt

Laut Hoskinson wird das Jahr 2020 die Ära und Cardano-Jahrzehnt für die drei Organisationen, die hinter der Entwicklung der Cardano-Plattform stehen. Das sind die Cardano-Stiftung, IOHK und Emurgo. Hinter Emurgo steht ein Netzwerk aus Mitgliedern aus den Bereichen Blockchain-Forschung, hochrangige Industriepartner sowie Entwickler für Blockchain-Lösungen. Im Fokus steht dabei vor allem die Verbreitung des Cardano Netzwerks bei Projekten, Organisationen und Unternehmen, die an einem dezentralen Blockchain-Ökosystem interessiert sind. Das Unternehmen arbeitet investitionsorientiert und bietet unter anderem ein flexibles und umfassendes Lernprogramm für Blockchain-Entwickler an. Das Jahrzehnt ist noch jung und es bleibt abzuwarten, wie sich Cardano zukünftig weiterentwickelt.

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