Seafood-Gigant Bumble Bee Foods nutzt SAP Blockchain für Supply Chain

Der größte nordamerikanische Hersteller für haltbare Seafood-Produkte, Bumble Bee Foods, hat eine Blockchain-Plattform zu Verbesserung der Transparenz in der Lieferkette veröffentlicht. Die Plattform wurde im Zusammenspiel mit den Experten von SAP aufgebaut. 

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Bumble Bee Foods implementiert Blockchain-Plattform in der Lieferkette

Mit Bumble Bee Foods hat nun auch der größte Produzent haltbarer Lebensmittel in Nordamerika eine eigene Blockchain-Plattform eingeführt. Wie eine Pressemitteilung vom 8. März 2019 verdeutlicht, hat das US-Unternehmen bei der Entwicklung der Blockchain mit dem deutschen IT-Konzern SAP kooperiert. Dementsprechend basiert die gesamte Plattform auf dem SAP Cloud Platform Blockchain Service. Ziel der Blockchain-Plattform ist die Steigerung der Transparenz in der Lieferkette. Zum aktuellen Zeitpunkt werden Lieferungen von Gelbflossenthunfischen, welche aus Indonesien geliefert werden, über die neue Plattform verfolgt. 

Die Bekanntgabe der Entwicklung der Plattform hat Bumble Bee Foods im Rahmen der jährlichen South by Southwest Conference (SXSW), welche im Zeitraum vom 8. Bis zum 17. März 2019 in der texanischen Stadt Austin stattfindet, gemacht. 

Endnutzer sollen auf die Blockchain-Plattform zugreifen können

Wie Bumble Bee Foods im Rahmen der SXSW bestätigte, werden vor allem private Endkunden den Dienst der Distributed-Ledger-Plattform nutzen können. Insbesondere die Nachverfolgung der gesamten Lieferkette, Daten zur Herkunft der verwendeten Fische und Informationen zum Transportweg sind für die Kunden abrufbar. Die Kunden können diese Daten mithilfe eines Smartphones oder Tablets abrufen – hierbei muss lediglich der QR-Code auf der Verpackung des jeweiligen Produkts abgescannt werden. Neben den eigentlichen Produktdaten umfasst die Blockchain-Datenquelle auch die Größe und den Ort des Fischfangs. Zusätzlich werden auch bestehende Zertifikate der Fischer und Informationen zu der Authentizität, Sicherheit und Frische der gefangenen Fische geboten.  Laut Oliver Betz, dem General Manager SAP Innovative Business Solutions, sorgt die Blockchain-Technologie vor allem für Transparenz und Nachverfolgbarkeit. 

Auch der französische Lebensmittelhändler Carrefour hat die Blockchain-Technologie in der eigenen Supply Chain implementiert. Nach dem Einsatz zur Verfolgung von Geflügelprodukten hat das Unternehmen die entwickelte Plattform nun auf den Bereich der Milchprodukte ausgeweitet. Hierdurch haben Verbraucher die Möglichkeit, GPS Koordinatoren der Farmen, bei welchen die Milch gewonnen wurde, einzusehen. Zusätzlich wird offengelegt, wann die Milch eingesammelt und abgefüllt wurde. Ein besonderer Transparenzvorteil ist die offene Kommunikation der involvierten Stakeholder – hierdurch können die Kunden alle involvierten Parteien bei der Milchproduktion einsehen. 

Mittlerweile findet die Distributed-Ledger-Technologie auch in China Anwendung. Hier gab die Food and Drug Administration des Chongqing Yuzhong District bekannt, dass die neue Technologie zur Verbesserung des Monitorings von Lebensmitteln genutzt werden soll. Im Fokus steht dabei vor allem die Sicherstellung einer konstanten Qualität.